ETF Special

Börsen­gehandelte Fonds (eng­lisch: Exchange Traded Funds, ETF) sind der ideale Weg für die Wert­papier­anlage. Die meisten dieser Fonds sind Indexfonds. Ihr typisches Merkmal: Anders als deutlich teurere gemanagte Fonds zeichnen sie die Entwick­lung von Börsenindizes wie des Dax nach. Mit ETF können Anleger einfach und günstig gleich­zeitig in viele verschiedene Aktien oder Anleihen welt­weit investieren. Ein ETF-Sparplan ist gerade für junge Anleger optimal. Hier lesen Sie alles, was Sie über die Anlage in ETF wissen müssen. Und: Wir stellen Ihnen ETF auf den MSCI World, Dax, Euro Stoxx 50, Dow Jones und Co. vor – und nennen sinn­volle Alternativen.

Das Wichtigste in Kürze

Indexfonds (ETF) – darum gehts

Preis­wert. ETF sind eine sehr preis­werte Geld­anlage. Je geringer die Kosten einer Geld­anlage, desto besser kann am Ende die Rendite sein.

Flexibel. ETF werden an der Börse gehandelt und lassen sich jeder­zeit kaufen oder verkaufen.

Bequem. ETF zeichnen nur die Entwick­lung eines Indexes nach. Anleger müssen sich keine Sorgen machen, ob ihr Fonds­manager sein Hand­werk versteht oder ob sie in schlecht laufenden Phasen umschichten müssen.

Risiko­streuung. Mit welt­weit anlegenden ETF können Sparer ihr Geld gleich­zeitig auf über 1 600 Unternehmen aus über 20 Ländern verteilen. Risiko­streuung ist ein wichtiges Kriterium bei der Geld­anlage. Mit ETF geht das einfach und billig.

Auswahl. Wie viel Rendite welt­weit anlegende ETF zuletzt gebracht haben und wie groß die Risiken waren, zeigt der Produktfinder Fonds und ETF mit 18 000 Fonds und ETF. Anleger finden dort nicht nur welt­weit anlegende ETF, sondern zum Beispiel auch ETF auf den deutschen Aktien­index Dax oder aus anderen Märkten.

Kauf. Der ETF-Kauf ist einfach. Alle Informationen dazu finden Sie in diesem Special.

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ETF – so funk­tionieren Indexfonds

ETF bedeutet Exchange Traded Funds, auf Deutsch: börsen­gehandelte Fonds. ETF gibt es sowohl als Aktienfonds, Rentenfonds, Rohstoff­fonds oder Misch­fonds. Ein Fonds sammelt Geld der Anleger und legt es in verschiedene Werte an. ETF lassen sich jeder­zeit an der Börse kaufen und verkaufen. Wer sich für einen Einstieg entscheidet, kann das sofort tun und muss dafür keine komplizierten Wege gehen. Die meisten ETF sind Indexfonds, deswegen verwenden wir diese Begriffe im Folgenden gleichbedeutend. Diese ETF bilden die Entwick­lung von Börsenindizes wie des Dax nach. Börsenindizes wie der Dax geben die Wert­entwick­lung eines ganzen Marktes an. Wenn zum Beispiel der Dax um 1 Prozent nach oben geht, legt der Wert eines Dax-ETF in etwa ebenso viel zu. Verliert der Dax an Wert, hat der Anleger ein entsprechend großes Minus.

Aktives Fonds­management oder ETF?

Die meisten Anleger setzen nach wie vor auf aktiv gemanagte Fonds, bei denen ein Fonds­manager dafür bezahlt wird, Aktien für den Fonds auszuwählen. Auf lange Sicht liegen die Anleger mit ETF jedoch meist besser: Kaum einem Fonds­manager gelingt es, dauer­haft seinen Vergleichs­index zu über­treffen. Durch ihre einfache Struktur werden ETF deutlich güns­tiger angeboten als aktiv gemanagte Fonds. Für globale Aktien-ETF zahlen Anleger nur etwa 0,3 bis 0,5 Prozent pro Jahr. Für herkömm­liche Investmentfonds ist meist das Drei- bis Fünf­fache fällig. Je geringer die Kosten einer Geld­anlage sind, desto besser kann am Ende die Rendite sein.

