EECH Meldung

Die EECH AG hat Werke von Georg Baselitz und anderen Künstlern an die Art Estate verkauft. Vom Erfolg dieses Geschäfts hängt ab, ob Anleger ihr Geld zurückbekommen.

Anleger, die Anleihen bei der Hamburger European Energy Consult Holding AG (EECH AG) gezeichnet haben, müssen um ihr Geld fürchten. Laut Gutachten einer Münchner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sind die Rück- und Zinszahlungen für die Anleihen gefährdet. Das ergebe sich aus dem Jahresabschluss 2005.

Die EECH AG hält ihre mehrjährigen festverzinslichen Anleihen im Bereich alternative Energien für eine „sichere und lukrative Investition“. Erst Ende 2006 hätten Investoren turnusgemäß 8,25 Prozent Zinsen für die Euro-Solar-Anleihe erhalten, heißt es auf der Internetseite.

Im Lagebericht führt die European Energy Consult Holding aus, dass sie bis zum Jahresende 2006 jederzeit zahlungsfähig war. Doch das Gutachten, das István Cocron von der Kanzlei CLLB-Rechtsanwälte in München in Auftrag gegeben hat, bezeichnet die finanzielle Lage der EECH AG „als angespannt“. Die Gesellschaft sei bereits überschuldet.

Laut Gutachten machte die Gesellschaft im Jahr 2005 seltsamerweise lediglich im Kunsthandel Umsätze. Die dabei erzielten Ergebnisse seien zweifelhaft. So habe die EECH AG für Kunstgegenstände 25 Millionen Euro aufgewandt und diese an verbundene Unternehmen wie die Art Estate verkauft. Der mit 13 Millionen Euro angesetzte Gewinn für das Kunstgeschäft ist nach Ansicht des Prüfers „äußerst hoch“.

Dieser Preis sei nur zu erzielen gewesen, weil die Unternehmen den Kaufpreis erst später bezahlen müssten. Derzeit bestünden offene Forderungen in Höhe von knapp 38 Millionen Euro, die bis Ende 2006 erfüllt werden müssten. Geschieht das nicht, ist die Rückabwicklung der Kunstkaufverträge vorgesehen. In diesem Fall wäre die Unternehmensfortführung gefährdet, schreibt die EECH.

Anwalt Cocron will mithilfe des Gutachtens jetzt für einen Mandanten die sofortige Rückzahlung seines Geldes aus einer Windkraftanleihe erreichen.

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