Versicherungsunternehmen in der Europäischen Union (EU) müssen künftig ihre Kapitalreserven für Katastrophen aufstocken. Der EU-Ministerrat hat Mit­te Februar zwei Richtlinien beschlossen, um Versicherungskunden im Fall von besonderen Ereignissen wie Terroranschlägen besser zu schützen.

Während die Gesellschaften bisher nur von den ersten 10 Millionen Euro an Beitragseinnahmen 18 Prozent als Eigenmittel zurücklegen mussten, sollen sie künftig von den ersten 50 Millionen Euro 18 Prozent reservieren. Bei über 50 Millionen Euro reichen 16 Prozent an Eigenmitteln aus. Zudem müssen Unternehmen künftig mindestens ein Gründungskapital von 3 Millionen Euro vorweisen. Bisher reichen 200 000 Euro bis 1,4 Millionen Euro aus.

Die meisten deutschen Versicherer erfüllen diese Anforderungen bereits jetzt, erklärte Hans-Jürgen Säglitz vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft

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