Rendite durch ETF-Anlage

In Zeiten der Minizinsen sollten Sparer, die etwas aus ihrem Geld machen wollen, nicht mehr nur auf Spar­buch und Tages­geld­konto setzen. Auf lange Sicht sind Aktien die aussichtsreichste seriöse Geld­anlage. Durchschnitt­lich brachte der globale Aktienmarkt in den vergangenen drei Jahr­zehnten um die 8 Prozent Wert­zuwachs pro Jahr. Davon wagen Anleger, die ihr Geld vorzugs­weise in sichere Zins­produkte ­ packen, nicht einmal zu träumen. Wer sein Geld statt­dessen in ETF investieren möchte, muss weder Experte sein noch braucht er ­eine lange Vorbereitung. Alles was zukünftige Anleger zum loslegen brauchen, finden sie unter dem Punkt: In fünf Schritten zum ETF.

Schwankungen gibt es immer

Doch ist eine Geld­anlage mit ETF nicht ohne Risiko. Es gibt einen Haken, den jeder ETF-Einsteiger kennen muss: Der Wert eines ETF verändert sich permanent mit den Wert­schwankungen der Aktienmärkte. Die Rendite der ETF-Anlagen ist die Belohnung für das Risiko, das der Anleger trägt. Bei ­einem Verkauf der Fonds­anteile zu einem ­ungüns­tigen Zeit­punkt sind hohe Verluste möglich. Während Einlagen bei Tages- oder Fest­geld bei Bank mit guter Einlagensicherung nicht verloren gehen können, ist der Erhalt des angelegten Geldes bei Fonds nicht garan­tiert (zum Vergleich von Tagesgeldkonten und Festgeldkonten). Anleger sollten sich daher genau über­legen, welche Summe sie lang­fristig entbehren können. Dann können sie notfalls einen zwischen­zeitlichen Börsencrash aussitzen und auf höhere Kurse warten.

So viel Zeit hat nicht jeder. Daher sind Aktien­anlagen auch nicht in jedem Fall das Richtige. Wer etwa einen Immobilien­erwerb zu einem bestimmten Zeit­punkt fest einge­plant hat, sollte das dafür vorgesehene Geld sicher anlegen. Sonst könnte ein Kurs­rutsch am Aktienmarkt die ganze Lebens­planung durch­einander­bringen.

Sicherheit von ETF

ETF sind seit dem Jahr 2000 in Deutsch­land erhältlich. Alle ETF sind Investmentfonds und unterliegen den gleichen – strengen – recht­lichen Vorgaben. Das ist ein wichtiger Grund, warum unsere Finanztest-Experten ETF empfehlen können. Anleger müssen sich keine Sorgen darüber machen, ob die für den Fonds verantwort­liche Gesell­schaft oder die Bank, die den Fonds verwahrt, irgend­wann einmal insolvent werden könnte. An das Fonds­vermögen kommen die Gläubiger dann nicht heran, denn es gehört unwiderruflich den Anlegern.

ETF-Portfolio aufbauen

ETF eignen sich super um damit ein Portfolio für die lang­fristige Geld­anlage aufzubauen. Finanztest hat dafür das Pantoffel-Portfolio entwickelt. Das Pantoffel-Portfolio heißt so, weil es eine sehr bequeme Geld­anlage ist. Einmal aufgebaut, läuft es fast von allein, nur hin und wieder ist ein wenig Pflege nötig. Es besteht aus zwei Teilen, einem Rendite­baustein und einem Sicher­heits­baustein. Der Rendite­baustein ist ein ETF, auf den Welt­aktien­index MSCI World. Der Sicher­heits­baustein besteht aus einem ETF mit sicheren Anleihen oder einem Tages­geld­konto. Der Anteil des Aktienfonds beträgt je nach Risiko­typ des Anlegers 25, 50 oder 75 Prozent.

Was wäre aus 120 000 Euro geworden, wenn man den Betrag 1997 für 20 Jahre nach der Finanztest-Methode Pantoffel-Portfolio in ETF-Depots investiert hätte? Das zeigt das Special Pantoffel-Portfolio.

