Sicherheitsmerkmale

Mehr als 311 000 gefälschte Banknoten wurden im zweiten Halbjahr 2003 im Euroraum entdeckt und von den Zentralbanken aus dem Umlauf gezogen – etwa 30 Prozent mehr als noch im ersten Halbjahr. Am beliebtesten: Die 50-Euro-Banknote. Allerdings ist der Umfang nach Angaben der Europäischen Zentralbank geringer als noch zu Zeiten der nationalen Währungen. Grund: Die Euroscheine und -münzen enthalten zahlreiche Sicherheitsmerkmale. test.de sagt, woran Sie echte Scheine und Münzen erkennen:

Euro-Banknoten

  • Durchsichtsregister. Die unregelmäßigen Zeichen auf Vorder- und Rückseite zeigen bei Gegenlicht die vollständige Wertzahl der Banknote.
  • Folienstreifen/-element mit Hologramm. Banknoten mit einem Wert bis zu 20 Euro haben einen silbrigen Streifen. Je nach Betrachtungswinkel erscheint beim Kippen der Banknote das Eurosymbol oder die entsprechende Wertzahl in wechselnden Farben und als Hologramm auf dem Folienstreifen. Im Gegenlicht ist außerdem ein aus Perforationen in der Folie bestehendes Eurosymbol zu erkennen. Bei einem Wert über 20 Euro zeigt sich ein Spezialfolienelement, das je nach Blickwinkel das Architekturmotiv oder die Wertzahl der Banknote als Hologramm erkennen lässt. Auch hier können Sie im Gegenlicht ein perforiertes Eurosymbol erkennen.
  • Mini- und Mikroschrift. Auf jeder Banknote stehen in winzigen Schriftzeichen (0,2 und 0,8 Millimeter groß) die Bezeichnungen EURO und EYPO sowie die Wertangabe in Ziffern.
  • Optisch-variable Farbe. Auf der Rückseite der „großen“ Banknoten (Werte über 20 Euro) befindet sich in der rechten unteren Ecke eine Wertzahl, die ihre Farbe je nach Betrachtungswinkel von purpurrot nach olivgrün oder braun verändert.
  • Perlglanzstreifen. Die „kleinen“ Scheine (bis zu 20 Euro) haben auf der Rückseite einen Perlglanzstreifen. Dieser schimmert beim Kippen der Banknoten gegen eine Lichtquelle hellgelb bis goldgelb. Der Streifen zeigt zudem das Eurosymbol und die Wertzahl der Banknote.
  • Sicherheitsfaden. Im Gegenlicht erscheint der Sicherheitsfaden mit dem Wort „EURO“ und der Wertangabe der Banknote in Minischrift. Er ist vollständig in die Banknote eingewoben.
  • Stichtiefdruck. Verbraucher können auf allen Banknoten die Abkürzungen für die Europäische Zentralbank in den Amtssprachen der EU (insgesamt fünf), den jeweiligen Wert und das Jahr der Erstemission auf den Geldscheinen fühlen.
  • Tastmerkmale für Sehbehinderte. Banknoten mit Werten von 200 und 500 Euro enthalten Striche im verstärkten Stichtiefdruck als Tasthilfe für Sehbehinderte.
  • UV-Fluoreszenzen. Auf der Vorderseite aller Scheine zeigen sich die europäische Flagge und die Unterschrift des EZB-Präsidenten unter UV-Licht grün sowie die Sterne orange. Auf der Rückseite fluoreszieren die Brücke, die Notenwerte und die Europakarte in gelber Farbe. Alle übrigen fluoreszierenden Bildteile sind von Wert zu Wert unterschiedlich.
  • Wasserzeichen. Im Gegenlicht sind auf beiden Seiten des unbedruckten Bereichs das jeweilige Architekturmotiv und der Wert der Banknote zu sehen.

Euro-Münzen

Unter den Münzen sind die 1– und 2-Euro-Münzen besonders fälschungssicher: Sie werden nach einem besonderen Verfahren hergestellt, der so genannten Bimetalltechnik. Zusätzlich ist der Rand der 2-Euro-Münze mit einer Schriftprägung versehen. Wie die Banknoten weisen auch die Münzen maschinenlesbare Sicherheitsmerkmale auf.

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