E-Piano-Test Die besten Digitalpianos

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E-Piano-Test - Die besten Digitalpianos
In die Tasten hauen. Der Digitalpia­nist kann üben und üben, ohne andere zu stören. © Getty Images

Gute Digitalpianos geben den Klang eines echten Flügels realistisch wieder. Sieben der elf E-Pianos im Test können das. Darunter sind auch zwei Hybrid-Pianos.

E-Piano-Test Testergebnisse für 11 Digitalpianos 11/2021

Inhalt
Liste der 11 getesteten Produkte
Digitalpianos 11/2021 - Home­pianos
  • Casio Celviano AP-470 Hauptbild
    Casio Celviano AP-470
  • Gewa UP 380 G Hauptbild
    Gewa UP 380 G
  • Kawai CA49 Hauptbild
    Kawai CA49
  • Kawai KDP120 Hauptbild
    Kawai KDP120
  • Kirstein Steinmayer DP-361 Hauptbild
    Kirstein Steinmayer DP-361
  • Roland F701 Hauptbild
    Roland F701
  • Roland HP704 Hauptbild
    Roland HP704
  • Yamaha Arius YDP-164 Hauptbild
    Yamaha Arius YDP-164
  • Yamaha Clavinova CLP-735 Hauptbild
    Yamaha Clavinova CLP-735
Digitalpianos 11/2021 - Hybridpianos
  • Kawai Novus NV5S Hauptbild
    Kawai Novus NV5S
  • Yamaha AvantGrand NU1X Hauptbild
    Yamaha AvantGrand NU1X

E-Pianos im Test: Klang auf hohem Niveau

Digitalpianos besitzen keine Saiten, sondern erzeugen den Klang digital. Dafür verwenden sie meist Aufnahmen echter Instru­mente, sogenannte Samples. Je nachdem, wie schnell und tief eine Taste gedrückt wird, spielt das Gerät unterschiedliche Samples ab.

Das hört sich bei den besten E-Pianos im Test gut oder sogar sehr gut an. Anders beim Kawai KDP120: Die Töne stumm nieder­gedrückter Tasten klingen beim Anschlagen anderer Tasten bei ihm beispiels­weise nicht mit, wie es bei einem echten Klavier der Fall ist. Seine Komplexität der Klangsimulation bewerten unserer Tester als mangelhaft.

Das bietet der Digitalpiano-Test der Stiftung Warentest

  • Test­ergeb­nisse. Unsere Tabelle zeigt Bewertungen für elf Digitalpianos im Test, darunter neun Home- und zwei Hybrid-Pianos (Preise: rund 1 000 bis 6 000 Euro). Zu den getesteten Marken gehören Kawai, Roland und Yamaha. Neben Klang, Spiel­barkeit, Hand­habung haben wir auch Umwelt­eigenschaften geprüft. Wir listen auf, welche Anschlüsse die Instru­mente besitzen, wie viele Klang­farben sie bieten und wie hoch ihr Strom­verbrauch ist.
  • Kauf­beratung. Sie erfahren, was den Testsieger von den anderen geprüften Digitalpianos abhebt, ob sich die Anschaffung eines teueren Hybrid-Pianos lohnt und wie viel ein gutes E-Piano mindestens kostet.
  • Heft­artikel. Wenn Sie den E-Piano-Test frei­schalten, erhalten Sie neben dem Artikel aus test 11/2021 auch das PDF zur Vorgänger-Unter­suchung aus test 11/2017 zum Download.

E-Piano-Test Testergebnisse für 11 Digitalpianos 11/2021

Elektronische Pianos sind güns­tiger und leichter als das Original

Die Geräte schonen nicht nur die Nerven der Nach­barn, sie sind auch deutlich güns­tiger als ihre Vorbilder. Ein neues Klavier ist ab rund 3 500 Euro zu haben, gut erhaltene Flügel werden gebraucht ab 10 000 Euro angeboten. Das güns­tigste gute Digitalklavier im Test kostet 1 060 Euro. Zudem entfällt bei Digitalpianos der jähr­liche Besuch eines Klavier­stimmers für zirka 100 Euro.

Wer öfter umzieht, wird sich über den einfachen Trans­port des elektronischen Instru­ments freuen. Die Home-Pianos im Test wiegen 36 bis 60 Kilogramm, die Hybrid-Pianos etwas mehr als 100. Echte Klaviere dagegen sind Schwergewichte. Sie wiegen in der Regel 200 bis 300 Kilo, Konzert­flügel teil­weise mehr als 500 Kilogramm.

Das unterscheidet Hybrid- und Home-Pianos

Alle Digitalpianos aus unserem Test eignen sich für Einsteiger, aber auch für Fort­geschrittene.

