Ebay-Auktion Meldung

Wer etwas bei Ebay versteigert, hat schlechte Karten, wenn der Höchstbietende später behauptet, dass er gar nicht mitgeboten hat. Die Sicherheit im Internet reiche nicht, um aus Nutzername und Passwort zweifelsfrei die Identität des Bieters zu erschließen, urteilte das Oberlandesgericht Bremen: Hacker könnten beides knacken.

Ein Ebay-Kunde, der angeblich 34 000 Euro für ein Motorrad geboten hatte, verweigerte die Abnahme. Ein Fremder müsse sein Passwort benutzt haben, erklärte er. Damit kam er durch. Dem Verkäufer half auch nicht der geäußerte Verdacht, der Bieter habe seine Zugangsdaten nicht ausreichend gesichert. Dafür fehlten die Beweise. Dass das Urteil für große Unsicherheit bei Internetauktionen sorgen kann, sah auch das Gericht. Doch vor allem Verkäufer hätten die Wahl und könnten auf sichereren Plattformen anbieten, heißt es in dem Urteil (Az. 3 U 1/12).

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