EU-Energielabel Meldung

Ab 1.1.2011 ändern sich die europäischen Energielabel. Betroffen sind Waschmaschinen, Geschirrspüler und Kühlgeräte. Neu: Erstmalig fallen auch Fernsehgeräte unter die Kennzeichnungspflicht. Anbieter können die neuen Label bereits ab Januar nutzen. Ein Jahr später sind sie Pflicht. test.de erklärt, was neu ist.

Label auch für Fernseher

EU-Energielabel Meldung

Das gab es bisher noch nicht: Fernsehgeräte mit dem EU-Energielabel. Zu Recht, denn viele Geräte benötigen während des TV-Konsums eine Menge Energie. Im neuen Label steht dafür die Angabe Leistungsaufnahme im Betriebszustand in Watt. Auch der jährliche Energieverbrauch in Kilowattstunden findet seinen Platz. Stromverbrauchswerte für Standby oder Aus fließen jedoch nicht in diesen Wert ein. Für die Energieeffizienzklassen ist zunächst nur die Einteilung von A bis G vorgesehen. Bis 2020 erweitert sich die Skala schrittweise bis zur Stufe A+++.

Neue Energieklasse für Kühlgeräte

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Prädikat besonders sparsam: Dafür stand bisher die Kennzeichnung A++ bei Kühlgeräten. Mehr ging nicht. Doch mittlerweile fällt bereits ein Großteil der verkauften Geräte in diese Kategorie. Um die Top-Sparer noch besser hervorzuheben, kommt eine höhere Energieklasse hinzu: A+++. Geräte mit einem A+ spielen dann nur noch in der dritten Liga. Doch es kommt noch dicker: Ab 1.7.2012 dürfen A-Geräte nicht mehr in den Handel gelangen. Zusätzlich gibt es neue Symbole. So steht die Milchtüte für das Kühlvolumen und die Schneeflocke für das Gefriervolumen. Unverändert bleibt die Angabe des jährlichen Energieverbrauchs.

Jahresstromverbrauch für Geschirrspüler

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Bisher bekamen die besten Geschirrspüler dreimal ein „A“. Es stand jeweils für den Energieverbrauch, das Reinigen und das Trocknen. Künftig müssen alle Spüler bei der Reinigung ein „A“ haben, sonst dürfen sie nicht mehr in den Handel. Neu: Die Energieeffizienzklassen erweitern sich bis zur Klasse A+++ und anstelle des Energieverbrauchs pro Spülgang tritt der jährliche Energieverbrauch. Dieser beinhaltet 280 Standard-Spülzyklen im Labelprogramm und den Standby-Verbrauch.

Lärmpegel für Waschmaschinen

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Auch Lärm kann eine Belastung sein – besonders bei Waschmaschinen. Deswegen finden sich demnächst auch diese Angaben auf dem Label. Ausgezeichnet wird der Lärmpegel beim Waschen und Schleudern. Ähnlich wie bei den Geschirrspülern tritt anstelle des Energieverbrauchs pro Waschgang der jährliche Energieverbrauch. Die Angabe der Reinigungswirkung verschwindet, da alle Geräte mindestens die Klasse A erfüllen müssen. Auch bei den Waschmaschinen erweitert sich die Skala der Energieklassen bis zum A+++.

Allgemeine Kennzeichnungspflicht

Die Energielabel müssen deutlich sichtbar außen auf den Geräten angebracht sein. Es reicht nicht, das Label der Gebrauchsanleitung beizulegen. Ähnliches gilt für den Onlinehandel und Prospekte. Ohne Information zur Energieeffizienzklasse dürfen Händler die Produkte zukünftig nicht mehr bewerben oder anbieten, allerdings gelten Übergangsvorschriften. An allen Stellen, an denen der Preis oder technische Informationen zu dem Produkt erscheinen, muss auch die Energieeffizienzklasse angegeben sein.

Vorsicht vor Altgeräten

Wegen des Verkaufsverbotes von Kühlgeräten der Klasse A ab Juli 2012 ist damit zu rechnen, dass im kommenden Jahr verstärkt diese Geräte in den Handel gelangen. Wer auf Schnäppchenjagd geht, sollte sich immer sehr sorgfältig über den Energieverbrauch informieren. Billige aber wenig effiziente Geräte können Verbraucher im Laufe ihres Lebens teuer zu stehen kommen. Nicht empfehlenswert: Altgeräte für Haushalte, in denen viele Personen leben und häufig gewaschen, gespült und mit großem Volumen gekühlt wird. In diesen Haushalten rechnen sich Geräte mit bester Effizienzklasse viel schneller. Den Energieverbrauch und die Energiekosten von knapp 1 000 getesteten Haushaltsgeräten bietet die Klimaschutzinitiative auf www.test.de/spargeraete.

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