Physische oder synthetische Nach­bildung von ETF Fonds

Die Zusammenset­zung mancher ETF kann für Anleger Über­raschungen bergen, die nichts mit dem Index selbst zu tun haben, sondern mit der Konstruktion des ETF. Zwar enthalten die meisten ETF tatsäch­lich einen großen Teil oder gar alle der Aktien aus dem Index (physische Nach­bildung), aber es gibt auch ETF, die anders funk­tionieren. Ihre Zusammenset­zung hat kaum etwas mit dem nach­zubildenden Index zu tun (synthetische Nach­bildung). Diese sogenannten Swap-ETF gehen Tausch­geschäfte (eng­lisch: swaps) ein, um die Index­entwick­lung sicher­zustellen. Auch sie enthalten Aktien, nur eben andere als der Index. In einem Dax-ETF können dann zum Beispiel statt Adidas und Henkel vorwiegend europäische Unternehmen stecken. Zusätzlich sind die Verträge für die Tausch­geschäfte Teil des Fonds­vermögens. Obwohl für Anleger gewöhnungs­bedürf­tig, empfehlen wir auch diese ETF-Variante. Swap-ETF werden ebenso streng kontrolliert wie ETF, die sich aus den Original­aktien zusammensetzen.

Ausschüttungen und Dividenden bei ETF

Unterschiede bei den ETF gibt es auch bei der Verwendung der Dividenden. Es gibt ETF, die Dividenden regel­mäßig an die Anleger ausschütten. Andere ETF legen die Dividenden direkt wieder im Fonds an, sie werden thesaurierende Fonds genannt. In unserem Vergleich Fonds und ETF im Test sind die unterschiedlichen Varianten gekenn­zeichnet. Thesaurierende Fonds haben den Vorteil, dass der Anleger sich nicht darum kümmern muss, die Ausschüttungen selbst wieder anzu­legen.

Steuern beachten

Dividenden, Kurs­gewinne und Zins­erträge müssen bei ETF, wie bei allen anderen Fonds auch, versteuert werden. Für die Versteuerung von Kapital­anlagen gilt in Deutsch­land die Abgeltungs­steuer. Dabei werden pauschal 25 Prozent fällig. Der Solidaritäts­zuschlag und eventuell Kirchen­steuer kommen dazu. Ab 2018 ist die Steuererklärung für ETF-Sparer deutlich einfacher geworden, da die Depot­bank von nun an viele Aufgaben über­nimmt.

Tipp: Alle Informationen zur Besteuerung finden Sie in unserem Special Fondsbesteuerung ab 2018.

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MSCI World, Dax, Euro Stoxx 50, Dow Jones und Co.

Es gibt viele verschiedene Börsenindizes – für einzelne Länder, für Regionen oder auch nur für einzelne Branchen. Nicht alle dieser ETF sind als Basis­anlage geeignet. Viele deutsche Sparer setzen auf den bekannten deutschen Aktien­index Dax. Damit beteiligen sie sich an den 30 wichtigsten deutschen Aktiengesell­schaften. Das klingt nicht schlecht, allerdings bildet der Index gerade mal 3,5 Prozent des welt­weiten Börsen­geschehens ab. Im Aktien­index MSCI World hingegen sind die meisten welt­bekannten Firmen enthalten, deren Produkte und Dienst­leistungen unseren Alltag prägen. Der Käufer des neuesten iPhones, der Dauer­kunde bei Amazon oder der einge­schworene Nespresso-Trinker profitieren auch vom Erfolg ihrer bevor­zugten Unternehmen. Alle Anleger, die sich lieber im europäischen Raum tummeln wollen, finden im Index Stoxx Europe 600 eben 600 Unternehmen aus Europa.

Die Vorteile eines breit streuenden Portfolios

Einzelne Flops sind nicht mehr so schlimm, da sie durch Gewinne anderer Aktien teil­weise oder sogar voll­ständig wett­gemacht werden können. Wer ­eine vergleich­bare Streuung mit Einzel­aktien erreichen möchte, muss schon recht große Summen in die Hand nehmen. Ein weiterer Vorteil: Von einer Börsenkrise sind selten alle Aktien in gleichem Maße getroffen. Eine breite Streuung hilft, die Verluste einzudämmen.

Die wichtigsten Indizes – und passende ETF

Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten und bekann­testen Indizes vor –und die dazu passenden ETF. Die Links führen Sie direkt in unsere Daten­bank Fonds und ETF im Test. Dort finden Sie nach dem Frei­schalten das Rating unserer Fonds-Experten sowie zahlreiche weitere wichtigen Kenn­zahlen.

MSCI World ETF

Mit dem MSCI World bekommen Anleger eine sehr gute Streuung ihrer Anlage in mehr als 1 600 Aktien aus 23 entwickelten Ländern. Die zehn Top-Positionen machen nur etwa 10 Prozent der Zusammenset­zung aus. Beim Dax kommen die Top 10 auf rund zwei Drittel. ETF auf den MSCI World Index sind als Basis­anlage geeignet.

