ETF Meldung

Die Fonds­gesell­schaft Amundi wandelt viele ihrer börsennotierten Indexfonds (ETF) von französischen in luxemburgische ETF um. Fonds­inhalt und Kosten bleiben davon unbe­rührt, aber die Maßnahme hat für Anleger steuerliche Folgen. Die Fonds­experten der Stiftung Warentest erklären, welche Regeln hierbei gelten.

Keine Auswirkungen auf die Strategie

Die Umstellung betrifft unter anderem den Amundi ETF MSCI World (Isin FR 001 075 609 8), der als Basisfonds für ein Pantoffel-Portfolio infrage kommt und in unserem großen Fondsvergleich die ­Finanztest-Bewertung „1. Wahl“ bei Aktienfonds Welt trägt. Die Anla­gestrategie ändert sich nicht. Der neue ETF wird Mitte April mit Luxemburger Kenn­nummer (Isin) aufgelegt und sich inhalt­lich nicht vom bisherigen Fonds unterscheiden. Auch die laufenden Kosten bleiben unver­ändert.

Maßnahme mit steuerlichen Folgen

Die Veränderung hat für Anleger allerdings steuerliche Folgen, da die Finanzbehörden sie als Verkauf und Neukauf des Fonds behandeln. Wie uns Amundi auf Anfrage mitteilte, sieht das Investment­steuergesetz (InvStG) keine steuer­neutrale grenz­über­schreitende Fonds­verschmel­zung vor. Aus steuerlicher Sicht werden die Anteile an dem „französischen“ ETF verkauft und die Anteile an dem Luxemburger ETF gekauft. Anleger müssen also bisher aufgelaufene Kurs­gewinne bereits heute versteuern und nicht erst zum Zeit­punkt des tatsäch­lichen Verkaufs.

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