Ehren­amt, Übungs­leiterpauschale Das gilt für Steuer, Job, Versicherung

Ehren­amt, Übungs­leiterpauschale - Das gilt für Steuer, Job, Versicherung
Steuerliche Anerkennung. Wer für Vereine, Verbände oder andere soziale Einrichtungen im Ehren­amt oder als Trainer, Betreuer, Ausbilder tätig ist, kann besondere Frei­beträge in Anspruch nehmen. © Getty Images

Gemeinnützig Engagierte profitieren von Steuerfrei­beträgen. Wir liefern Tipps für Jobs und Versicherung: So nutzen Sie die Ehren­amts- und Übungs­leiterpauschale richtig!

Inhalt

Ehren­amt, Übungs­leiter - die wichtigsten Regeln

Was zählt? Um von einem Ehren­amt sprechen zu können, müssen fünf Merkmale erfüllt sein: Die Tätig­keit ist freiwil­lig und unentgeltlich, wird kontinuierlich und auf organisierte Weise ausgeübt und kommt anderen zugute.

Steuerfrei­beträge. Bei der Übungs­leiterpauschale bleiben seit 2021 Aufwands­entschädigungen bis 3 000 Euro im Jahr steuer- und sozial­abgabenfrei, bei der Ehren­amts­pauschale sind es 840 Euro im Jahr. Bis 2020 galten noch die alten Pauschalen von 720 Euro und 2 400 Euro.

Übungs­leiterpauschale. Das Finanz­amt gewährt einen Steuerfrei­betrag für Aufwands­entschädigungen von bis zu 3 000 Euro im Jahr für Engagement im gemeinnützigen, mild­tätigen oder kirchlichen Bereich. Er gilt ­außerdem für Tätig­keiten bei einer öffent­lich-recht­lichen Körperschaft wie Schule, Volks­hoch­schule, Uni­versität und Sport­ver­ein. Parteien und Gewerk­schaften sind außen vor. Begüns­tigt sind zum Beispiel:

  • Trainer, Übungs­leiter und Ausbilder in ­Vereinen,
  • Dozenten, Lehrende und Prüfer an Univer­sitäten, Schulen, Volks­hoch­schulen und öffent­lichen ­Einrichtungen oder Dienst­stellen,
  • Pfleger, Spiel­kreis- oder Ferien­betreuer, Betreuer in Kirchen, Kultur­stätten oder im Umwelt- und Katastrophen­schutz, Chorleiter, Dirigenten und Künstler in Vereinen.

Betreuerfrei­betrag. Ehren­amtlich tätige recht­liche Betreuer und Fürsorgepfleger haben über die 3 000-Euro-Pauschale hinaus einen weiteren Steuerfrei­betrag für ihre Aufwands­entschädigungen von 256 Euro im Jahr. So sind bis zu 3 256 Euro steuerfrei.

Ehren­amts­pauschale. Den Steuerfrei­betrag für Aufwands­entschädigungen von 840 Euro im Jahr gewährt das Finanz­amt für Tätig­keiten wie:

  • Kassierer, Platz­wart, Büro­kraft, ­Vorstand, Reinigungs­personal oder Schieds­richter in Vereinen,
  • Eltern, die im gemeinnützigen ­Verein Fahr­dienste über­nehmen,
  • Betreuer in öffent­lichen Jugend­klubs, Seel­sorger in Kirchen oder als Helfer in Wohl­fahrts­organisationen.

Corona-Sonder­regelung. Infolge der Pandemie gelten die Steuerfrei­beträge 2021 auch für die Mitarbeit in einem Impf- oder Testzentrum. Führen Helfer etwa Auf­klärungs­gespräche im Impf­zentrum, steht ihnen die Übungs­leiterpauschale zu. Sind sie eher in der Verwaltung tätig, gilt die Ehren­amts­pauschale.

Tätig­keit finden. Wenn Sie nach einem geeigneten ehren­amtlichen Engagement suchen, können Sie sich bei gemeinnützigen Organisationen und Wohl­fahrts­verbänden wie Aktion Mensch, Diakonie oder Caritas informieren. Die Webseiten der Bundes­länder und Kommunen bieten oft ebenfalls entsprechende Infos.

