E-Bikes im Test

Umfrage: Fast alle radeln mit E-Bike mehr

E-Bikes im Test - SUV-E-Bikes – teuer und zumeist gut
Spaß­faktor. Mehr Freude am Radfahren – das ist ein Haupt­grund für den Kauf eines E-Bikes. © Andreas Labes

In Deutsch­land fahren Millionen E-Bikes. In einer Umfrage im Früh­jahr 2020 wollten wir wissen, warum und wie Menschen mit ihrem E-Bike unterwegs sind.

E-Bikes im Test Testergebnisse für 9 E-Bikes

Inhalt

Pedelecs bewegen Millionen

Schon die enorme Zahl von mehr als 10 500 Teilnehmern und Teilnehme­rinnen an unserer Umfrage zeigt: Das Pedelec – umgangs­sprach­lich oft E-Bike genannt – bewegt viele.

Dass sich immer mehr Menschen in Deutsch­land mit einem Elektrorad fortbewegen, zeigen auch aktuelle Zahlen des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV): Fast jedes zweite verkaufte Fahr­rad in Deutsch­land war 2021 ein E-Bike. Noch zwei Jahre zuvor war es erst jedes vierte. Nach den aktuellsten Zahlen des ZIV sind derzeit rund 8,5 Millionen E-Bikes unterwegs.

Die Top-5-Gründe, die für ein E-Bike sprechen

Besonders häufig genannte Gründe für den Kauf eines Pedelecs statt eines konventionellen Fahr­rads waren in unserer Umfrage schlicht der Spaß am Pedelec-Fahren, der Wunsch nach mehr Reich­weite unterwegs, mehr Bewegung im Alltag, einem umwelt­freundlichen und wenig schweiß­treibendem Fortbewegungs­mittel.

E-Bikes im Test - SUV-E-Bikes – teuer und zumeist gut
© Stiftung Warentest

Argumente dagegen sind hohe Preise und hohes Gewicht

Viele Argumente gegen ein Pedelec – etwa das hohe Gewicht und der hohe Preis – sind nicht von der Hand zu weisen: Im aktuellen Test von Allround-Pedelecs (2022) der Stiftung Warentest sind die Modelle mit Preisen von 3 3000 bis 5 350 Euro alles andere als günstig. Sie wiegen enorme 26 bis 29 Kilogramm. Spätestens, wenn man diese Räder tragen oder ohne Motor fahren muss, ist der Spaß vorbei.

Emissionen durch den Akku sind flott beglichen

Ein häufig genannter Kritik­punkt unter den sons­tigen Gründen war, dass das Pedelec durch seinen Akku gar kein so „grünes Verkehrs­mittel“ sei. Solange das Pedelec Stre­cken zu Fuß oder mit dem Fahr­rad ersetzt, stimmt das auch. Bleibt aber auch mal das Auto zugunsten des Pedelecs stehen, gleichen sich die Emissionen, die vor allem durch die Produktion des Akkus entstehen, ziemlich schnell aus: nach wenigen hundert geradelten statt gefahrenen Kilo­metern. Mit jedem Kilo­meter mehr verbessert sich die Umwelt­bilanz des Pedelecs.

Mehr Kilo­meter unterwegs als vorher

Dass dieses Ziel mitunter ziemlich flott erreicht ist, zeigt die Umfrage der Stiftung Warentest ebenfalls: Die Teilnehmer mit Pedelec gaben mit großer Mehr­heit an, durch ihr Elektrorad mehr mit dem Rad unterwegs zu sein als vorher.

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© Stiftung Warentest

Im Einsatz, wenn es anstrengend wird

Besonders häufig gaben die Umfrage-Teilnehme­rinnen und -Teilnehmer an, ihr Pedelec für Ausflüge und im Urlaub zu nutzen. Und für Stre­cken, auf denen es mit einem Fahr­rad ohne Motor mitunter anstrengend wird – auf hügeligen und bergigen oder längeren Stre­cken.

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© Stiftung Warentest

E-Bikes im Test Testergebnisse für 9 E-Bikes

Akku­kapazität ist vielen wichtig, aber nicht entscheidend

Diese Nutzung und auch der mit einem Pedelec verbundene Wunsch nach mehr Reich­weite unterwegs spiegeln sich auch in den Umfrage-Ergeb­nissen wieder. Wir haben bei Pedelec-Interes­sierten und Besitzern abge­fragt, welche Eigenschaften eines Pedelecs ihnen wichtig sind. Ganz vorn landete bei beiden die hohe Akku­kapazität. Für die Reich­weite ist sie aber nicht allein entscheidend – mindestens genauso wichtig sind Stre­cken­profil und Fahr­verhalten, vor allem aber die gewählte Unterstüt­zungs­stufe des Motors.

E-Bikes im Test - SUV-E-Bikes – teuer und zumeist gut
© Stiftung Warentest

Tipp: Wie Sie das beste E-Bike für Ihre Bedürf­nisse finden sowie Tipps für den Kauf und die ersten Touren, erhalten Sie nach dem Frei­schalten der Testergebnisse.