ETF auf den IndexAmundi MSCI World Ucits ETF, ComStage MSCI World Ucits ETF, db x-trackers MSCI World Ucits ETF, HSBC MSCI World Ucits ETF, iShares Core MSCI World Ucits ETF, Lyxor MSCI World Ucits ETF, Source MSCI World Ucits ETF, UBS MSCI World Ucits ETF

MSCI All Country World ETF

Noch mehr Aktien als im MSCI World sind im MSCI All Country World (MSCI ACWI) gelistet. Wer auf Schwellenländer nicht verzichten möchte, wählt statt­dessen diesen breiteren Index. Er enthält auch die wichtigsten Unternehmen aus asiatischen, latein­amerikanischen, afrikanischen und osteuropäischen Schwellenländern. Der MSCI All Country World enthält über 2 400 Aktien aus 47 Ländern. ETF auf diesen Index eignen sich damit ebenfalls als Basis­anlage.

ETF auf den Index iShares MSCI ACWI Ucits ETF, Lyxor MSCI All Country World Ucits ETF, SPDR MSCI ACWI Ucits ETF

Stoxx Europe 600 ETF

Anleger, die sich nur auf den europäischen Raum fest­legen wollen, finden bei ETF auf den Stoxx Europe 600 eine gute Streuung ihrer Anlage. Der Index enthält 600 Aktien aus 17 europäischen Ländern. Die größten Posten machen dabei Groß­britannien, Frank­reich und Deutsch­land aus.

ETF auf den Index Amundi Stoxx Europe 600 Ucits ETF, ComStage Stoxx Europe 600 Ucits ETF, db x-trackers Stoxx Europe 600 Ucits ETF, iShares Stoxx Europe 600 Ucits ETF, Source Stoxx Europe 600 Ucits ETF

Euro Stoxx 50 ETF

Der Euro Stoxx 50 Index umfasst hingegen nur die 50 bedeutendsten Konzerne der Eurozone. Die größten Länder­posten machen hier Frank­reich, Deutsch­land, Spanien und Nieder­lande aus. Mit nur 50 Aktien ergibt sich ein erhöhtes Risiko wegen mäßiger Streuung. Es fällt jedoch das Währungs­risiko weg.

ETF auf den Index Amundi Stoxx Europe 50 Ucits ETF, Deka Stoxx Europe 50 Ucits ETF, iShares Stoxx Europe 50 Ucits ETF

Dax ETF

Aktienfonds Deutsch­land eignen sich zwar nicht als Basis­anlage, sind aber gerade bei einheimischen Anlegern sehr beliebt. Der Dax enthält die 30 größten Börsen­unternehmen aus Deutsch­land. Das Risiko ist aufgrund der geringen Streuung hoch.

ETF auf den Index Deka Dax Ucits ETF,iShares Core Dax Ucits ETF, ComStage Dax Ucits ETF, db x-trackers Dax Ucits ETF, Lyxor Dax Ucits ETF

Dow Jones ETF

Der bekann­teste Index der USA ist der Dow Jones. Der Dow Jones orientiert sich, anders als die meisten anderen Indizes, nicht am Markt­wert von Börsengesell­schaften. Über seine Zusammenset­zung entscheidet eine Kommis­sion des Heraus­gebers. Der Dow Jones enthält 30 der wichtigsten US-amerikanischen Konzerne, ist aber in verschiedener Hinsicht veraltet. Zum Beispiel werden Dividenden für seine Kurs­berechnung nicht berück­sichtigt. Aufgrund der geringen Anzahl von Aktien ist das Risiko der Anlage hoch. Anleger, die auf den US-Aktienmarkt setzen wollen, wählen besser andere Indizes. Für den MSCI USA oder den S&P gibt es zahlreiche börsen­gehandelte Indexfonds (ETF). Diese und die besten gemanagten US-Fonds finden Anleger im Produktfinder Fonds und ETF im Test.

