Kartenzahlungen und Geldüberweisungen ins Ausland werden in der Europäischen Union bald billiger. Bereits ab Juli 2002 dürfen Banken für Geldabhebungen am Automaten und Kartenzahlungen in der EU keine höheren Gebühren als im Inland verlangen. Ab Juli 2003 dürfen sie auch für Überweisungen innerhalb der EU nicht mehr kassieren als für einen Geldtransfer im Inland.

Auf diese Verordnung, die auf einen Vorschlag der EU-Kommission zurückgeht, haben sich die für den Binnenmarkt zuständigen EU-Minister geeinigt. Die Regelungen gelten zunächst für Geldtransfers bis zu 12.500 Euro. 2006 wird die Schwelle auf 50.000 Euro heraufgesetzt.

Bislang kostet eine Überweisung von 100 Euro innerhalb der Eurozone durchschnittlich 17,36 Euro und damit ein Vielfaches der Gebühren für eine Inlandsüberweisung. Jahrelang hatte die EU-Kommission vergeblich an die Kreditwirtschaft appelliert, die hohen Auslandsgebühren zu senken.

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