E-Bikes im Test Testergebnisse für 9 E-Bikes

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467 Kommentare Diskutieren Sie mit

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MHeise am 26.05.2022 um 11:27 Uhr
@azur5a - Impulse gibt es nicht mehr

Ich hatte es schon geschrieben:
"Die Impulse-Motoren wurden 2020 übrigens auch eingestellt (waren von Derby-Cycle, dem größten Fahrradhersteller in D (Kalkhoff,Focus,Rixe,Raleigh,Univega,Cervélo)."
Aktuell gibt es noch einige Ersatzteile. Akkus werden aktuell auch nachgebaut und sind für einen normalen Preis erhältlich (ca. 550 - 700 EUR).
Schön, dass das bestehende Rad so lange läuft - eingestellt wurden die Motoren wohl wegen vieler Beschwerden - mal kurz in Foren nachgesehen (alt viell. besser als neuer).
Der Fall zeigt aber, dass es eine Überlegung wert ist zu berücksichtigen, welche Marktposition ein Hersteller hat. Natürlich gilt auch: Je spezialisierter ein Bauteil ist (z.B. Akkus die in Rahmen passen), desto unwahrscheinlicher ist es, dieses Teil noch in einigen Jahren zu bekommen.
Es ist zu erwarten, dass die Ersatzteilversorgung bei Impulse nach und nach schwieriger wird, und dann gar nicht mehr vorhanden ist. Der Rücktrittmotor ist wohl schon nicht mehr erhältlich.

Pixelauge am 25.05.2022 um 17:53 Uhr
SUV-eBike .... InSUVfizienzBike

eBikes sind definitiv eine große Bereicherung für eine umweltfreundliche und gesunde Fortbewegung! Wer jedoch als gesunder Mensch Hochleistungselektronik braucht, um sich von einem unnötig schweren Rad auf mäßig rollenden Reifen in der Freizeit auf Hügel, gegen den Wind und über (Feld-)Wege zerren zu lassen, evtl. sogar noch nach längerer Autoanfahrt, sollte sich ehrlich eingestehen, dass sie/er mit einem InSUVfinzienz-Bike unterwegs ist und alles andere als sportlich und umweltfreundlich.

azur5a am 25.05.2022 um 16:19 Uhr
Haltbarkeit von Pedelec-Akkus

Im Juli 2011 zwei Kalkhoff Pedelecs mit Shimano Nexus 8G Schaltung neu am Markt mit Rücktrittbremse und Impuls Antrieb gekauft. Nach anfänglichen Problemen und Tausch der Akkus, ein Rad wurde zwischenzeitlich verkauft, zeigt der noch vorhandene Akku 100% Batterikapazität an. Ich bin nach ca.10000km überrascht von der Akku-Lebensdauer.

MHeise am 25.05.2022 um 12:04 Uhr
ewedig - Beschränkungen Gewicht

Bzgl. des Gewichts gibt es 2 formale Beschränkungen:
1. zul. Traglast des Gepäckrägers
2. zul. Gesamtgewicht
Je nachdem was eher erreicht wird, ist die vom Hersteller auferlegte Grenze erreicht:
Bsp.
1: 25 kg
2: 136 kg
136 kg - 26,4 kg (Eigengewicht mit Akku) - 100 kg (Körpergewicht) = 9,6 kg zusätzlich (Gepäckträger) oder Kind erlaubt. Wer leicht ist - hat es leicht ;-).
Das zul. Gesamtgewicht kann also schnell (gerade auf Grund des hohen Eigengewichts der e-Bikes) die Zuladung limitieren.
Die Angaben der StiWa würde ich beim Hersteller kontrollieren. Ich habe die Erfahrung, dass die nicht selten fehlerhaft waren - bevor das ein k.o. Kriterium ist, sollten sie das beim Hersteller prüfen.
Die Angaben des Herstellers sind das eine. Die Angaben im Test zum Fahrverhalten mit Gepäck liefert aber Hinweise, wo es wirklich darauf ankommt. Ebenso deutet die Zuladung von nur 10 kg beim KTM auf eine nötigen Tausch des Gepäckträgers hin - da ist wohl gespart worden.

Profilbild Stiftung_Warentest am 25.05.2022 um 11:26 Uhr
Gepäck/Zuladung/Kinderanhänger

@ewedig: In der Tabelle bzw. konkret in der Ausstattung geben wir zu jedem Rad die zulässige Traglast des Gepäckträgers in Kilogramm an. Diese variiert zwischen 10 und 27 kg.
Alle getesteten Räder machen in den Gebrauchsanleitungen Angaben zur Kindersitz- und Anhängernutzung. Die Vorgaben unterscheiden sich jedoch auch hier. Insofern solch ein Nutzungsszenario angestrebt ist, sollte sich im Vorfeld informiert, was bei dem jeweiligen Pedelec erlaubt bzw. wieviel Nutzlast zugelassen ist. Hier unterstützt der Fachhändler bzw. geben häufig auch die Angaben auf den Homepages der Anbieter Informationen dazu.