Die Ausstattung des E-Bikes – welche Extras sich lohnen

Verkäufer bieten für Antrieb, Akku und andere Komponenten mitunter Ergän­zungen an, die nicht immer dem Bedarf der Kundin oder des Kunden entsprechen. Wer weiß, welche Optionen zur Verfügung stehen, kann sich schon vorher über­legen, was er oder sie braucht – und was nicht.

Zweit­akku: Reich­weite to go

Fest verbaut sind die Akkus selten, fast immer kann man sie abnehmen. Ein Zweit­akku schlägt oft mit rund 700 Euro zu Buche, eine Investition, die oft verzicht­bar scheint: Wenn ein Akku bei mäßiger Belastung eine Reich­weite von rund 90 Kilo­metern hat, reicht das im Alltag häufig aus, man kann ihn ja zu Hause oder während der Arbeit nach­laden. Und auf Tour? Da lässt sich bei einer Pause im Gast­hof mindestens ein Teil der Kapazität nach­laden. Im Notfall entkoppelt man den Motor und fährt mit Muskel­kraft weiter. Erst bei häufigen langen Touren wird ein Zweit­akku sinn­voll.

Antrieb: Kette oder Riemen

Die Kette eines E-Bikes ähnelt einer gewöhnlichen Fahr­radkette. Sie lässt sich mit einer Ketten­schaltung verbinden und erlaubt oft einen dyna­mischeren Fahr­stil, darum ist sie an sport­licheren Rädern wie Mountain­bikes beliebt. Eine Kette hat den Nachteil, das sie gepflegt werden muss. Man muss sie regel­mäßig reinigen und fetten, trotzdem verschleißt sie und muss je nach Bean­spruchung häufiger mal ausgetauscht werden.

Anders der Riemen­antrieb: Er erfolgt über einen Zahn­radriemen und bedarf einer Naben­schaltung, die in der hinteren Radnabe unterge­bracht ist und im Gegen­satz zur Ketten­schaltung nicht verschmutzen kann. Die Naben­schaltung kann mehrere Hundert Euro mehr kosten als eine Ketten­schaltung, funk­tioniert jedoch nicht mit einem Heck­motor.

Ein Riemen kostet häufig rund 100 Euro, eine Kette etwa 30 Euro. Der Riemen hält länger, aber wenn er kaputt geht, muss das Rad in die Werk­statt, während sich eine Kette oft selbst austauschen lässt. Auf Dauer gleichen sich die Kosten oft an – wer wenig Lust auf schmutzige Finger hat, wird mit einem Riemen vielleicht glück­licher.

Bremsen: Scheibe oder Felge

Felgenbremsen sind häufig preis­werter als Scheibenbremsen, aber ihre Blöcke können die Felge abnutzen. Scheibenbremsen greifen bei Nässe besser, sie haben oft eine Hydraulik, welche die Kraft feiner dosiert, und die Hydraulik stellt sich bei Verschleiß der Scheiben nach. Der Aufpreis für hydrau­lische Scheibenbremsen gegen­über Felgenbremsen kann 300 Euro und mehr betragen – dafür gibt es oft ein Plus an Komfort und Sicherheit.

Display: Alles im Blick

Lässt sich das Display bei Sonnenlicht gut ablesen, ohne die Sitz­position auf dem Rad verändern zu müssen und vom Verkehr abge­lenkt zu werden? Falls ja, kann man sich die bis zu 150 Euro für ein anderes Display meist sparen. Aber es ist gut, über­haupt ein Display zu haben: Manche Nutze­rinnen und Nutzer verwenden eine App auf dem Smartphone als Infozentrale am Lenker – wenn es einen Unfall gibt, kann das teure Gerät kaputt­gehen.

Sattel: Kontakt zum Rad

Wer ein E-Bike kauft, wird wahr­scheinlich viel damit fahren. Dann ist es sinn­voll, im Fach­geschäft mittels eines „digitalen Hockers“ den Abstand der Gesäß­knochen ermitteln zu lassen und einen Sattel zu kaufen, der zum Gesäß passt. Hoch­wertige Modelle kosten zirka 70 Euro aufwärts. Eine gefederte Sattel­stütze, meist ab rund 100 Euro zu haben, kann zusätzlichen Komfort bringen und die Bodenhaftung des Rads verbessern.

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