Home-Pianos werden am meisten gekauft. Sie imitieren das Spielgefühl eines Flügels, bei dem Hämmer sich vertikal bewegen und von unten gegen Saiten schlagen. Doch Home-Pianos besitzen weder Hämmer noch Saiten, sondern eine vergleichs­weise kompakte Tastatur, die mit allerlei Gegen­gewichten und Hebeln ausgestattet ist, um dieses Spielgefühl nach­zubilden.

Hybrid-Pianos verfügen dagegen über eine echte Mechanik mit Hämmern (siehe Foto) – meist in der Bauweise eines aufrecht stehenden Klaviers, bei dem sich die Hämmer horizontal bewegen. Das fühlt sich anders an als auf einem Home-Piano, das einen Flügel nach­ahmt. Aufgrund der echten Mechanik sind Hybrid-Pianos im Schnitt deutlich teurer als Home-Pianos.

E-Piano-Test - Die besten Digitalpianos
Realistisches Spielgefühl. Hybrid-Pianos besitzen eine echte Klavier­mechanik. © Kawai / Stiftung Warentest (M)

Digitalpianos klingen mit Kopf­hörern am besten

Neben dem Spielgefühl ist der Klang eine der wichtigsten Eigenschaften eines Digitalpianos. Die Instru­mente im Test klingen meist besser, wenn man Kopf­hörer nutzt. Alle Geräte haben zwei Klinken­anschlüsse, sodass zwei Personen gleich­zeitig über Kopf­hörer zuhören können. Über die einge­bauten Laut­sprecher klingen nur drei der elf E-Pianos gut oder sehr gut. Das ist zum Beispiel wichtig, wenn man nicht für sich selbst üben und spielen möchte, sondern auch vor der Familie oder Schulklasse.

Passende Kopf­hörer finden

Test­ergeb­nisse für Kopf­hörer, die sich per Kabel ans elektronische Piano anschließen lassen, stehen in unserem Bluetooth-Kopfhörer-Test. Obwohl einige Digitalpianos Bluetooth-Audio unterstützen, um eine Begleit­musik etwa vom Smartphone auf dem E-Piano abzu­spielen, ist der Anschluss von kabellosen Kopf­hörern nicht möglich. Das liegt an der Verzögerung vom Drücken einer Taste bis zum Erklingen des Tons im Kopf­hörer. Wer die Kopf­hörer nur am Digitalpiano verwenden will, sollte sich ein rein kabel­gebundenes Modell zulegen. Sonst können die Akkus sich tiefen­entladen, wenn sie lange nicht genutzt werden.

E-Piano-Test Testergebnisse für 11 Digitalpianos 11/2021

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Caponord12 am 21.06.2022 um 18:03 Uhr
Testbericht in Österreich nicht verfügbar

Ich würde diesen Bericht ja gerne (kostenpflichtig) lesen. Allerdings aufgrund von Geoblocking lässt mich Stiftung Warentest den Artikel nicht bezahlen.
Na dann leider auf anderem Wege, wenn sie mein Geld nicht wollen.

testdxtat am 25.10.2021 um 20:12 Uhr
Warum nur so teure Pianos?

Ich muss sagen, ich wundere mich manchmal über die Auswahl der Produkte in Tests (bzw. das Preisspektrum).
Z.B. bei Bürostühlen war der teuerste mit 390 noch immer sehr günstig (geht man in ein Fachgeschäft und sucht nach ergonomischen Stühlen, ist um die 500 EUR noch nicht viel los, eher Richtung 1000 dann.
Klar, für die Breite macht ein Test um gute günstige zu finden echt Sinn.
Aber dann verstehe ich diesen Test hier nicht. Es gibt genügend digitale Pianos mit zumindest semi-weighted keys und 88 Tasten, die für viele Nutzer ausreichen, und unter 1000 EUR zu haben sind. Wer ist denn tatsächlich hier die Zielgruppe? Das lässt mich (eben vor allem im Hinblick auf andere Tests) eher ratlos zurück

ch.oe am 22.10.2021 um 12:16 Uhr
Yamaha P-125

Interessant wäre auch ein Vergleich des Yamaha CLP-735 mit dem Yamaha P-125 gewesen. Das ist zu-sammen mit Ständer und Pedaleinheit mit den getesteten Modellen vergleichbar und kostet so deutlich unter 1000 €.

Profilbild Stiftung_Warentest am 30.07.2021 um 10:52 Uhr
Haltbarkeit

@wwienand: Langzeituntersuchungen haben wir leider nicht durchgeführt. Auch über die Reparierbarkeit können wir keine Auskunft geben. (DB)

wwienand am 28.07.2021 um 21:43 Uhr
Haltbarkeit

Sind die Digitalpianos auch auf Haltbarkeit getestet worden? Ich habe gehört, dass die vielgespielten Tasten irgendwann anfangen zu wackeln. Kann das repariert werden?