Euro im Ausland

Euro ist nicht gleich Euro. Das gilt nicht nur in Bezug auf die unterschiedlichen Münzrückseiten. Auch die Kaufkraft der Währung unterscheidet sich von Land zu Land zum Teil erheblich. Die Grafik verdeutlicht dies: Der Kaufkraftunterschied beträgt im Maximum mehr als das Doppelte.

Extremes Gefälle

EU im Überblick Special

Extrembeispiel: Am günstigsten ist der Urlaub in Polen. Mit Deutschland verglichen bekommt der Urlauber dort rund ein Drittel mehr: Für einen Euro gibts so viel Waren wie hier für 1,35 Euro. Das andere Extrembeispiel ist Großbritannien. Gerade einmal 77 Cent ist dort der Euro wert – der Einkauf ist für deutsche Urlauber damit mehr als 20 Prozent teurer.

Unterschiede auch im Euroland

Und auch in den Euroländern ist Euro nicht gleich Euro. Auch hier sind die Unterschiede teilweise groß. Im Moment würden Urlauber in Griechenland keine Verluste, aber auch keine Gewinne machen: Für einen Euro erhalten sie dort Waren vom gleichen Wert. In Frankreich sind es dagegen nur Waren im Wert von 87 Cent. Auch dort gibt es also ein Gefälle. Neben Polen ist der Einkauf in Tschechien und Ungarn derzeit am günstigsten. Deutsche Urlauber erhalten hier für einen Euro Waren im Wert von 1,30 beziehungsweise 1,13 Euro.

Hohe Inflation bei den „Neuen“

Was die Grafik nicht zeigt: Spanien ist „Spitzenreiter“ unter den Euroländern bei der jährlichen Inflationsrate: Insgesamt betrug die Teuerung im Mai 2004 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dicht auf den Fersen sind Griechenland mit einem Wert von 3,1 Prozent und Frankreich mit 2,8 Prozent. In Deutschland ist das Leben im gleichen Zeitraum um 2,1 Prozent teurer geworden. Bei den neuen Mitgliedern liegt die Slowakei mit einer Teuerungsrate von 8,2 Prozent vor Ungarn mit 7,8 Prozent und Lettland mit 6,1 Prozent.

Dieser Artikel ist hilfreich. 2192 Nutzer finden das hilfreich.