eBook-Reader im Test

So testet die Stiftung Warentest

68

eBook-Reader im Test Testergebnisse für 21 eBook-Reader

eBook-Reader im Test

eBook-Reader prüft die Stiftung Warentest gemein­sam mit anderen Verbraucher­organisationen. Die Geräte werden anonym im Handel gekauft.

2020 wurden zudem verbreitete Leseapps auf einem oft verkauften Tablet mit ähnlicher Bild­schirm­größe und auf einem Smartphone getestet.

Preise

Der Produktfinder zeigt Onlinepreise ohne Versand­kosten. Die Preise ermittelt der Online­dienst idealo.de.

In der Einzel­produkt­ansicht zeigen wir zudem Laden­preise an, die wir in regel­mäßigen Abständen in einer über­regionalen Handels­erhebung ermitteln. Der Stand der jeweiligen Preis­angabe wird für jedes Produkt ange­zeigt.

Bild­qualität: 30 %

Drei Experten bewerten die Bild­qualität bei sehr hellem Umge­bungs­licht (Sonne, 80 000 Lux), mitt­lerem Umge­bungs­licht (Wohn­zimmer, 200 Lux) und bei wenig Umge­bungs­licht (1 Lux) anhand von Sehtests mit Texten, Bildern und Grafiken.

Hand­habung: 40 %

Drei Experten bewerten, wie gut sich Bücher aus dem vorinstallierten Shop laden und anzeigen lassen. Sie suchen und kaufen Bücher mit dem eBook-Reader und laden sie auf das jeweilige Gerät. Sie bewerten auch, wie komfortabel sich Bücher aus anderen Quellen laden und anzeigen lassen. Sie kaufen eBooks mit und ohne Kopier­schutz und prüfen, ob sich Bücher aus einer elektronischen Biblio­thek ausleihen lassen. Zudem unter­suchen sie, welche Dateiformate die eBook-Reader anzeigen können.

Die drei Experten bewerten die Gebrauchs­anleitung und Hilfen, die erst­malige Inbetrieb­nahme des Gerätes und weitere Einstel­lungen. Dabei geht es zum Beispiel um die Einstellung der Schrift­größen und Beleuchtung und wie gut sich Nutzer im Menü zurecht­finden. Sie beur­teilen im täglichen Gebrauch, wie reibungs­los sich etwa Bücher löschen und sortieren lassen, wie lange es dauert, ein Buch zu öffnen und in ihm zu blättern. Sie bewerten, wie leicht sich in den eBooks Lesezeichen, Markierungen und Kommentare einfügen, über­tragen und nutzen lassen. Auch Wörterbücher und Über­setzungs­funk­tionen probieren sie aus. Außerdem prüfen sie, wie komfortabel sich die Geräte im Stehen, Sitzen und Liegen bedienen lassen.

Robustheit und Verarbeitung: 20 %

Die Robustheit der Reader prüfen wir mithilfe einer Fall­trommel. Wir unter­suchen, welche Beschädigungen nach sechs Stürzen aus 60 Zenti­meter Fall­höhe auf Steinboden auftreten. Wir bewerten zudem, wie kratz­fest die Displays und wie stabil die Tasten und Buchsen waren. eBook-Reader, die laut Anbieter nach Din EN 60 529 als wasser­geschützt zertifiziert sind (mindestens IPX7), unterziehen wir einem Tauchtest. Die Dauer des Tauchtests und die Tauchtiefe richten sich nach der jeweiligen Zertifizierung beziehungs­weise nach den Angaben des Anbieters. Direkt im Anschluss sowie gegebenenfalls nach 24 Stunden und noch einmal nach 48 Stunden prüfen wir, ob die Geräte noch funk­tionieren.

Akku­lauf­zeit: 10 %

Anhand von Strom­messungen ermitteln wir die Nutzungs­dauer mit voll­geladenem Akku bei Betrieb mit Bild­schirmbe­leuchtung in mitt­lerer Einstellung. Dabei wird folgendes Szenario nachgestellt: Nach einer Minute Lesen im Buch wird eine Seite weitergeblättert. Nach 2 Stunden wird das Lesen beendet, das Gerät geht in Stand-by und schaltet sich danach – wenn möglich – ganz ab. 22 Stunden später startete dieser Prozess von Neuem, so dass inner­halb von 24 Stunden immer 2 Stunden gelesen wird.

Falls die Strom­messung nicht möglich ist, simuliert ein Roboter den üblichen Lese­vorgang. Bei dieser Simulation verzichten wir auf die 22 Stunden Ruhe­zustand und lassen den Roboter ununterbrochen jede Minute umblättern – bis der Akku leer ist.

eBook-Reader im Test Testergebnisse für 21 eBook-Reader

Daten­sende­verhalten: 0 %

Wir bewerten das Daten­sende­verhalten der Android-Apps. Mithilfe einer Software auf einem dazwischen geschalteten Proxy-Rechner lesen wir die Daten aus der App bei der Benut­zung vom Tablet beziehungs­weise Smartphone aus, analysieren und entschlüsseln sie, falls notwendig („Man-in-the-Middle-Szenario“). Als kritisch stufen wir Apps ein, die Daten über­tragen, die für ihre Funk­tion nicht notwendig sind – zum Beispiel die Geräte-ID.

Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet.

