EU-Agrarreform Meldung

Ab 2015 muss jeder Bauer mindestens fünf Prozent seiner Ackerfläche stärker der Natur über­lassen, wenn er die volle EU-Beihilfe erhalten möchte. Pestizide und mineralischer Dünger sind auf diesen Flächen künftig tabu. Je nach Betriebs­größe muss er außerdem mindestens zwei Frucht­arten anbauen. Bisher spielte es für die Auszahlung der Beihilfe keine Rolle, wie der Bauer anbaut. Grund für den Richtungs­wechsel: Den teil­weise aus Steuergeldern subventionierten Bauern wird vorgeworfen, die Umwelt zu belasten und nicht in Nach­haltig­keit zu investieren. Der Bund Ökologische Lebens­mittel­wirt­schaft begrüßt die neuen Anforderungen. Auch der Deutsche Bauern­verband bewertet die Reform grund­sätzlich positiv: „Der gefundene Kompromiss ist flexibel. Jetzt können die Bauern bestimmte Umwelt­maßnahmen auswählen, zum Beispiel Zwischenfrüchte anbauen.“ Das Wachs­tum ökologisch bewirt­schafteter Flächen lag hier­zulande 2012 nur bei 1,8 Prozent.

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