Versicherungs­schutz. Fragen Sie bei dem Verein oder der Organisation, für die Sie ehren­amtlich tätig sind, ob Sie bei Ihrem Einsatz gesetzlich oder privat unfall­versichert sind und welche Haft­pflicht­versicherung einspringt, wenn Sie einen Schaden verursachen – auch wenn Sie Ihr eigenes Auto benutzen.

Information. Zu all Ihren Fragen rund um die Steuererklärung liefert Ihnen die Stiftung Warentest Antworten im Finanztest Spezial Steuern. Details zum Ehren­amt und zum Versicherungs­schutz bei freiwil­ligen Einsätzen finden Sie in den Broschüren Unfallversichert bei ehrenamtlicher Tätigkeit und Unfallversichert im freiwilligen Engagement des Bundes­ministeriums für Arbeit und Soziales.

Übungs­leiterpauschale: Das müssen sie wissen

Wer sich zum Beispiel als Fußball­trainerin engagiert, kann von der Übungs­leiterpauschale profitieren. Dank der Pauschale bleiben Einnahmen bis 3 000 Euro im Jahr (2020: 2 400 Euro) steuer- und sozial­abgabenfrei.

Für gemeinnützige und soziale Aktivitäten

Die Übungs­leiterpauschale gewährt das ­Finanz­amt denen, die sich im gemein­nüt­zigen, mild­tätigen oder kirchlichen Bereich engagieren. Sie gilt auch für Tätig­keiten in öffent­lich-recht­lichen oder gemein­nützigen Körperschaften. Dazu zählen Universitäten, Schulen, Sport­ver­eine und Volks­hoch­schulen – nicht jedoch Parteien und Gewerk­schaften. Die Pauschale steht auch einem ehren­amt­lich tätigen recht­lichen Betreuer, Vormund oder Fürsorgepfleger zu. In die Summe von 3 000 Euro (2020: 2 400 Euro) werden jedoch die Einnahmen aus anderen ehren­amtlichen Jobs einge­rechnet.

Betreuer. Wenn jemand als Betreuer tätig ist, hat er außerdem Anspruch auf eine zusätzliche Frei­grenze von 256 Euro pro Jahr. Sind die Einkünfte jedoch insgesamt höher als 3 256 Euro (3 000 + 256 Euro), sind sie voll steuer­pflichtig. Im Gegen­zug dürfen Betreuer aber pauschal 25 Prozent ihrer Einnahmen für ihre Aufwendungen absetzen.

Recht­liche Rahmenbedingungen

Minijob. Wer seine Übungs­leiter­tätig­keit mit einem 450-Euro-Minijob kombiniert, kann bis zu 650 Euro im Monat verdienen, ohne Steuern und Sozial­abgaben zu zahlen – bis zu 200 Euro über die Pauschale und bis zu 450 Euro für die Beschäftigung.

Neben­job. Die Übungs­leiterpauschale wird aber nur für neben­berufliches Engagement gewährt. Die Zeit fürs Ehren­amt darf – bezogen auf das Kalender­jahr – nicht mehr als ein Drittel der Arbeits­zeit ­eines vergleich­baren Voll­zeitjobs ausmachen. Geht man von einer 39-Stunden-Woche aus, wären das also höchs­tens 13 Stunden pro Woche.

Ehren­amt anmelden. Viele Arbeits­verträge enthalten eine Bestimmung, wonach ein Mitarbeiter dem Chef seine Neben­tätig­keit anzeigen muss. Dieser muss zwar nicht zustimmen, darf aber eine Neben­tätig­keit untersagen, wenn sie dem Ruf des Unter­nehmens schadet oder mit betrieblichen Interessen in Konflikt gerät. Der jeweilige Verdienst in Haupt- und Neben­job spielt jedoch keine Rolle.

Für jeden. Auch Arbeits­lose, Studenten, Rentner, Hausfrauen oder -männer können die Übungs­leiterpauschale nutzen, wenn sie eine entsprechende Tätig­keit ausüben.

Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Übungs­leiter­pauschale

Ab Herbst kann ich nebenbei als Jugend­trainerin arbeiten. Gilt für mich die Übungs­leiterpauschale?

Ja, als Trainerin im Verein steht Ihnen dieser Frei­betrag zu. Weitere begüns­tigte Tätig­keiten – etwa Chorleiterin, Ferien­betreuer und ­Dozentin an der Volks­hoch­schule.

