Ehrenamt Meldung

Wer ehrenamtlich arbeitet, kann jetzt mehr Steuern sparen.

Freibetrag. Rückwirkend ab 1. Januar wird der Übungsleiterfreibetrag von 1 848 Euro auf 2 100 Euro pro Jahr erhöht. Diesen Betrag können ehrenamtlich tätige Trainer, Betreuer, Ausbilder, Lehrende oder Dozenten steuer- und abgabenfrei hinzuverdienen.

Tipp. Wer zum Beispiel im Minijob auf 400-Euro-Basis für seinen Verein arbeitet, kann jetzt 2 100 Euro Freibetrag einkalkulieren und so 575 Euro monatlich verdienen, ohne Steuern und Sozialabgaben zu zahlen.

Unentgeltlich. Wer sich stattdessen ohne Bezahlung freiwillig bei sozialen Diensten – zum Beispiel Malteser Hilfsdienst, Arbeiterwohlfahrt, Rotes Kreuz – um alte, kranke oder behinderte Menschen kümmert, erhält eine Steuergutschrift von 300 Euro. Dieser Betrag wird direkt von der Steuerschuld abgezogen. Die Arbeit muss aber mindestens 20 Stunden monatlich oder 240 Stunden jährlich dauern.

Schüler. Wer keine Steuern zahlt, geht leer aus. Schüler, Studenten und Rentner mit Ehrenamt, die keine Steuern zahlen, haben von der verbesserten Förderung nichts.

Spenden. Auch die Steuerfreibeträge für Spenden werden erhöht. Bisher konnte der Steuerzahler für Spenden maximal fünf oder zehn Prozent – je nach Spendenzweck – seiner Jahreseinkünfte als Sonderausgaben absetzen. Künftig sind es einheitlich 20 Prozent.

Fahrten. Die Spendenregelung kann für viele Helfer interessant sein. Wer zum Beispiel auf eigene Kosten die Jugendfußballer des Vereins zum Auswärtsspiel fährt, kann dies auch als Spende deklarieren. Stellt der Verein eine Spendenquittung über 30 Cent pro Kilometer aus, erkennt das Finanzamt dies in der Regel an.

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