Voi, Lime, Tier und Circ. Diese vier großen Anbieter von E-Scoo­tern haben wir geprüft.

Schon wenige Wochen nach ihrer Zulassung in Deutsch­land sind E-Scooter in über zwanzig Städten zu Tausenden unterwegs. Die Stiftung Warentest hat die vier Verleiher Circ, Lime, Tier und Voi in Berlin einem Schnell­check unterzogen. Welcher Elektro-Roller fährt am besten? Wie funk­tionieren die Apps? Welche Daten sammeln sie über ihre Nutzer? Und können die Miet-Scooter zur Verkehrs­wende beitragen?

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TestE-Scooter mieten03.09.2019
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E-Scooter mieten – Fahr­spaß mit Einschränkungen

App runter­laden, anmelden, Roller entsperren, losdüsen – einen E-Scooter zu mieten ist einfach und in immer mehr deutschen Städten möglich. Doch bei welchem Anbieter rollt es sich am schönsten? Wir haben die Angebote von Circ, Lime, Tier und Voi in einem Schnell­test geprüft.

Im Praxis­test schickten wir drei Tester mit den Miet-Scoo­tern auf eine vorgegebenen Strecke in die Berliner Innen­stadt. Das Cruisen auf ebenem Unter­grund macht mit allen vier Modellen Spaß, doch sobald man mit ihnen über Kanten, Kopf­stein­pflaster oder Huckel fährt, ist der Fahr­spaß vorbei. Teil­weise wurden unsere Tester so durch­geschüttelt, dass sie die Fahrt wegen Sicher­heits­bedenken abbrachen. Dennoch über­zeugte ein Scooter unsere Tester beim Fahren etwas mehr als die anderen. Auch die Bremsen sind unterschiedlich. Teil­weise ließen sie sich nicht so leicht bedienen oder bremsten nur mittel­mäßig.

Der Test E-Scooter-Verleiher von der Stiftung Warentest

Vergleich der Anbieter. Im Testbe­richt stellen wir Stärken und Schwächen der vier Angebote von Circ, Lime, Tier und Voi vor. Wir vergleichen unter anderem die Fahr­eigenschaften der Scooter, die Nutzerfreundlich­keit der Apps und wie diese mit Nutzer­daten umgehen.

Steck­briefe und Angebots­merkmale. Eine komprimierte Darstellung unserer Ergeb­nisse erhalten Sie in Form von Steck­briefen. In einer Tabelle stellen wir die Angebots­merkmale dar, etwa tech­nische Details, Preise und in welchen Städten welche Anbieter aktiv sind.

Infos rund ums Thema E-Scooter. Der Online-Artikel bietet auch allgemeine Informationen zum Thema, unter anderem zur Umwelt­bilanz der Miet-Scooter und Arbeits­bedingungen der Scooter-Auflader.

Video: E-Scooter mieten - so läuft es ab

E-Scooter – viel Geld für viel Geru­ckel

Die holp­rige Fahrt ist selbst auf kurzen Stre­cken teuer. Zu einer Entsperr­gebühr von einem Euro kommen saftige Minuten­preise. Je nach Stadt liegen sie zwischen 15 und 25 Cent pro Minute. Insgesamt am teuersten ist Lime. Welche Mobilitäts­angebote im Stadt­verkehr deutlich güns­tiger sind, verrät der Test.

Bildergalerie: So funk­tioniert die Miete eines E-Scoo­ters

So geht es. Die Stiftung Warentest hat vier Vermieter von E-Scoo­tern geprüft. Die Systeme sind einfach zu nutzen. Wir zeigen, wie das Roller-Sharing funk­tioniert.

App und Account einrichten. Alle vier Apps im Test waren schnell installiert, die Accounts einfach einzurichten. Stets muss der Nutzer dem Zugriff auf Stand­ortdaten zustimmen und eine Zahlungs­methode hinterlegen – Kreditkarte oder Paypal.

Roller suchen. In allen Apps sind die Roller als bunte Punkte auf einer Karte zu finden. Die Apps liefern zum Beispiel Infos zum Akku­stand der Scooter, drei Apps schlagen eine Route vom Stand­ort zum Roller vor.

Entsperren. Die Scooter können per Klick in der App oder durch das Scannen eines QR-Codes auf dem Roller ausgewählt und einfach entsperrt werden.

Sicher­heits­hinweise. Bevor es losgeht, muss der Nutzer Sicher­heits­hinweise ansehen und bestätigen. Etwa den Hinweis, dass ein Helm zu tragen ist. Das ist zwar sinn­voll, aber praxis­fern: E-Scooter werden oft spontan angemietet.

Fahren. Alle Roller müssen mit dem Fuß ange­schubst und dann per Gashebel beschleunigt werden. Bis zu 20 Kilo­meter pro Stunde dürfen die E-Scooter fahren. Sie haben entweder je eine Hand- und Fußbremse oder zwei Hand­bremsen.

Abgeben. Nur ein Knopf­druck, dann ist die Miete beendet. Allerdings grenzt beispiels­weise Voi die Gebiete stark ein, in denen Roller abge­stellt werden dürfen. Lime und Voi fordern außerdem ein Foto des abge­gebenen Rollers.

Bezahlung. Selbst für kurze Fahrten kommen einige Euro Miet­kosten zusammen – die Abbuchung erfolgt bei allen Anbietern auto­matisch und unmittel­bar nach dem Abstellen. Lime listet die Fahrten mit Stre­cken­verlauf in der App auf. Eine separate Rechnung per Mail kommt nur von Tier.

Praktische Verleih-Apps, wenig verbraucherfreundliche Regeln

Die vier E-Scooter-Apps ließen wir in unserem Check von Experten prüfen: Insgesamt ließen sie sich einfach installieren und bedienen. Probleme gab es im Praxis­test dennoch. Außerdem monieren unsere App-Experten dass die Allgemeinen Geschäfts­bedingungen in den Apps von Lime, Tier und Voi nur mit Mühe zu finden sind. Kritik an ihrem Inhalt übt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und hat unter anderem die vier E-Scooter-Verleiher aufgrund unzu­lässiger Klauseln abge­mahnt. Etwa, weil einige Anbieter „ihre Pflicht zur regel­mäßigen Wartung und Inspektion“ an den Kunden abgeben. Circ habe eine Unterlassungs­erklärung abge­geben, Tier die Bedingungen geändert, andere Anbieter wollten nach­ziehen, so die Verbraucherschützer.

Apps senden mehr Daten als notwendig

Wie gehen die Apps von Circ, Lime, Tier und Voi mit Nutzer­daten um? Um das heraus­zufinden, haben die IT-Experten der Stiftung Warentest außerdem den Daten­strom zwischen den Apps und Servern im Internet ausgelesen und fest­gestellt: Alle geprüften Verleih-Apps senden sowohl in der iOS- als auch in der Android-Variante mehr Daten, als für ihre Funk­tion notwendig ist. Das sehen wir kritisch.

Tipp: Sie haben einen eigenen E-Scooter? Dann könnten unsere Tipps rund um den Versicherungsschutz und das Verkehrsrecht interes­sant sein.

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