So haben wir getestet

Im interna­tionalen Gemein­schafts­test: Neun Ebook-Reader sowie zwei verbreitete Leseapps auf einem oft verkauften Tablet mit ähnlicher Bild­schirm­größe und einem Smartphone. Im Januar 2020 haben wir die Geräte einge­kauft und die Apps herunter­geladen. Die Preise der Geräte ermittelten wir in einer über­regionalen Handels­erhebung im Januar 2020, die der Apps im Google Play Store.

Bild­qualität: 30 %

Drei Experten bewerteten die Bild­qualität bei sehr hellem Umge­bungs­licht (Sonne, 80 000 Lux), mitt­lerem Umge­bungs­licht (Wohn­zimmer, 200 Lux) und bei wenig Umge­bungs­licht (1 Lux) anhand von Sehtests mit Texten, Bildern und Grafiken.

Hand­habung: 40 %

Drei Experten bewerteten, wie gut sich Bücher aus dem vorinstallierten Shop laden und anzeigen lassen. Sie suchten, kauf­ten und bezahlten Bücher mit dem Reader und luden sie auf das Gerät. Sie bewerteten auch, wie komfortabel sich Bücher aus anderen Quellen laden und anzeigen lassen. Sie kauf­ten Ebooks mit und ohne Kopier­schutz und prüften, ob sich Bücher aus einer elektronischen Biblio­thek ausleihen lassen. Zudem untersuchten sie, welche Dateiformate die Ebook-Reader anzeigen können. Wir bewerteten die Gebrauchs­anleitung und Hilfen, die erst­malige Inbetrieb­nahme des Gerätes und weitere Einstel­lungen. Dabei ging es zum Beispiel um die Einstellung der Schrift­größen und Beleuchtung und wie gut sich Nutzer im Menü zurecht­finden. Sie beur­teilten im täglichen Gebrauch, wie reibungs­los sich etwa Bücher laden, löschen und sortieren lassen, wie lange es dauert, ein Buch zu öffnen und in ihm zu blättern. Sie bewerteten, wie leicht sich in den Ebooks Markierungen, Verweise und Kommentare einfügen, über­tragen und nutzen lassen. Auch Wörterbücher und Über­setzungs­funk­tionen probierten sie aus. Außerdem prüften sie, wie komfortabel sich die Geräte im Stehen, Sitzen und Liegen bedienen lassen.

Robustheit und Verarbeitung: 20 %

Die Robustheit der Reader prüften wir mithilfe einer Fall­trommel. Wir untersuchten, welche Beschädigungen nach 6 Stürzen aus 60 Zenti­meter Fall­höhe auf Steinboden auftraten. Zudem bewerteten wir, wie kratz­fest die Displays und wie stabil die Tasten und Buchsen waren. Wir beur­teilten auch die Verarbeitung, etwa ob die Geräte scharfe Kanten oder Grate hatten. Einem Tauchtest unterzogen wir Ebook-Reader, die laut Anbieter nach DIN EN 60 529 als wasser­geschützt zertifiziert sind (mindestens IPX7). Die Dauer des Tauchtests und die Tauchtiefe richteten sich nach der jeweiligen Zertifizierung beziehungs­weise den Angaben des Anbieters. Direkt im Anschluss sowie gegebenenfalls nach 24 Stunden und noch einmal nach 48 Stunden prüften wir, ob die Geräte noch funk­tionierten.

Akku­lauf­zeit: 10 %

Anhand von Strom­messungen ermittelten wir die Nutzungs­dauer mit voll­geladenem Akku bei Betrieb mit Licht in mitt­lerer Einstellung. Dabei wurde folgendes Szenario nachgestellt: Nach einer Minute Lesen im Buch wurde eine Seite weitergeblättert. Nach 2 Stunden wurde das Lesen beendet, das Gerät ging in Standby und schaltete sich danach – wenn möglich – ganz ab. 22 Stunden später startete dieser Prozess von Neuem, so dass inner­halb von 24 Stunden immer 2 Stunden gelesen wurde. War das nicht möglich, simulierte ein Roboter den Lese­vorgang. Bei dieser Simulation verzichteten wir auf die 22 Stunden Ruhe­zustand und ließen den Roboter ununterbrochen jede Minute umblättern – bis der Akku leer war.

Daten­sende­verhalten: 0 %

Wir bewerteten das Daten­sende­verhalten der Android-Apps. Mithilfe einer Software auf einem dazwischen geschalteten Proxy-Rechner haben wir die Daten aus der App bei der Benut­zung vom Tablet beziehungs­weise Smartphone ausgelesen, analysiert und falls notwendig entschlüsselt („Man-in-the-Middle Szenario“). Als kritisch stuften wir Apps ein, die Daten über­trugen, die für ihre Funk­tion nicht notwendig sind – zum Beispiel die Geräte-ID.

Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Folgende Abwertungen setzten wir ein: War das Urteil für die Anzeige bei sehr hellem Umge­bungs­licht ausreichend oder mangelhaft, konnte die Bild­qualität nur eine Note besser sein. War das Urteil für das Laden und Anzeigen von Büchern aus anderen Quellen ausreichend oder das Urteil für Gebrauchs­anleitung und Hilfen mangelhaft, werteten wir die Hand­habung um eine halbe Note ab.

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