Am 1. Juli 2005 tritt voraussichtlich die EU-Zinsrichtlinie in Kraft. Dann informieren die EU-Staaten sich gegenseitig über die Zinserträge ihrer Bürger.

Eine Ausnahme gilt für Österreich, Luxemburg und Belgien. Sie führen anonym Steuern auf Zinsen von EU-Ausländern ab: In den ersten drei Jahren 15 Prozent, ab Juli 2008 20 Prozent und ab Juli 2011 35 Prozent. Die Bankkunden können auch freiwillig am Informationsaustausch teilnehmen. Dann müssen sie Zinsen erst in der Steuererklärung versteuern.

Das gilt auch für europäische Anleger in der Schweiz, in Liechtenstein, Monaco, San ­Marino, Andorra und in abhängigen Gebieten der EU-Staaten in der Karibik, auf den Kanalinseln und für die Isle of Man.

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