SPD, Linke und Grüne fordern in einem gemeinsamen Bundestagsantrag, Investitionen in Firmen zu verbieten, die Antipersonenminen und Streumunition herstellen. Die Parteien reagieren damit auf eine Untersuchung von Finanztest, die gezeigt hat, dass nur wenige Anbieter von Riester-Verträgen ein Investment in Hersteller solcher Waffen ausdrücklich ausschließen (siehe „Streubomben in Riester-Verträgen“ aus Heft 01/2011). Staatlich zertifizierte und steuerlich geförderte Riester-Produkte dürften nicht die Herstellung und Entwicklung solcher Waffen finanziell unterstützen (Drucksache 17/7339).

Streumunition ist international geächtet. Manche Riester-Sparer finanzieren unwissend die Herstellung geächteter Waffen, obwohl sie dies ablehnen. In einer Leser-Umfrage von Finanztest forderten 76 Prozent der über 3 500 Teilnehmer, ihr Anbieter solle sich von solchen Papieren selbst dann trennen, wenn ihnen damit Gewinn entginge.

Die Ethikbank hat jetzt von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer kontrollieren lassen, dass sie ihre eigenen Anlagegrundsätze einhält. Die Ethikbank schließt Investitionen in Rüstung grundsätzlich aus.

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