ETF auf den Index ComStage Dow Jones Industrial Average Ucits ETF, iShares Dow Jones Industrial Average Ucits ETF, Lyxor Dow Jones Industrial Average Ucits ETF

Nach­haltige und ökologische ETF

Vielen Anlegern ist es nicht egal, in welche Firmen ihr Geld investiert wird. Bei den klassischen global anlegenden ETF haben sie jedoch keinen Einfluss darauf. Das Geld landet durch­aus auch in der Rüstungs- oder der Ölbranche. Es gibt aber Indizes, die Unternehmen bestimmter Branchen aussparen. Auf ETF für diese Indizes können Anleger ausweichen. Um für die Finanztest-Experten als ethischer Fonds zu gelten, müssen Fonds bestimmte Richt­linien erfüllen. Ausgeschlossen sein müssen geächtete Waffen, der Betrieb von Atom­kraft­werken sowie Kinder­arbeit und Menschen­rechts­verletzungen.

Tipp: In unserem Vergleich Fonds und ETF im Test lassen sich nach­haltige ETF unter „Fonds mit über­prüftem Ökoanspruch“ einfach finden. Bei solchen Fonds können sich Anleger sicher sein, dass sie an den schmutzi­gesten Geschäften nicht mitverdienen. Über Zins­anlagen ethischer Banken und Themen rund um die ethisch-ökologische Geld­anlage informieren wir unter Ökofonds und ethische Banken.

ETF-Anbieter ein Kriterium von vielen

Aus Anlegersicht ist es ziemlich eher zweitrangig, bei welcher Fonds­gesell­schaft sie einen ETF kaufen. In Deutsch­land bieten viele verschiedene Anbieter wie iShares, db x-trackers, Lyxor, UBS oder Deka unterschiedliche ETF an. Sie können ohne Bedenken auch einen weniger bekannten Anbieter wählen. Entscheidend ist, dass die Fonds­gesell­schaft den gewünschten Index im Programm hat.

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ETF-Sparplan optimal für junge Leute

Vor allem für junge Leute eignen sich lang­fristig ausgerichtete ETF-Sparpläne, die sie schon ab 50 Euro, bei einigen Banken sogar schon ab 25 Euro pro Monat abschließen können. Über­zeugendes Argument: Sie gehen dabei nicht einmal eine Verpflichtung ein. Denn wenn das Geld einmal knapp ist, können sie den Sparplan sofort unter­brechen oder auflösen. Viele Direkt­banken bieten ETF-Sparpläne ohne Neben­kosten an und machen den ETF-Kauf damit besonders günstig.

Tipp: Was ein ETF-Sparplan mit einer Sparrate von 200 Euro in 20 Jahren bringen kann, haben wir simuliert im Special ETF: Einmalanlage, Sparplan und Auszahlplan mit Pantoffel-Portfolio.

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Indexfonds − alle Tests und Infos

ETF – die wichtigsten Infos auf test.de

Test­daten­bank Fonds. Kenn­zahlen und Charts für rund 18 000 Fonds und ETF sowie 8 000 Fonds mit Finanztest-Bewertung Fonds finden Sie in unserer großen Fonds-Datenbank auf test.de. Dort finden Sie auch alle Finanztest-Artikel zu Fonds und ETF.

ETF für Einsteiger. Sie wollen erst einmal ganz lang­sam an Thema heran­tasten? Dann hilft unser Special ETF für Einsteiger. Sie lieben gedruckte Informationen? Dann ist unser Finanztest Sonderheft ETF das Richtige für Sie!

ETF Sparplan. Sie möchten einen Sparplan auf der Grund­lage von ETF aufbauen? Unser FAQ ETF Sparplan liefert Ihnen Antworten auf die wichtigsten Fragen. Wenn sie kurz vor der Rente stehen und Spar­vermögen haben, kann auch ein ETF-Auszahlplan die perfekte Lösung sein.

Fonds­besteuerung. Auf Gewinne mit Ihren ETF müssen Sie Steuern zahlen. Und seit Anfang des Jahres 2018 gelten neue Regeln. Hier erklären wir Ihnen die Fondsbesteuerung 2018.

Pantoffel-Portfolio. Mit dem Pantoffel-Portfolio, der Anla­gestrategie von Finanztest, können Sie selbst mit herben Rück­schlägen eine vernünftige Rendite erwirt­schaften. Alle Infos im Special Pantoffel-Portfolio.

