E-Boards Meldung

Unterwegs auf‘m Brett. E-Boards fahren schneller als 6 km/h.

Akku­getrieben auf einem Tritt­brett mit zwei Rädern lässig durch die Stadt cruisen – geht auf einem Hover­board, Self-Balance-Scooter, E-Board, Two Wheel Scooter. Auf einen einheitlichen Namen für das Frei­zeit­sport­gerät haben sich bisher weder Hersteller noch Nutzer einigen können. Eins aber ist sicher: Die Frei­zeitgeräte dürfen nicht auf Straßen und Gehwegen benutzt werden. Manche sind tech­nisch nicht ausgereift.

Trend aus den USA

Der Trend schwappt aus den USA allmählich nach Europa. Auch in deutschen Städten sind vermehrt E-Board-Fahrer zu sehen. Teil­weise mit bis zu 20 Kilo­metern pro Stunde und mehr düsen Geübte mittels Gewichts­verlagerung durch Parks und über Gehwege – auch wenn das im Grunde nicht erlaubt ist: Laut Straßenverkehrs­ordnung dürfen E-Boards weder auf Straßen noch auf Gehwegen benutzt werden. Da sie schneller als 6 Kilo­meter pro Stunde fahren können, gelten sie nicht als Spielzeug, sondern als „Kraft­fahr­zeuge“. Für solche ist hier­zulande eine Zulassung erforderlich, die nicht vorliegt. Legal dürfen E-Boards deshalb nur auf privaten Grund­stücken benutzt werden.

Kosten­punkt: 200 Euro und mehr

Ungeachtet dessen ist die Auswahl an E-Boards mitt­lerweile auch in Deutsch­land beträcht­lich. Nicht nur Onlinehändler, auch mehrere große Elektronikmärkte haben zahlreiche Modelle im Angebot. Die billigsten sind für weniger als 200 Euro zu haben. Qualitativ höher­wertige sind wesentlich teurer. Die Reich­weite mit einer Akkuladung soll laut Herstel­ler­angaben mitunter bei 20 Kilo­metern und mehr liegen. Löblich: Viele Händler weisen darauf hin, dass E-Boards nicht im öffent­lichen Straßenraum benutzt werden dürfen.

Risiko: Akkus können über­hitzen

E-Board-Fahren ist relativ einfach zu erlernen – allerdings nicht ungefähr­lich. Nicht nur bei Stürzen besteht erhebliche Verletzungs­gefahr. Bei schlecht verarbeiteten Billigbrettern können die Lithium­ionen-Akkus beim Laden über­hitzen, anfangen zu brennen oder sogar explodieren. Die US-Verbraucher­schutz­behörde hat kürzlich mehr als eine halbe Million E-Boards von zehn Herstel­lern wegen Sicher­heits­mängeln zurück­gerufen.

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