Geld anlegen mit Finanztest: Das Pantoffel-Portfolio – bequem und krisen­fest

Noch Fragen? Die Finanztest-Experten Max Schmutzer und Yann Stoffel erklären, wie das Pantoffel-Portfolio funk­tioniert und worauf Anleger und Anle­gerinnen beim Umgang mit ETF achten sollten.

Das Pantoffel-Portfolio ist einfach, bequem und eignet sich für jeden. Lesen Sie hier, wie die Anlageidee von Finanztest funk­tioniert und was Sie brauchen, um loszulegen.

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SpecialGeld anlegen mit Finanztest11.04.2020
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Die Idee: Mehr Rendite – aber sicher!

Die Experten von Finanztest haben ein Konzept entwickelt, das sich für Anleger eignet, die ihr Geld breit gestreut anlegen und mehr Rendite als mit reinen Zins­anlagen erzielen wollen. Sie haben es „Pantoffel-Portfolio“ genannt – weil es so bequem ist. Es besteht aus einem Rendite- und einem Sicher­heits­baustein, die sich je nach Risiko­bereitschaft unterschiedlich mischen lassen.

Das bietet unser Special zum Pantoffel-Portfolio

  • Rendite-Analyse. Wir haben für Sie berechnet, wie sich Ihr Geld über verschiedene Zeiträume entwickelt hätte, wenn Sie jeden Monat 200 Euro in einen Sparplan gesteckt oder das Geld als Einmal­anlage angelegt hätten. In Tabellen und Grafiken zeigen wir, wie viel Geld mit welcher Portfolio-Variante heraus­gekommen wäre.
  • Portfolio-Check. Mit dem Rechner für Sparpläne und Einmal­anlagen können Sie über­prüfen, ob die Mischung aus Aktien-ETF und Zins­anlagen noch stimmt. Ein Entnahme-Rechner hilft bei der Kalkulation oder Anpassung der Zusatz­rente, wenn Sie mit einem Auszahl­plan arbeiten.
  • ETF Kauf­tipps. Wir zeigen, welche ETF sich für das Pantoffel-Portfolio eignen und bei welchen Banken sie ein Pantoffel-Portfolio einfach und günstig einrichten können. Sie lesen, wie Sie ihr Depot während der Anspar­phase anpassen und während der Auszahl­phase gegen Kurs­einbrüche absichern.
  • Heft­artikel als PDF. Nach dem Frei­schalten können Sie weitere Artikel aus Finanztest zum Pantoffel-Portfolio lesen. Unter anderem haben wir historische Verläufe für eine Anlagedauer von 5, 10, 20 und 30 Jahren berechnet.

Die beiden Bausteine des Pantoffel-Portfolios

  • Aktien-ETF: Soll dafür sorgen, dass die Rendite stimmt.
  • Tages­geld­konto oder Tages­geld-Fest­geld-Mix: Bringt Stabilität.

Anleger müssen sich weder mit der aktuellen Börsenlage noch mit Unternehmen oder Geschäfts­zahlen auskennen. Anders als bei gemanagten Fonds­angeboten können sie bei ETF selbst genau fest­legen, welches Risiko sie eingehen wollen. Das Pantoffel-Portfolio eignet sich für die einmalige Anlage großer Beträge ebenso wie für Sparpläne mit monatlicher Einzahlung.

Die Varianten: Fifty-fifty passt für die meisten

Die einfachste Variante des Pantoffel-Portfolios hat als ersten Baustein einen ETF auf den MSCI World, den gebräuchlichsten Welt­aktien­index. Er umfasst rund 1 600 Aktien aus 23 Ländern. Entsprechende ETF gibt es von verschiedenen Anbietern. Welchen MSCI World ETF Anleger kaufen, spielt im Prinzip keine Rolle.

Zweiter Baustein ist ein Tages­geld­konto oder ein ETF, der sichere europäische Staats- und Unter­nehmens­anleihen abbildet.

Tipp: Passende ETF zeigt unser Vergleich Fonds und ETF, gute Zins­angebote finden Sie in unserem Tagesgeldvergleich und unserem Festgeldvergleich.

Chancen und Risiken: Je mehr Aktien, desto riskanter

Mit Aktienfonds können Anleger deutlich höhere Renditen erzielen als allein mit Tagesgeld oder Festgeld. Auf dem Welt­aktienmarkt waren in den vergangenen Jahr­zehnten im Schnitt Renditen zwischen 6 und 8 Prozent pro Jahr möglich.

