E-Scooter

So kommen Sie an einen E-Scooter

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E-Scooter sind auf Deutsch­lands Straßen ange­kommen. Erst mit Zulassung und Versicherung dürfen die Flitzer losfahren. Hier beant­worten wir die wichtigsten Fragen.

Das müssen Sie wissen, bevor Sie losrollern

Ich will einen Scooter kaufen. Was muss ich tun?

Für den Betrieb braucht der E-Scooter eine allgemeine Betriebs­erlaubnis vom Kraft­fahrt­bundes­amt. Hat der Scooter die nicht, darf er nicht im öffent­lichen Raum fahren. Zugelassene Scooter erkennen Käufer am Fabrikschild, auf dem zumindest der Hersteller, der Typ und die Nummer der Betriebs­erlaubnis (ABE-Nr.) angegeben sind. Das Schild befindet sich meist an der Unterseite oder am Rahmen des Scoo­ters.

Ich habe schon einen Scooter. Wie komme ich an eine Betriebs­erlaubnis?

Wer ein Modell ohne Typenschild gekauft hat, kann zwar nach­träglich eine Einzel­betriebs­erlaubnis bekommen, das ist allerdings nicht rentabel: Ein für die Zulassungs­stelle erforderliches Gutachten kostet laut Dekra und GTÜ mehrere Tausend Euro. Es ist nötig, um zu belegen, dass der Scooter bauartbedingt nicht schneller als 20 Kilo­meter pro Stunde fährt und Anforderungen an Brems- und Licht­systeme, Fahr­dynamik und elektrische Sicherheit erfüllt. Mehr zum Thema in den FAQ des Bundesverkehrsministeriums.

Ich brauche eine Versicherung. Was kostet das?

Bevor der Scooter auf die Straße darf, braucht er eine Haft­pflicht­versicherung. Die Preise dafür orientieren sich an Mofakenn­zeichen, die rund 30 Euro im Jahr kosten. Vom Versicherer gibt es die Versicherungs­plakette. Die muss hinten auf dem Roller kleben und am Ende jedes Versicherungs­jahres erneuert werden.

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Mehr zum Thema

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Profilbild Stiftung_Warentest am 16.03.2023 um 11:54 Uhr
Verkehrsrechtlicher Hinweis

@Regenbogen321: Zum Befahren von Verkehrsflächen außerhalb der durch die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung §10 ausgewiesenen Flächen, bedarf es dem Zusatzschild Elektrokleinstfahrzeuge frei. Abweichend davon können Einbahnstraßen in entgegengesetzter Richtung befahren werden, wenn es auch Fahrrädern durch Zusatzschild erlaubt ist.

Regenbogen321 am 13.03.2023 um 20:37 Uhr
verkehrsrechtlicher Hinweis

Soweit mir bekannt ist, müssen die E-Roller die Fahrradwege benutzen, wenn nicht möglich, die Fahrbahn.
Dabei gelten Fußwege mit Fahrradmitbenutzung (Zusatzzeichen 1022-10) nicht als Fahrradwege, die benutzt werden können.
Ein deutlicher Unterschied zum E-Bike, dass ja keine Elektrofahrzeug ist. (unterstützende Motorkraft).

Profilbild Stiftung_Warentest am 10.10.2022 um 11:13 Uhr
Arbeitgeber

@mmbarata32: Wir müssen Sie in Ihrem Anliegen an die Rechtsabteilung Ihrer Verbraucherzentrale als zuständigen Ansprechpartner verweisen. Das Ressort der Stiftung Warentest ist der wissenschaftliche Produkt- und Dienstleistungstest; individuelle Beratungen bei Fragen zu Rechts- und Reklamationsangelegenheiten bieten wir nicht an. Anlaufstelle für Verbraucher sind hier die in jedem Bundesland existierenden Verbraucherzentralen. Die Anschriften und Beratungsangebote der Verbraucherzentrale finden Sie unter www.verbraucherzentrale.de

mmbarata32 am 09.10.2022 um 16:28 Uhr
Arbeitgeber

Hallo liebe Leute!
Meine sogenannte Arbeitgeber möchte es mir verbieten das mitführen der e scooter in zugeklappter Zustand in die Firma mitzunehmen. Laut Bundeskraftamt eine tretscooter in zugeklapter Zustand gilt als leicht Gepäck. Dürfen die das nach Lust und Laune?

Daniel1529 am 20.11.2020 um 15:01 Uhr

Kommentar vom Administrator gelöscht. Grund: Schleichwerbung