Ehegatten müssen nicht für alle Schulden ihres Partners einstehen. Zwar sieht das Familienrecht dies in Fällen vor, in denen die Ausgaben dazu dienten, den Lebensbedarf der Familie zu decken. Hohe Telefonrechnungen nach Anrufen bei teuren 0190-Nummern gehören aber nicht dazu.

Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) im Fall eines Mannes, der 0190-Dienste angerufen und die Rechnung über rund 3 000 Euro nicht bezahlt hatte. Die Telefongesellschaft klagte daraufhin gegen die Ehefrau.

Diese muss nun nicht in voller Höhe für das Telefonvergnügen des Gatten herhalten (Az. III ZR 213/03). Zwar meinte der BGH, dass der Telefonvertrag des Mannes sie mitverpflichtet. Doch in solch einem Fall sei die Mithaftung auf das Doppelte der durchschnittlichen Telefonrechnung zu begrenzen.

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