ETF-Sparplan Test

Sparen ist gut, aber bitte nicht auf die klassische Art, zum Beispiel auf einem zins­losen Spar­buch – zumindest nicht in Zeiten von Mickerzinsen. Wer statt­dessen Monat für Monat einen kleinen Betrag in den breiten Aktienmarkt anlegt, hat beste Aussichten auf eine gute Rendite. Die Finanz­experten der Stiftung Warentest sagen, wie es funk­tioniert und welche Banken die preis­wertesten ETF-Sparpläne anbieten. Im Test: 23 ETF-Sparpläne von Onvista, Post­bank, Ebase & Co.

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TestETF-Sparplan23.02.2019
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Beim Sparen auf den Aktienmarkt setzen

Selbst mit den aktuell am höchsten verzinsten Bank­sparplänen kommen sicher­heits­orientierte Anleger nach zehn Jahren bestenfalls auf eine Rendite von etwa 1,8 Prozent pro Jahr. Reich wird man davon nicht. Viel aussichts­reicher ist es, beim Sparen nicht auf Zins­anlagen, sondern auf den Aktienmarkt zu setzen. Schon mit kleinen monatlichen Beträgen von 25 oder 50 Euro können Anleger in die bekann­testen Börsengesell­schaften der Welt investieren. Das lohnt sich, wie unsere Berechnungen zeigen: Für lange Anlage­zeiträume in den globalen Aktienmarkt lag die durch­schnitt­liche Rendite meist über 6 Prozent pro Jahr.

Das bietet der Test ETF-Sparpläne

Angebote im Vergleich. Wir haben 23 ETF-Sparpläne bei Direkt­banken, bundes­weiten Filial­banken und Fonds­banken untersucht, darunter Angebote von DKB, Netbank und Flatex.

Spar-Tipps. Wir nennen sparplan­fähige ETF ohne Ausführungs­kosten. Und wir zeigen, wie viel ETF-Sparer außer­halb von Sonder­aktionen für die Ausführung von ETF-Sparplänen zahlen müssen. So können Sie ausrechnen, wo Sie am meisten Kosten sparen können.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus Finanztest 3/2019.

Alternative VL. ETF-Sparpläne können Sie sich auch vom Arbeit­geber mitfinanzieren lassen. Wie das funk­tioniert, steht in unserem Test Vermögenswirksamen Leistungen. Untersucht haben wir auch VL-fähige Bank­sparpläne und Bauspar­verträge.

Auf Börsenindizes setzen

Was sind über­haupt ETF-Sparpläne? Bei ETF handelt es sich um börsen­gehandelte Indexfonds, in Eng­lisch Exchange Traded Funds. Anleger können sich damit an der Entwick­lung von Unternehmen in Börsenindizes beteiligen, zum Beispiel an allen Firmen, die im Dax dabei sind. Ein Fonds­manager ist nicht nötig. Für ETF-Sparpläne empfehlen wir zwar andere Indizes, aber die funk­tionieren im Prinzip genauso. Beim ETF-Sparen wählt man eine Rate, die in Anteile des gewählten Indexfonds fließt. Mit jedem Monat erhöhen Anleger die Anzahl ihrer Fonds­anteile und je nach aktuellem ETF-Kurs hoffentlich auch die angelegte Summe.

Sparen mit ETF: Vermögens­aufbau in Raten

Unser Video zeigt, wie ETF-Sparpläne funk­tionieren.

Ausdauer macht sich bezahlt

Der einzige Nachteil von ETF liegt in den unver­meidlichen Kurs­schwankungen. Wer unbe­dingt einen verläss­lichen und vorher kalkulier­baren Wert­zuwachs haben will, sollte nicht in ETF investieren. Aktien­anlagen haben jede Menge Vorzüge, aber eins können sie nicht bieten: Sicherheit. In der Vergangenheit sind Anleger für das einge­gangene Risiko fast immer gut entlohnt worden, wenn sie geduldig genug waren, um zwischen­zeitliche Kurs­einbrüche auszusitzen. Wer dafür nicht die Nerven hat oder kurz- bis mittel­fristig auf sein Geld angewiesen ist, sollte von allem, was mit Aktien zu tun hat, die Finger lassen. Für alle anderen sind ETF-Sparpläne ein idealer Weg, dem trostlosen Zinsall­tag zu entkommen.

Fünf Vorteile des ETF-Sparens

Preis­wert. ETF haben sehr geringe laufende Kosten. Für diese Indexfonds gibt es keinen Ausgabe­aufschlag, die Kauf­kosten sind vor allem bei Direkt­banken ohne Filialen meist nied­rig.

Flexibel. Keine Vertrags­bindung, ETF-Sparpläne lassen sich jeder­zeit kündigen oder aussetzen, die Ratenhöhe kann verändert werden. In der Regel sind auch ergänzende Einmalzah­lungen möglich.

Unkompliziert. Einfache Funk­tions­weise ohne Klein­gedrucktes. Jeder ETF folgt stur einem Börsen­index. Jenseits von Börsenturbulenzen drohen Anlegern keine unangenehmen Über­raschungen, zum Beispiel durch Fehl­entscheidungen eines Fonds­managements.

Vielseitig. Riesige Auswahl an Indizes für unterschiedliche Ziel­gruppen. Anleger können zahlreiche Aktien- und andere Indizes besparen – von breiten globalen Indizes bis zu sehr speziellen Länder-, Branchen- oder Strategieindizes.

Abge­sichert. Fonds­anteile sind Sonder­vermögen und vor einer Pleite der Bank und Fonds­gesell­schaft geschützt. ETF-Sparer müssen zwar Kurs­schwankungen hinnehmen, aber nicht befürchten, dass ihre Fonds­anteile einer Bankenpleite zum Opfer fallen.

Mit oder ohne Zuschuss

Der Abschluss eines ETF-Sparplans ist denk­bar einfach. Der Anleger wendet sich an seine Bank oder eröffnet woanders ein Depot­konto, zum Beispiel bei einer preis­werten Direkt­bank, also einer Internet­bank ohne Filialen. In einem bestehenden Onlinedepot ist ein Sparplan mit wenigen Klicks eröffnet. Arbeitnehmer können einen ETF-Sparplan auch im Rahmen der vermögens­wirk­samen Leistungen (VL) abschließen. Dann steuert der Arbeit­geber etwas bei. Je größer sein Beitrag ausfällt, desto attraktiver für den Sparer. Vor allem für junge Leute ist das eine gute Möglich­keit, ihre „Börsentauglich­keit“ mit gepuffertem Risiko auszupro­bieren. Gering­verdiener mit einem zu versteuernden Jahres­einkommen von weniger als 20 000 Euro können zudem einen Zuschuss vom Staat erhalten.

Tipp: Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Test Vermögenswirksame Leistungen.

Nutzer­kommentare, die vor dem 19. Februar 2019 gepostet wurden, beziehen sich auf eine ältere Unter­suchung zum selben Thema.

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