EU-Osterweiterung Meldung

Gesetzlich Krankenversicherte können jetzt auch einen Kassenzuschuss bekommen, wenn sie sich Kronen, Brücken oder Gebisse in einem der neuen EU-Länder machen lassen. Aufgrund der niedrigen Löhne beispielsweise in Polen, Ungarn oder Tschechien ist Zahnersatz dort günstiger als in Deutschland.

Damit Ihre Kasse sich an den Kosten beteiligt, müssen Sie Folgendes tun:

Sie gehen in Deutschland zum Zahnarzt und lassen sich von ihm einen Heil- und Kostenplan anfertigen. Das muss der Zahnarzt kostenlos tun.

Dann lassen Sie sich von dem Zahnarzt im Ausland ein Gegenangebot machen. Das können Sie bei vielen Zahnärzten in Grenznähe per Fax oder Mail und in deutscher Sprache tun.

Den Heil- und Kostenplan des deutschen Zahnarztes und das Gegenangebot des ausländischen Zahnarztes legen Sie Ihrer Krankenkasse zur Genehmigung vor. Dann sehen Sie, an welchen Kosten sich die Kasse beteiligt. Sie zahlt 50, 60 oder 65 Prozent der erstattungsfähigen Kosten, je nachdem, wie oft Sie in den letzten Jahren zur Kontrolle beim Zahnarzt waren.

Wenn die Behandlung erfolgt ist, reichen Sie die Rechnungen bei Ihrer Kasse ein. Diese übernimmt dann die Kosten für alles, was Sie bei einem deutschen Zahnarzt auch bezahlt hätte. Abgezogen werden vom Erstattungsbetrag die gesetzlichen Zuzahlungen, die Praxisgebühr und ein Abschlag für die höheren Verwaltungskosten.

Tipp: Bedenken Sie, dass Sie spätere Probleme, zum Beispiel bei Mängeln am Zahnersatz, mit dem ausländischen Zahnarzt nach dortigem Recht klären müssen. Um Mängel zu beheben, kann es erforderlich sein, dass Sie zu weiteren Terminen anreisen. Wirklich lohnend ist der ausländische Zahnersatz deshalb vor allem, wenn Sie in Grenznähe wohnen.

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