Ab Juli 2013 gelten für Spielzeug neue chemische Anforderungen, europaweit. Mehr Stoffe sind jetzt geregelt, vor allem solche, die lang­fristig die Gesundheit des Kindes beein­trächtigen können. Die neuen Anforderungen reichen aber nicht aus. Beispiel: Die Spiel­zeug­richt­linie erlaubt künftig höhere Grenz­werte für fünf Schwer­metalle in Spielzeug. Die Bundes­regierung will die alten, strengeren Grenz­werte beibehalten. Sie hatte deshalb geklagt. Das Gericht der Europäischen Union entschied jetzt: Deutsch­land darf vorläufig die alten Grenz­werte anwenden, unter anderem für Arsen, Queck­silber und Blei. Blei zum Beispiel kann die Intelligenz­entwick­lung von Kindern selbst in sehr nied­riger Dosis negativ beein­flussen. Es sollte gar nicht in Spielzeug enthalten sein. Die Stiftung Warentest untersucht regel­mäßig die Sicherheit von Kinder­spielzeug. Im letzten Test (11/2011) war fast jedes sechste Spielzeug mangelhaft, unter anderem wegen gesund­heits­gefähr­dender Schad­stoffe, aber auch wegen Sicher­heits­mängeln wie verschluck­barer Kleinteile.

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