Folgende Abwertungen setzen wir ein: Ab der Note ausreichend für die Anzeige bei sehr hellem Umge­bungs­licht kann die Bild­qualität nur eine Note besser sein. Ist das Urteil für das Laden und Anzeigen von Büchern aus anderen Quellen ausreichend oder das Urteil für Gebrauchs­anleitung und Hilfen mangelhaft, werten wir die Hand­habung um eine halbe Note ab. Ab der Note ausreichend für die Robustheit und Verarbeitung werten wir das test-Qualitäts­urteil um eine halbe Note ab.

eBook-Reader im Test Testergebnisse für 21 eBook-Reader

68

Mehr zum Thema

  • Ebook-Reader Pocketbook Color Okay für Comics und Mangas

    - Ebook-Reader mit Farb­display sind eine Seltenheit. Pocketbooks neues Lesegerät „Color“ zeigt elektronische Bücher in Farbe – Leser sollten aber nicht zu viel erwarten.

  • Einheitliche Lade­buchse Alle Smartphones ab 2024 mit USB-C

    - Mit dem einheitlichen Anschluss will die EU Elektroschrott vermeiden. Ein Blick in unsere Test-Daten­bank zeigt: 95 Prozent der geprüften Smartphones haben bereits USB-C.

  • Digitale Biblio­theken Biblio­theken bieten kostenlose Online-Ausleihe

    - Biblio­theken bieten vieler­orts kostenlosen Zugriff auf ihre E-Books, E-Audios, E-Magazines und viele andere interes­sante „Onleihe“-Angebote.

68 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

CaioDuilio am 08.09.2022 um 21:51 Uhr
Wörterbücher

Die Verfügbarkeit von hochwertigen zweisprachigen Wörterbüchern fehlt mir bei dem Test der Ebook-Reader. Ich möchte darum bitten, das beim nächsten Test zu berücksichtigen. Mein Pocketbook treibt mich hier in den Wahnsinn.

Profilbild Stiftung_Warentest am 19.07.2022 um 10:38 Uhr
Weitere neue Testergebnisse?

@frcs.sar: Neuer Testergebnisse werden wir mit der nächsten Testveröffentlichung präsentieren. Nachtests von einzelnen Modellen sind nicht möglich, schon wegen der gebotenen Gleichbehandlung aller Testkandidaten. Erst wenn eine neue Auswahl zusammengestellt werden konnte, geht die in den nächsten Test.

frcs.sar am 19.07.2022 um 03:51 Uhr
Neues PocketBook Era mit E-Ink Carta 1200

Hallo,Test-Team, wird es einen Test des gerade erschienenen, lieferbaren (19.Juli) PocketBook Era mit 16 (199 €) bzw. 64 GB (239 €) geben?
Mich interessiert besonders eine besonders hohe Schriftqualität, auch im Kontrast, und ob und wie gut Text-to-Speech funktioniert.
Kindle und Tolino hat leider kein Text-to-Speech auf dem eReader.
Kindle-/Tolino Ebooks mit Text-to-Speech auf dem iPad ist okay, aber ein 2. Gerät.
Angaben bei PocketBook:
„Reflexionsfreier 7 Zoll (17,8 cm) großer E-Ink Carta™ 1200 Touchscreen mit 300 dpi und SMARTlight zur Regulierung von Lichtfarbe und Helligkeit
Verbesserter Kratzschutz sowie Wasserschutz gemäß IPX8 für entspannten Lesegenuss auch im Badezimmer oder am Pool
Integrierter Lautsprecher sowie Bluetooth-Schnittstelle zur Kopplung von kabell. Kopfhörern o. einem Bluetooth-Lautsprecher……
Seitliche Steuertasten und freie Tastenkonfiguration zur komfortablen Bedienung für Links- und Rechtshänder sowie Lagesensor für bequemes Lesen im Querformat“

Mcki am 27.06.2022 um 16:34 Uhr
Die imho interessantesten Geräte fehlen mal wieder

Zum einen finde ich die Zusammenstellung der eReader nicht gut gewählt - wer noch überhaupt keinen Reader hatte, wird hiermit nur denkbar schlecht vergleichen können.
Was mich jedoch richtig ärgert: die äußerst interessanten eInk-Tablets, z.B. des Herstellers Onyx, fehlen auch wieder in diesem Test. Warum eigentlich?
Zufâllige Interessenten finden im deutschsprachigen Raum nur über Umwege Infos.
Aber gerade diese Geräte bieten eine praktisch unendliche Lesefreiheit - wie eben mit Smartphone/Tablet.
Aber mit dem Komfort des eInk-Displays und einer top Performance - auf welchem Reader könnte man wohl sogar Videos schauen, Surfen, Chatten,...?
Keine Shopbindung, keine Bindung an bestimmte Formate, ob Kindle, Onleihe, Skoobe, jede Leseanwendung,...- seit über 1 Jahr bin ich m. meinem Boox Poke 3 bei Nutzung v. sogar 3 Onleihen super zufrieden.
Ein bisschen mehr Einarbeitung, ok, aber dafür unfassbar viele Einstellungs-/Personalisierungsmöglichkeiten und endlich glücklich lesen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 09.06.2022 um 13:07 Uhr
Bildqualität Pocketbook Inkpad Color vs Paperwhite

@frcs.sar: Wir testen die Bildqualität der eBook-Reader bei sehr hellem Umgebungs¬licht (Sonne, 80 000 Lux), mittlerem Umgebungslicht (Wohnzimmer, 200 Lux) und bei wenig Umgebungslicht (1 Lux). Dabei prüfen wir unter anderem, wie kontrastreich die Darstellung ist, wie gleichmäßig der Bildschirm ausgeleuchtet ist und wie gut die Ablesbarkeit allgemein ist. Hier schnitt der Tolino Vision 6 etwas besser ab als der Amazon Kindle Paperwhite 2021.
Das Zitat in Ihrem zweiten Kommentar stammt aus einem Schnelltest des Pocketbook Color. Trotz der Namensähnlichkeit handelt es sich dabei um einen anderen eReader als den im aktuellen Test geprüften Pocketbook Inkpad Color. Dieser hat eine bessere Bildqualität als sein Vorgänger.