Tipp: Sind Sie bereits als Trainer oder in einem sozialen Bereich tätig, haben Sie durch die seit 2021 erhöhte Pauschale etwas mehr Freiraum. Bei Bedarf können Sie beispiels­weise einige Stunden mehr steuerfrei arbeiten.

Wie viel Zeit darf ich in die ­Vereins­arbeit stecken?

Anspruch auf die Übungs­leiterpauschale haben Sie nur für neben­berufliche Tätig­keiten. Aufs Kalender­jahr gesehen, darf das Engagement höchs­tens ein Drittel der Arbeits­zeit eines vergleich­baren Voll­zeitjobs ausmachen.

Wichtig: Die Vorgabe der Neben­tätig­keit gilt auch, wenn Sie keinen Haupt­beruf haben. Sie können die Übungs­leiterpauschale für begüns­tigte Tätig­keiten nutzen, sofern Sie den Zeit­rahmen einhalten.

Ich habe nur von März bis Juni 2021 im Impf­zentrum gearbeitet. Steht mir trotzdem die volle Übungs­leiterpauschale zu?

Darf ich als Studentin neben meinem Minijob im Café ­zusätzlich als Haus­aufgaben­betreuung in einer Schule arbeiten?

Ja, beide Jobs sind neben­einander möglich, sodass Sie auf Dauer bis zu 700 Euro monatlich steuerfrei verdienen können: 250 Euro (insgesamt im Jahr 3 000 Euro) bleiben durch die Übungs­leiterpauschale für den Job in der Schule steuerfrei. Und 450 Euro bleiben im Minijob steuerfrei, wenn der Café-Betreiber Ihren Minijob­verdienst pauschal versteuert.

Klären Sie am besten vor Antritt einer neuen Tätig­keit in der Schule, ob Sie von der 3000-Euro-Übungs­leiterpauschale profitieren können. Ist Ihr Job begüns­tigt, sparen Sie nicht nur die Steuer, sondern auch Sozial­versicherungs­beiträge. Dadurch kann eine eher nied­rige Brutto­vergütung netto attraktiver sein als erwartet.

Tipp: Sie können eine begüns­tigte Tätig­keit und einen Minijob auch beim selben Arbeit­geber kombinieren. Mehr Informationen finden Sie unter minijob-zentrale.de.

Was gilt, wenn ich zwei begüns­tigte Zusatz­jobs annehme?

Kommt darauf an. Fallen beide Tätig­keiten unter die Übungs­leiterpauschale, sind insgesamt im Jahr trotzdem nur 3 000 Euro steuerfrei.

Mehr Spielraum haben Sie, wenn Sie sich beispiels­weise neben einem Trainerjob auch im Vereins­vorstand engagieren. Erhalten Sie für beides eine Aufwands­entschädigung, können Sie neben der Übungs­leiter- auch die Ehren­amts­pauschale in Höhe von 840 Euro pro Jahr bean­spruchen (siehe rechts). Insgesamt bleiben dann jähr­lich 3 840 Euro steuerfrei.

Muss ich einen Zusatz­verdienst in der Steuererklärung angeben, obwohl er inner­halb der steuerfreien Pauschale liegt?

Ja, Sie müssen den Zusatz­verdienst angeben. Üben Sie die begüns­tigte Tätig­keit als Selbst­ständiger aus, tragen Sie Ihre Einnahmen in Anlage S zur Steuererklärung ein. Sind Sie angestellt beschäftigt, geben Sie Ihren Zusatz­verdienst in Anlage N an.

Ich habe meinen Trainer­schein selbst bezahlt. Kann ich die Ausgaben beim Finanz­amt abrechnen?

Ja, Sie dürfen diese und andere eigene Ausgaben, etwa Fahrt­kosten, geltend machen. Der Bundes­finanzhof hat klar­gestellt, dass das auch möglich ist, wenn Ihr Verdienst inner­halb der Übungs­leiter- oder Ehren­amts­pauschale bleibt (BFH, Az. VIII R 17/16). Bis dahin konnten eigene Ausgaben nur abge­rechnet werden, wenn Einnahmen und Ausgaben ober­halb der Pauschale erzielt wurden.

Wichtig: Ihre Ausgaben für den Trainer­schein waren höher als die Jahres­einnahmen aus dem Trainerjob? Dann erzielen Sie einen steuerlichen Verlust, den das Finanz­amt mit anderen Einkünften verrechnet. Dadurch sinkt Ihre Steuerlast insgesamt. Voraus­setzung ist aber – so der Bundes­finanzhof im genannten Verfahren –, dass Sie mit Ihrer Tätig­keit einen Gewinn erzielen wollen. Einen dauer­haften Verlust wird das Finanz­amt nicht akzeptieren.

