In Deutsch­land kümmern sich zurzeit sehr viele Ehren­amtliche um Flücht­linge. Viele Bundes­länder würdigen dieses Engagement mit einer Ehren­amts­karte. Mit der kostenlosen Karte erhalten Ehren­amtliche Vergüns­tigungen in Kultur- und Frei­zeit­einrichtungen im jeweiligen Bundes­land, etwa ermäßigten Eintritt in Kinos oder Rabatte beim Einkauf.

Interes­sierte müssen einen Antrag stellen. Das Formular gibt es meist im Internet ihrer Kommune oder Stadt­verwaltung. Die Bedingungen für den Erhalt der Karte sind je nach Bundes­land unterschiedlich. Häufig wird gefordert, dass der Ehren­amtler sich rund 5 Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr engagiert, beispiels­weise in einem Verein oder einer sozialen Einrichtung, und kein Geld dafür erhält. Die Ehren­amts­karte ist nicht über­trag­bar und in der Regel zwei Jahre gültig. Nachdem sie abge­laufen ist, kann sie neu beantragt werden. Inhaber einer Karte in Nord­rhein-West­falen beispiels­weise können mithilfe der App „Ehrensache.NRW“ die angebotenen Vergüns­tigungen mobil einsehen.

Tipp: Einen Wegweiser für freiwil­lige Helfer finden Sie in unserem Special Hilfe für Flüchtlinge. Darin erklären wir unter anderem, was Hilfs­willige in (versicherungs)recht­licher Hinsicht wissen sollten, welche Steuer­vergüns­tigungen es für ehren­amtliches Engagement gibt – und wie sich Helfer weiterbilden können.

Dieser Artikel ist hilfreich. 0 Nutzer finden das hilfreich.