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ETF-Kauf – in fünf Schritten zum Indexfonds

Es ist nicht schwer mit der ETF-Anlage zu beginnen. Fünf Schritte reichen zum ETF-Kauf:

  1. Depot eröffnen. Wer in ETF an­legen möchte, braucht ein Wert­papierdepot. Das normale Giro­konto bei der Bank reicht nicht. Anleger können das Depot entweder bei ihrer Haus­bank einrichten oder – ein meist deutlich billigeres – Depot bei einer ­Direkt­bank im Internet eröffnen. test.de vergleicht regel­mäßig Depotpreise von Filial- und Onlinebanken. Um ein Onlinedepot zu eröffnen, laden Anleger das Formular für die Konto­eröff­nung von der Internetseite der Bank herunter und füllen es aus. Mit dem ausgefüllten Formular und einem Ausweisdokument gehen sie in eine Post­filiale. Dort bestätigt ein Mitarbeiter gegen­über der Bank die Identität des Neukunden („Postident-Verfahren“). Bei vielen Direkt­banken ist al­ternativ auch schon das sogenannte Video-Ident-Verfahren am heimischen Computer möglich. Damit spart man sich den Gang in die Post­filiale.
  2. Anmelden und einloggen. Ein paar Tage nach der Anmel­dung schickt die Online­bank die Depotun­terlagen per Post. Dazu gehören neben der neuen Konto­nummer auch das Pass­wort und PIN-Nummern, die der Neukunde zur Depot­eröff­nung braucht. Dafür meldet er sich mit der zugeschickten Konto­nummer und mindestens einem Pass­wort auf der Internetseite seiner Bank an. Nun muss er nur noch Geld für den Kauf der ETF von seinem Giro­konto auf das neue Konto über­weisen, dann kann es losgehen – ­jedenfalls im Prinzip.
  3. Risiken abschätzen. Die Banken sind per Gesetz verpflichtet, vor der Ausführung ­einer Order eine so­genannte Angemessen­heits­prüfung durch­zuführen. Wer noch keine Erfahrungen mit risiko­behafteten Anlagen hat – dazu gehören auch Aktien-ETF –, soll von seinem Bank­berater auf diesen Umstand hingewiesen werden. Kunden von Direkt­banken erhalten vor der Ausführung ihrer Order einen Warnhin­weis, wenn sie mit der Risikoklasse des ETF gemäß ihren Angaben bei der Depot­eröff­nung noch keine ­Erfahrung haben. Manche Filialberater nehmen das ­vorgeschriebene Beratungs­gespräch zum Anlass, vermeintlich bessere Alternativen zu empfehlen, etwa bank­eigene Misch­fonds. Wer sich nach reiflicher Über­legung zum Kauf eines ETF entschlossen hat, sollte sich davon nicht abbringen lassen. Reine Aktien-ETF sind zwar in der Regel riskanter als ein vom Bank­berater angebotener Misch­fonds, aber Anleger können das Risiko auf einfache Weise reduzieren, indem sie Aktien-ETF mit Anleihen-ETF oder einer Absicherung in ­Tages­geld kombinieren. Finanztest empfiehlt als Alternative zu Misch­fonds das Pantoffel-Portfolio.
  4. ETF auswählen. Das ist der wichtigste Schritt, denn längst nicht jeder ETF eignet sich für Einsteiger. Viele ETF sind sogar ähnlich spekulativ wie riskante Einzel­aktien. Als Basis­anlage empfehlen die Experten von Finanztest ETF auf den Welt­aktien­index MSCI World. Einen Über­blick mit allen Informationen zu empfehlens­werten ETF gibt es bei Fonds und ETF im Test.
  5. ETF kaufen. Wer bei seiner Haus­bank bleiben möchte, be­auftragt seinen Berater mit dem Kauf. Er muss sich nur über­legen, welche Summe er investieren möchte. Kunden von Direkt­banken müssen den Kauf selbst in Auftrag geben, sparen dafür aber Geld. Wie viele ETF sollen es sein? Die Stück­zahl für die Order ­ergibt sich, indem man den gewünschten Anla­gebetrag durch den aktuellen ETF-Kurs teilt. Der Kauf geht so: Der Direkt­bank­kunde klickt nach dem Einloggen die „Ordermaske“ an. Dort muss er die Wert­papierkenn­nummer Isin und die Stück­zahl eingeben und einen Börsen­platz wählen. Am gängigsten sind der Xetra-Handel der Frank­furter Börse und Bestx der Stutt­garter Börse. Es empfiehlt sich, vor dem Kauf die Kurse an unterschiedlichen Börsenplätzen zu vergleichen, etwa über die Internetseite einer Online­bank.
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