Durch Corona hat unser Schwimm­ver­ein viele Mitglieder verloren. Darum verzichte ich derzeit auf mein Trainerhonorar. Kann ich das irgendwie steuerlich geltend machen?

Ja, Sie können entgangenes Honorar als sogenannte Aufwands­spende abrechnen. Der Verein muss Ihnen eine Spenden­bescheinigung über die Summe ausstellen, und Sie geben sie in der Anlage Sonder­ausgaben als Spende an.

Tipp: Achten Sie außerdem darauf, dass Sie in der Steuererklärung nur die Einnahmen eintragen, die Sie tatsäch­lich bekommen ­haben. Über­nehmen Sie nicht einfach aus Gewohn­heit den Wert aus den Vorjahren.

Ehren­amts­pauschale: Das müssen Sie wissen

Nicht bei allen Tätig­keiten greift die Übungs­leiterpauschale. Manche Entschädigungen für Tätig­keiten in Vereinen oder Institutionen fallen unter die Ehren­amts­pauschale. Ab 2021 können ehren­amtlich Tätige bis 840 Euro pauschal steuerfrei im Jahr verdienen (2020: 720 Euro). Dieser Steuerfrei­betrag steht Steuer­pflichtigen zum Beispiel für folgende ­Tätig­keiten zu:

  • Kassierer, Platz­wart, Vorstand, Reinigungs­personal oder Schieds­richter in Vereinen,
  • Fahr­dienste, die Eltern im gemeinnützigen Verein über­nehmen,
  • Betreuer in öffent­lichen Jugend­klubs, Seel­sorger in Kirchen oder als Helfer in Wohl­fahrts­organisationen.

Tipp: Sie können auch die Übungs­leiter- und die Ehren­amts­pauschale in Anspruch nehmen, aber nur für unterschiedliche Aufgaben.

So rechnen Sie in der Steuererklärung ab

Wer mit seinem Engagement Einnahmen ­erzielt, muss diese in der Steuererklärung ­angeben. Angestellte im Ehren­amt geben sie in der Anlage N zur Steuererklärung an, Selbst­ständige in der Anlage S.

Zusatz­verdienst oft steuerfrei

Selbst wenn die Einnahmen ober­halb der Übungs­leiter- oder Ehren­amts­pauschale liegen, bleibt der Zusatz­verdienst häufig steuerfrei. Denn ­Ehren­amtliche können eigene Ausgaben für ihr Engagement entweder als Betriebsaus­gaben oder als Werbungskosten absetzen.

BFH-Grund­satz­urteil

Frei­betrag nicht mehr ausschlag­gebend. Viele Ehren­amtliche können von einem Urteil des Bundes­finanzhofs (BFH) profitieren (Az. VIII R 17/16): Früher war es nur möglich, eigene Ausgaben abzu­rechnen, wenn sowohl die Einnahmen als auch die Aufwendungen über den Pauschalen von 840 Euro oder 3 000 Euro im Jahr lagen (Bis 2020: 720 Euro und 2 400 Euro). Inzwischen können Steuerzahler Ausgaben auch abrechnen, wenn sie unter den Frei­beträgen liegen.

Entscheidend ist die Gewinn­erzielungs­absicht. Ergibt sich aus der Verrechnung von Einnahmen und Ausgaben ein Verlust, sinkt insgesamt die Steuerlast. Dafür müssen sie aber nach­weisen können, so die obersten Finanz­richter, dass sie mit Ihrer Tätig­keit Gewinne erzielen wollen.

Aufwands­spende: Bei unentgeltlicher Arbeit

Wer für seinen ehren­amtlichen Einsatz auf die Vergütung verzichtet, kann den Gegen­wert als sogenannte Aufwands­spende als Sonder­ausgabe steuer­mindernd gelten machen. Dazu müssen aber einige Voraus­setzungen erfüllt sein. Weitere Infos gibt es im Finanztest Spezial Steuern.

