E-Gitarrenset von Lidl Schnelltest

Der Countdown läuft: noch sechs Tage bis Weihnachten. Für Last-Minute-Einkäufer hat Lidl seit heute ein E-Gitarrenset von Eterna by Yamaha mit Verstärker für 199 Euro im Angebot. Einsteigern bietet das Set alles, um den großen Rock-Idolen nachzueifern. Im Vergleichstest 12/2006 schnitt die Gitarre ganz passabel ab. Der Verstärker hat jedoch einige Schwächen. test.de sagt, ob sich der Kauf lohnt.

Gut eingestellt

E-Gitarren für Profis kosten locker mehrere Tausend Euro. Im Hobbykeller zu Hause tun es aber auch preiswerte Nachbauten der amerikanischen Originale: zum Beispiel die Eterna by Yamaha ET 112 von Lidl. Das Instrument ist bereits vom Hersteller gut eingestellt. Die Saiten liegen schön flach über dem Griffbrett. Auch die Oktaven sind rein. So klingt das Spiel selbst auf höheren Bünden ausgewogen.

Ergonomische Form

Weiteres Plus: Die Gitarre ist sehr ergonomisch geformt. An der Rückseite ist wie bei allen Stratocastern eine leichte Rundung eingelassen und an der Decke ist der Auflagebereich für den Ellenbogen etwas abgeschrägt. So schmiegt sich das Instrument sowohl im Sitzen als auch im Stehen an den Körper an. Außerdem hängt die vergleichsweise leichte Gitarre gut ausbalanciert am Gurt. Schalter, Knöpfe und Vibratohebel sind ebenfalls sinnvoll angeordnet und leicht greifbar.

Leichte Verstimmungen

Lediglich bei der Stimmstabilität bekommt die Eterna by Yamaha-Gitarre leichte Abzüge: Durch Zug und Druck am Vibratohebel („Jammerhaken“) verstimmt sich das Instrument recht schnell. Dieser Effekt ist aber bei fast allen Stratocaster-Gitarren zu beobachten. Auch auf Störquellen wie eingeschaltete Computermonitore reagiert die Yamaha ähnlich empfindlich wie andere Strats.

Schwache Leistung

Beim Verstärker sind Vorverstärker, Endstufe und Lautsprecher alle in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht - ein so genanntes Combo. Mit seinen 10 Watt ist der Yamaha GA 10 jedoch zu schwach für Proberaum oder gar Bühne. Zwar ist das Gerät ziemlich laut, doch bei hoher Lautstärke verzerren die Töne schnell. Der Klang ist nur befriedigend. Ein Anschluss für eine bessere Lautsprecherbox fehlt leider.

Vorsicht: Hörschäden

Zum Glück hat der Verstärker einen Kopfhöreranschluss. Das sichert den Frieden mit den Nachbarn. Wer jedoch ungestört aufdrehen darf, sollte mit dem Verstärker weder sich noch andere direkt beschallen: In einem Meter Entfernung erzeugt der kleine Brüllwürfel bis zu 99 Dezibel. Bei längerem Gebrauch sind damit Hörschäden absehbar.

Test-Kommentar: Gute Gitarre, schwacher Verstärker
Technische Daten und Ausstattung: Im Überblick

Dieser Artikel ist hilfreich. 384 Nutzer finden das hilfreich.