E-Pianos im Test Drei elektronische Klaviere klingen wunder­bar lebendig

03.11.2017
E-Pianos im Test - Drei elektronische Klaviere klingen wunder­bar lebendig
© Getty Images

Für Nach­barn und Familie ist ein Digitalpiano ein wahrer Segen. Denn auf ihm kann der Hobby­pianist mit Kopf­hörern spielen und so die Nerven der Umwelt schonen. Unser Test von zehn Digitalklavieren zeigt: Viele sind nicht nur praktisch – dank ausgefeilterer Technik kommen sie den akustischen Vorbildern auch klang­lich immer näher. Drei schneiden gut ab, das einzige Klavier „Made in Germany“ über­zeugt weniger (Preise: 925 bis 2 400 Euro).

E-Pianos im Test Testergebnisse für 10 Digitalpianos 11/2017

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Inhalt
Liste der 10 getesteten Produkte
Digitalpianos 11/2017
  • Casio Celviano AP-700 Hauptbild
    Casio Celviano AP-700
  • Casio Privia PX-860 Hauptbild
    Casio Privia PX-860
  • Gewa UP 280 G WK Hauptbild
    Gewa UP 280 G WK
  • Kawai CN 27 Hauptbild
    Kawai CN 27
  • Kawai Concert Artist CA 67 Hauptbild
    Kawai Concert Artist CA 67
  • Roland DP603CB Hauptbild
    Roland DP603CB
  • Roland RP501R Hauptbild
    Roland RP501R
  • Yamaha Arius YDP-163 Hauptbild
    Yamaha Arius YDP-163
  • Yamaha Clavinova CLP-635 Hauptbild
    Yamaha Clavinova CLP-635
  • Yamaha Clavinova CLP-645 Hauptbild
    Yamaha Clavinova CLP-645

Komplexe Simulation sorgt für lebendigen Klang

Die drei besten Instru­mente im Test lassen den Pianisten fast vergessen, dass er nicht vor einem „richtigen“ Klavier sitzt. Ein Grund: Sie klingen einfach schön. Bei der Klangsimulation hat sich seit dem vergangenen Test (10/2011) viel getan. So simulieren im aktuellen Test fast alle das Mitschwingen anderer Saiten, wenn eine Taste ange­schlagen wird. Die beiden elektronischen Klaviere von Kawai und die teureren E-Pianos von Roland und Yamaha simulieren sogar leise Geräusche, die beim Loslassen von Tasten entstehen, wenn die Dämpfer zurück auf die Saiten fallen. All das trägt zu einem lebendigeren, natürlicheren Klavierklang bei.

Das bietet unser Test Digitalpianos

Test­ergeb­nisse.
Unsere Tabellen zeigen, wie gut die zehn getesteten Digitalpianos in den Prüf­punkten Klang, Spiel­barkeit, Hand­habung, Konstruktion und Verarbeitung abge­schnitten haben. Wir listen auf, wie die Instru­mente tech­nisch ausgestattet sind, wie viele Klang­farben sie haben und welche Verfremdungs­effekte sie bieten.
Interview.
Im Gespräch mit test.de erzählt die Pianistin Elzbieta Stabrawa, warum auch Profis im Alltag Digitalpianos nutzen.
Heft-Artikel.
Wenn Sie den Test frei­schalten, erhalten Sie neben dem Artikel aus test 11/2017 auch das PDF zur Vorgänger-Unter­suchung aus test 10/2011 zum Download.

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Test E-Pianos im Test

03.11.2017

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Digitalpianos im Test: Vier Klaviere lassen sich richtig gut spielen

Neben schönem Klang zählt für Pianisten, dass sich Tastatur und Pedale gut spielen lassen. Alle Instru­mente im Test haben gewichtete Tasten mit Hebel­mechaniken, die dem Spielgefühl eines akustischen Flügels mehr oder weniger nahe­kommen. Den drei E-Pianos von Yamaha (aus der Clavinova- beziehungs­weise Arius-Reihe) gelingt das am besten. Auch das teurere Elektro-Klavier von Kawai lässt sich gut spielen.

Software-Macken „Made in Germany“

Am schlechtesten spielt sich das einzige Instru­ment im E-Piano-Test, das als „Made in Germany“ beworben wird: Das Digitalpiano von Gewa. Dazu tragen auch Software-Macken bei. So verhält sich das linke Pedal im unteren Tastatur­bereich unrealistisch: Die Wirkung ist bei den Tasten im Bass­bereich völlig über­zogen. Auch sonst wirkt die Betriebs­software beim Gewa unausgereift. So kann es beispiels­weise beim Aufrufen bestimmter Zusatz­funk­tionen vorkommen, dass das ganze System abstürzt. Dann hilft es nur noch, das Gerät aus- und wieder einzuschalten, um es wieder zum Leben zu erwecken.

Digitale Klaviere können mehr

Solche System­abstürze kamen im Test nur beim Digitalklavier von Gewa vor. Den übrigen Digitalpianos – die alle­samt von japa­nischen Anbietern stammen – merkt man nur an ihren digitalen Zusatz­funk­tionen an, dass sie eigentlich eine Art hoch­spezialisierter Computer sind: Alle E-Pianos im Test können zum Beispiel das Klavierspiel aufzeichnen und wieder abspielen. Viele speichern es auch als Audiodatei auf einem USB-Stick. Alle lassen sich per USB-Kabel an einen PC anschließen, um darauf etwa Musiksoftware anzu­steuern. Die meisten bieten Midi-Anschlüsse (Musical Instru­ment Digital Inter­face). Darüber können sie zum Beispiel andere elektronische Instru­mente steuern. Einige können gar als Bluetooth-Laut­sprecher funk­tionieren und Musik etwa vom Handy auf ihren Laut­sprechern wiedergeben.

Nutzer­kommentare, die vor dem 25. Oktober 2017 gepostet wurden, beziehen sich noch auf die Vorgänger-Unter­suchung aus test 10/2011.

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