Was für ein Risiko-Typ sind Sie? Vorsichtige Naturen wählen eine defensive Depot-Ausrichtung mit 25 Prozent Aktien­anteil, risiko­bereite Menschen nehmen die offensive Variante setzen zu 75 Prozent auf Aktien. Und der Rest wählt die ausgewogene Variante, die auch die Stiftung Warentest empfiehlt.

Mit einer klugen Geld­anlage loslegen und dann dabeibleiben – am besten für immer. Mit der Finanztest-Anla­gestrategie, dem Pantoffel-Portfolio, gelingt das auch in Krisen­zeiten wie jetzt. Es besteht aus einem Aktien-ETF und einem Tages­geld­konto und ist so aufgebaut, dass damit jeder sein Geld vernünftig anlegen und das Risiko über­schaubar halten kann – egal ob als Sparplan, Einmal­anlage oder sogar als Ergän­zung zur Rente. Lesen Sie hier, wie die Finanztest-Strategie funk­tioniert und wie Sie mit Ihrem Depot die Krise über­stehen.

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SpecialGeld anlegen mit Finanztest11.04.2020
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Gute Renditen möglich

Es ist ein schwieriges Umfeld für Geld­anlagen: Die Zinsen sind nach wie vor mick­rig und die Aussichten für Aktien ungewiss. Um möglichst gut aufgestellt zu sein, sollten Anleger einen guten Mix wählen. Mit dem Pantoffel-Portfolio von Finanztest lassen sich die Chancen der Märkte nutzen und die Risiken begrenzen. Das Pantoffel-Portfolio heißt so, weil es so bequem ist. Anleger können es ganz einfach nach­bauen. Trotz Corona-Krise hätten Anleger in den vergangenen sieben Jahren – so lange gibt es dieses Anlage­konzept schon – bis zu 6,2 Prozent pro Jahr verdienen können (Stand 31. März 2020). Blickt man auf 30 Jahre zurück, hätte die Pantoffel-Idee trotz Dotcom-Blase, Finanz- und Eurokrise mit dem Pantoffel-Portfolio bis zu 5,7 Prozent pro Jahr gebracht.

Hinweis: Wir haben diesen Report an einigen Stellen (Texte, Grafiken, Tabellen) der veränderten Situation angepasst. Das PDF des ursprünglichen Berichts (Finanztest 9/2019) haben wir nicht verändert.

Das Pantoffel-Portfolio der Stiftung Warentest – kurz erklärt

Aufbau. Das Pantoffel-Portfolio richtet sich an lang­fristig orientierte Anleger und besteht aus zwei Teilen: rendite­starken Aktienfonds und sicherem Tages­geld. Der Rendite-Baustein wird mit börsen­gehandelten ETF (Exchange Traded Funds) bestückt. Diese Fonds bilden einen breit angelegten Börsen­index ab und sind kostengünstig. Für den Sicher­heits­baustein können Anleger bei längeren Lauf­zeiten statt Tages­geld auch Rentenfonds Euro mit sicheren Anleihen nehmen.

Varianten. Je nach Risiko­typ unterscheiden wir drei Pantoffel-Arten: das defensive, das ausgewogene und das offensive Portfolio.

Defensive Variante für Vorsichtige:25 Prozent Aktien-ETF und 75 Prozent Zins­anlagen.

Ausgewogene Variante für die meisten geeignet: je 50 Prozent Aktien-ETF und Zins­anlagen.

Offensive Variante für Risiko­bereite und junge Leute, die fürs Alter sparen: 75 Prozent Aktien-ETF und 25 Prozent Zins­anlagen.

Ein biss­chen Auf und Ab geht es immer

Je nach Risikoneigung wählen Sparer ein defensives, ausgewogenes oder offensives Portfolio. Beim defensiven Portfolio geht es nicht so stark runter, wenn es an der Böse kracht, aber die Rendite bleibt in guten Phasen auch hinter der offensiven Variante zurück. Mit der ausgewogenen Variante machen die meisten Anleger nichts falsch. Auf und ab geht es aber mit jeder Variante.

