Ebay Meldung

Wer bei ebay verkauft, kann nicht sicher sein, dass der Meistbietende die Ware auch abnimmt. Sobald der Ersteigerer behauptet, er habe nicht mitgeboten, vielmehr müsse eine unbekannte Person sich unerlaubt mit seinem Passwort eingeschlichen haben, hat der Verkäufer schlechte Karten. Denn ein Ausspähen des Passworts ist technisch ohne weiteres möglich, zum Beispiel durch Spyware, urteilte das Oberlandesgericht Naumburg (Az. 9 u 145/03). Dadurch, so erklärten die Richter ausdrücklich, sei es zwar für Spaßbieter einfach, sich her­auszureden, wenn sie nach der Auktion den Kauf bereuen. Doch dieses Risiko gehe der Verkäufer bei einer Internet­auktion nun mal ein.

Zuvor hatten auch schon das Landgericht Bonn (Az. 2 O 472/03) und das Oberlandesgericht Köln (Az. 19 U 16/02) ähnlich entschieden. Käufer, die dieses Schlupfloch nutzen, sollten den Missbrauch aber erklären können. So konnte ein Betroffener nachweisen, dass er sich während der Auktion im Ausland befand und sein elfjähriger Sohn heimlich den „Sofort-Kaufen“-Button gedrückt hatte.

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