Das Bundesverfassungsgericht gibt Geschiedenen, die wieder heiraten, mehr Rechte bei der Namenswahl.

Geschiedene dürfen ihren erheirateten Namen zum neuen Ehenamen machen, wenn sie wieder heiraten. Mit diesem Urteil stellt das Bundesverfassungsgericht klar, dass die „identitätsstiftende Wirkung des Namens“ höher einzuschätzen ist als der Schutz von „schönen“ Namen oder Adelsnamen. Folge: Wählen zum Beispiel Herr Müller und Gräfin von Blaublut bei ihrer Heirat „von Blaublut“ als Ehenamen, darf er nach einer Scheidung diesen Namen behalten und ihn auch als Ehenamen wählen, wenn er Frau Meier heiratet – die ihrerseits nach einer Scheidung weiterhin „von Blaublut“ heißen dürfte. Der Bund muss das Namensrecht bis 31. März 2005 an das Urteil anpassen. Auch für Altfälle ist eine Regelung zu finden. Brautpaare haben bei der Wahl des Familiennamens folgende Möglichkeiten:

  • Der Name eines Partners – egal ob von Geburt oder erheiratet – wird Ehename.
  • Der Partner, der den Namen des anderen annimmt, darf seinen bisherigen als Begleitnamen anhängen, also einen Doppelnamen führen.
  • Jeder Partner behält seinen bisherigen Namen. Den Geburtsnamen des Kindes bestimmen beide Eheleute gemeinsam.

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