Die Kehr­seite: Pantoffel-Portfolios unterliegen den Schwankungen der Börsen. Je höher der Aktien­anteil, desto höher können die Schwankungen sein. Mit anderen Worten: Es kann auch Jahre geben, die mit Verlust enden.

Selbst zusammen­gestellte Depots: einfach, trans­parent und preis­wert

Anders als bei stan­dardisierten Bank­produkten können sich Pantoffel-Anleger exakt aussuchen, welche Risiken sie eingehen möchten. Sie bleiben flexibel, weil sich das Portfolio jeder­zeit voll­ständig oder teil­weise zu Geld machen lässt. Außerdem ist der Aufbau eines Pantoffel-Portfolios ausgesprochen simpel, da es nur aus zwei Komponenten besteht und kaum Betreuung braucht. Im Wesentlichen sind nur drei Schritte erforderlich.

Schritt 1: Mischung fest­legen

Die wichtigste Entscheidung steht gleich zu Beginn an: Anleger müssen fest­legen, wie sie ihr Vermögen beziehungs­weise die Sparraten auf die unterschiedlichen Anla­gearten verteilen. Je höher die Aktienquote, desto höher ist das Risiko. Für Vorsichtige empfehlen wir einen Aktienfonds­anteil von 25 Prozent. Risiko­typen wählen einen Aktien­anteil von 75 Prozent. Wer ausgewogen anlegen will, baut sich ein Pantoffel mit Fifty-fifty-Mischung auf.

Schritt 2: Fonds auswählen

Unabhängig davon, ob man vorsichtig oder offensiver anlegen will – es reichen stets zwei Produkte: ein Aktien-ETF und Tages­geld beziehungs­weise Fest­geld. ETF werden nicht aktiv gemanagt, sondern bilden einen Index nach. Sie sind sehr günstig. Da keine Manager bezahlt werden müssen, liegen die jähr­lichen Fonds­kosten oft bei nur 0,2 bis 0,3 Prozent. Gut geeignete ETF für das Pantoffel-Portfolio sehen Sie, wenn Sie das Special frei­schalten.

Schritt 3: Die passende Bank und ein Depot finden

Um ETF kaufen und verwalten zu können, brauchen Anleger ein Wert­papierdepot. Für Filial­bank­kunden ist es am einfachsten, wenn sie bei ihrer Haus­bank auch ein Depot eröffnen. Sie sollten vorher aber klären, ob sie über diese Bank problemlos ETF kaufen und einen Sparplan abschließen können. Wenn nicht, bleibt Kunden nur der Wechsel zu einer anderen Bank. Ein solcher Schritt bietet sich ohnehin an, weil Wert­papierdepots bei Direkt­banken deutlich billiger sind (siehe Vergleich Depotkosten). Auch die neuen Smartphone-Broker kommen in Betracht.

Pflegeleichte Lang­frist­anlage – ein Anlage­konzept fürs Leben

Ob Einmal­anlage oder Sparplan: Ein Pantoffel-Portfolio ist sehr pflegeleicht. Anleger können einfach verfolgen, wie sich sein Wert entwickelt. Die einmal ausgewählten ETF können sie dauer­haft behalten. Wichtig ist aber, gelegentlich die Aufteilung von Aktien und Zins­anlagen wieder an den ursprüng­lich gewünschten Stand anzu­passen.

Unser Pantoffel-Portfolio ist ein Anlage­konzept fürs Leben. Es federt Börsencrashs ab und bietet vernünftige Rendite-Chancen. Anleger können früh anfangen zu sparen und ihr Geld später für eine Zusatz­rente nutzen. Wenn es nicht gleich der Bund fürs Leben sein soll – es eignet sich auch als Lebens­abschnitts­gefährte, um sich Wünsche zwischen­durch zu erfüllen. Starten kann man damit jeder­zeit. Wer zwischen­zeitliche Verluste gar nicht verkraften kann, für den ist das Pantoffel-Portfolio leider nicht geeignet. Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, spekulativ auf Hebel-Produkte zu setzen, empfehlen wir unser Special Spekulativ anlegen.

Dieses Special ist im Mai 2017 auf test.de erschienen. Es wurde zuletzt im April 2020 aktualisiert. Nutzer­kommentare können sich auf frühere Fassungen beziehen.

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