Anbieter bei Ebay können mit Vertragsstrafen Spaßvögeln Druck machen, die ohne Kaufabsicht mitbieten. Ein Autoverkäufer war vor dem Amtsgericht Bremen erfolgreich. Er hatte angekündigt, dass Spaßbieter bei Nichtabnahme 30 Prozent der gebotenen Summe zahlen müssten.

Ein Ebay-Teilnehmer hatte bei fast 6 000 Euro den Zuschlag bekommen und wollte dann nichts von dem Geschäft wissen. Vor Gericht wehrte er sich und behauptete, sein Bruder habe über sein Ebay-Konto mitgeboten. Das Gericht entschied, dass der Beklagte selbst dann die Vertragsstrafe zahlen müsse. Schließlich sei er dann erwiesenermaßen fahrlässig mit dem Passwort umgegangen (Az. 16 C 168/05).

Tipp: Haben Sie es mit einem Spaßbieter zu tun, sorgen Sie für viel E-Mail-Korrespondenz, in der sich der Käufer in Widersprüche verstricken könnte. Dann können Sie ihn vor Gericht sogar zwingen, die Ware abzunehmen. Haben Sie es mit einem Bieter zu tun, der lediglich sagt „Ich war es nicht“, ziehen Sie vor Gericht wohl den Kürzeren. Richter nehmen in Zweifelsfällen an, dass kein Kauf zustande gekommen ist.

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