Aktuell sind die meisten Portfolios noch im Plus

Auch wenn der aktuelle Crash einer der heftigsten der Geschichte war – Anleger, die ihr Pantoffel-Portfolio nicht erst vor Kurzem angelegt haben, sind immer noch im Plus. Durch die vergangenen extrem guten Börsen­jahre haben sich einige Gewinne ange­sammelt, die jetzt in der Krise als Verlustpuffer dienen konnten. Das gilt nicht nur für Anleger, die zehn Jahre dabei waren. Auch über sieben, fünf und drei Jahre steht noch ein Plus zu Buche. Nur wer erst in jüngster Zeit einge­stiegen ist, liegt derzeit im Minus.

Das wäre trotz der Krise aus 200 Euro monatlich geworden

Besonders viele Leute haben in den letzten zwei, drei Jahren mit ETF-Sparplänen ange­fangen. Für sie gibt es eine schlechte und eine gute Nach­richt. Die schlechte: Sparpläne sind stärker im Minus als Einmal­anlagen. Das liegt daran, dass Ratensparer jeden Monat nach­kaufen und das zuletzt zu einem immer höheren Preis. Jetzt die gute Nach­richt: Ein Crash zu Beginn eines Sparplans wirkt wie ein Turbo. Während dieser Zeit kaufen Anleger so billig ein, dass sie von späteren Anstiegen umso mehr profitieren. Ein Crash gegen Ende des Sparplans ist zwar ärgerlich, aber die gute Entwick­lung zuvor sorgt noch für ein Plus.

Das bietet unser Special zur Finanztest-Anla­gestrategie

Kauf-Tipps. Wir sagen, bei welchen Banken sie ein Pantoffel-Portfolio einfach und günstig einrichten können, wie Sie ihr Depot während der Anspar­phase anpassen sollten und wie Sie während der Auszahl­phase Kurs­einbrüche absichern. Und wir stellen nach­haltige Pantoffel-Alternativen vor.

Historische Analyse. Wir haben für Sie berechnet, wie sich Ihr Geld über verschiedene Zeiträume entwickelt hätte, wenn Sie jeden Monat 200 Euro in einen Sparplan gesteckt oder das Geld als Einmal­anlage angelegt hätten. Unsere Tabellen und Grafiken zeigen, wie viel heraus­gekommen wäre – je nachdem, ob sie nur Tages­geld, nur Aktien-ETF oder eine unserer drei Pantoffel-Varianten gewählt hätten.

Krisen-Check. Unser Rechner für Sparpläne und Einmal­anlagen hilft Ihnen zu über­prüfen, ob die Mischung aus Aktien-ETF und Zins­anlagen noch stimmt. Und unser Entnahme-Rechner hilft bei der Kalkulation oder Anpassung der Zusatz­rente, wenn Sie einen Auszahl­plan starten wollen oder bereits einge­richtet haben.

Corona-Krise. Zu den aktuellen Entwick­lungen an den Märkten lesen Sie unser Special Corona-Krise und die Aktienmärkte.

Heft­artikel als PDF. Wenn Sie das Thema frei­schalten, können Sie weitere Artikel aus Finanztest zum Pantoffel-Portfolio lesen. Unter anderem haben wir historische Verläufe für eine Anlagedauer von 5, 10, 20 und 30 Jahren simuliert.

Ein Anlage­konzept fürs Leben

Unser Pantoffel-Portfolio ist ein Anlage­konzept fürs Leben. Es federt Börsencrashs ab und bietet vernünftige Rendite-Chancen. Anleger können früh anfangen zu sparen und ihr Geld später für eine Zusatz­rente nutzen. Wenn es nicht gleich der Bund fürs Leben sein soll – es eignet sich auch als Lebens­abschnitts­gefährte, um sich Wünsche zwischen­durch zu erfüllen. Starten kann man damit jeder­zeit. Wer zwischen­zeitliche Verluste gar nicht verkraften kann, für den ist das Pantoffel-Portfolio leider nicht geeignet.

Dieses Special ist erst­mals am 17. Mai 2017 auf test.de erschienen. Es wurde seitdem mehr­fach aktualisiert, zuletzt am 10. April 2020.

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