Gut versichert im Ehren­amt

Freiwil­lige Helfer oft über die Unfall­kasse abge­sichert

Viele Freiwil­lige sind während ihrer Arbeit gesetzlich unfallversichert, weil sie im Auftrag von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden tätig sind. Das gilt auch für Helfer in Rettungs­organisationen wie der Freiwil­ligen Feuerwehr – ebenso für Freiwil­lige in der freien Wohl­fahrts­pflege. Die Leistungen sind umfassender als die der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Betroffene muss sich zum Beispiel nicht an den Kosten einer Heilbe­hand­lung beteiligen.

Schutz auch für Weiterbildung

Gemeinnützige Organisationen wie Natur­schutz­ver­eine und Förderver­eine können eine freiwil­lige gesetzliche Unfall­versicherung für Vorstand oder Kassenwart abschließen. Der Versicherungs­schutz gilt auch für die Weiterbildung im Ehren­amt sowie auf dem Hin- und Rückweg zu der ehren­amtlichen Arbeit. Doch wer während des Ehren­amts für zu Hause einkauft oder zur Bank geht, ist in dieser Zeit nicht versichert.

Versicherung für Sport­ver­eine

Für ehren­amtliche Helfer in Sport­ver­einen gilt die gesetzliche Unfall­versicherung nicht. Übungs­leiter sind in der Regel über den Verein mit einer privaten Gruppen­unfall­versicherung geschützt. Daneben kann eine gute private Unfallversicherung sinn­voll sein, um die finanziellen Folgen dauer­hafter Gesund­heits­schäden abzu­sichern.

Ist jemand durch den Unfall auf Dauer in seiner körperlichen oder geistigen Leistungs­fähig­keit beein­trächtigt, zahlen die gesetzlichen Unfall­versicherungen erst eine Rente, wenn die Erwerbs­fähig­keit um 20 Prozent gemindert ist. Eine private Unfallversicherung zahlt dagegen oft schon beim kleinsten mess­baren Invaliditäts­grad eine Leistung.

Ehren­amt und private Haft­pflicht­versicherung

Freiwil­lige Helfer sind bei Schäden, die sie selbst verursachen, durch ihre private Haftpflichtversicherung geschützt. Auch eine ehren­amtliche Tätig­keit ist in vielen dieser Tarife versichert. Viele gemeinnützige Vereine treffen weitere Vorsorge über eine private Gruppen­haft­pflicht­versicherung. Sie kommt auch für Sach­schäden auf, die Vereins­mitglieder Dritten bei ihrem Einsatz im Verein zufügen.

Diese Vorteile bietet die Ehren­amts­karte

Ehren­amt, Übungs­leiterpauschale - Das gilt für Steuer, Job, Versicherung
Mit der Ehren­amts­karte ist der Eintritt in staatliche Museen ermäßigt. © StMAS

Eine Würdigung des Ehren­amtes

Ehren­amtliche Arbeit wird gewürdigt. Die meisten Bundes­länder vergeben eine Ehren­amts­karte, die materielle Vergüns­tigungen bringt. Dafür müssen bestimmte Voraus­setzungen erfüllt sein, die sich von Land zu Land unterscheiden. In Bayern beispiels­weise vergeben fast alle Land­kreise und kreisfreien Städte die blaue Karte, die ermäßigten Eintritt für staatliche Samm­lungen und Museen sowie für Frei­zeit­parks ermöglicht und Rabatt bei Einkäufen gewährt. Sie gilt für drei Jahre. Voraus­setzung: Man sollte bereits zwei Jahre lang mindestens fünf Stunden pro Woche freiwil­lig und unentgeltlich im Einsatz gewesen sein. Das Mindest­alter beträgt 16 Jahre.

So beantragen Sie die Ehren­amts­karte

Ehren­amtlich Tätige können die Karte beim Land­rats­amt oder bei ihrer Stadt­verwaltung beantragen. Unbe­grenzt gültig ist die goldene Ehren­amts­karte für freiwil­lige Helfer in Bayern, die mindestens 25 Jahre lang fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr ehren­amtlich tätig waren. Außerdem können Ehren­amtliche einen Nach­weis über ihren Einsatz und über Weiterbildungen bekommen. Er kann bei Bewerbungen oder Vorstellungs­gesprächen wichtig sein. Es gibt unter anderem den Berliner Freiwil­ligenpass, den Hamburger Nach­weis und das Ehren­amts­zertifikat in Thüringen.

Dieses Special wird regel­mäßig aktualisiert. Jüngstes Update: 12. August 2021.

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