Angebot: E-Trade – seit November 2001 im deutschsprachigen Internet präsent – hat den Zinssatz für seine Tagesgeldkonten gehoben: Für Beträge anbis zur Höhe von 20 000 Euro gewährt der US-amerikanische Onlinebroker seinen Kunden einen Extrazins von 2 Prozent, der zum Standardzinssatz von 3 Prozent hinzukommt. Summa summarum erhalten Anleger nun 5 Prozent Zinsen für das Cashkonto. Betragsanteile oberhalb von 20 000 Euro werden mit 3,25 Prozent verzinst. Diese Zinssätze sind bis 31. Juli garantiert. Die Führung des Cashkontos ist kostenlos. E-Trade ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken. Die Sicherheit der Einlage ist auch im Falle einer Pleite gewährleistet.

Um das Angebot in Anspruch zu nehmen, muss der Anleger allerdings einen Haken in Kauf nehmen: Er muss bis zum 31. März ein Depotkonto eröffnen, das monatlich mindestens 2,50 Euro kostet.

Vorteil: Die Verzinsung des Cashkontos und die Zinsgarantie bis Ende Juli sind derzeit nicht zu toppen. Wer auch das Depotkonto nutzen will, kann den Zinssatz des Cashkontos für Beträge bis zu 20 000 Euro in Anspruch nehmen – um bei günstiger Marktlage schnell auf das Depotkonto umzuschichten und Wertpapiere zu kaufen.

Nachteil: 30 Euro jährliche Grundgebühr für das Depotkonto hören sich nicht dramatisch an. Dennoch müssen diese Kosten mit den Zinsen erst einmal verdient werden. Zumal es für Beträge oberhalb von 20 000 Euro nur 3,25 Prozent Zinsen gibt.

Faktisch ist somit der Abstand zu den Wettbewerbern mit niedrigeren Zinssätzen nicht so groß, wie er zunächst scheint. Mehrere Discountbroker führen Depotkonten inzwischen kostenlos.

Fazit: Die Depotgrundgebühr frisst Teile der Zinseinnahmen sofort wieder auf. Wer also nur ein Tagesgeldkonto sucht, ist bei den Wettbewerbern besser aufgehoben, die keine Depoteröffnung verlangen.

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