Tipps für Kauf und Tour

Aufsatteln. Beweisen die Trekking-E-Bikes auf Mallorcas Straßen Fahr­können und Motor­kraft, auf trockenem und nassem Unter­grund, auch berg­auf? Bildergalerie.

Sicher unterwegs. Mallorca bietet im Februar ein glatt­eisfreies Test-Terrain.

Abge­klebt. Im Praxis­test bleiben die Pedelecs inkognito.

Abge­fahren. Sport­liches Trekking-Pedelec auf Tour.

Herz­stück. Elf fahren mit Bosch-Motor, eins mit Impulse Evo.

Voll­gas. Acht Tester legen sich ins Zeug und in die Kurven.

Bergab. Bei hohem Tempo bleiben viele Pedelecs fahr­stabil.

Berg­auf. Bei Anstiegen leert sich der Akku schneller als sonst.

Anfassen. Wie gut sich die Pedelecs hand­haben und an ihren Fahrer jeweils anpassen lassen, nehmen die Testfahrer gründlich unter die Lupe. Auf dem Prüfplan stehen auch Hand­habungs­tests.

Dokumentieren. Detailliert halten die Tester ihre Eindrücke fest.

Anpassen. Jeder Tester fährt jedes Rad – ist es gut einstell­bar?

Aufbocken. Im Labor absol­vieren die Pedelecs harte Tests. Mit speziellen Geräten prüfen wir zum Beispiel ihre Sicherheit und Halt­barkeit.

Bestanden. Alle Bremsen packen den Test – trocken und nass.

Dauer­test. Wie belast­bar sind Sattel­stütze und Co?

Wasser marsch. Der Motor ist dicht.

Darauf sollten Sie beim Kauf eines E-Bikes achten

Probefahrt mit Gepäck. Damit Sie vor dem Kauf erfahren, ob das Rad zu Ihnen passt und stabil genug fährt, empfehlen wir unbe­dingt eine Probefahrt mit dem Pedelec Ihrer Wahl zu machen, am besten mit Ihrem üblichen Gepäck. Fast alle Trekking-Pedelecs aus unserem Test 2018 fuhren allgemein sehr stabil – auch mit Gepäck. Anders sah es bei den 2016 getesteten Pedelecs mit tiefen Durch­stieg aus. Der ist zwar bequem fürs Auf- und Absteigen, doch zur Fahr­stabilität trägt er nicht bei. Ein einzelnes Rahmenrohr trägt die gesamte Last von Rad, Fahrer und Gepäck. Selbst wenn der Rahmen imstande ist, diese Last dauer­haft zu tragen, kommt es bei manchen Pedelecs insbesondere bei schnellen Ausweichmanö­vern zu schwammigem Fahr­verhalten und zu unangenehmem Nach­schwingen. Solche Unterschiede kann eine Probefahrt unter möglichst realistischen Bedingungen entlarven.

Tipp: Bei einer Probefahrt können Interes­senten einen ersten Eindruck des Fahr­verhaltens und der Hand­habung gewinnen. Wie stabil die Rahmen auf Dauer sind, ob die Akkus elektrisch sicher und ob Griffe und Sattel frei von Schad­stoffen sind, bleibt Laien dabei verborgen. Unsere Test­ergeb­nisse für 12 Trekking-Pedelecs bringen diesbezüglich Klarheit und liefern Details zu Hand­habung und Fahr­verhalten.

Auf starke Akkus achten. Für die meisten E-Bikes bieten die Hersteller verschiedene Batteriegrößen an. Die Kapazität der Lithium-Akkus – und damit die Reich­weite – nimmt mit der Zahl der Lade­zyklen ab. Nach 500 Aufladungen kann das schon 25 Prozent weniger Reich­weite bedeuten. Liegen Ihre regel­mäßig gefahrenen Stre­cken gerade noch im Bereich der Akkureich­weite, ordern Sie besser die nächst­größere Batterie.

Kinder­sitzmontage möglich? Nehmen Sie die Enkel­kinder ab und an mit auf Tour oder bringen Sie die Kinder morgens auf dem Weg zur Arbeit in der Kita vorbei? Dann sollten Sie beim Kauf auch darauf achten, dass ein Kinder­sitz montiert werden kann. Werfen Sie – gemein­sam mit dem Fachhändler – einen Blick in die Unterlagen zum Rad. Erlaubt der Anbieter die Montage eines Kinder­sitzes? Unter welchen Bedingungen? Falls die Montage grund­sätzlich erlaubt ist, ist es praktisch wenn Sie den Sitz beim Kauf des Pedelecs dabei haben und ausprobieren können, ob er sich anbringen lässt. Manchmal ist das durch die Form der Sitz­rohrs oder die Position des Akkus nicht möglich.

Tipp: Welche Kinder­fahr­radsitze die Kleinen sicher trans­portieren, hat die Stiftung Warentest im März 2018 getestet. Von 17 Kinderfahrradsitzen im Test sind 9 gut.

Vor den ersten Touren

Fahr­verhalten kennen­lernen. Ein Pedelec ist kein normales Fahr­rad. Was wie eine Selbst­verständlich­keit klingt, sollten sich insbesondere Menschen vor Augen führen, die lange nicht mehr Fahr­rad gefahren sind und einen Wieder­einstieg mit dem Pedelec wagen. Das Verhalten beim Beschleunigungen, Fahren und Bremsen können sehr unge­wohnt sein. Wir empfehlen, sich lang­sam ran zu tasten und das Pedelec zum Beispiel auf einem Verkehrs­übungs­platz oder einem wenig genutzten Park­platz kennen­zulernen, bevor Sie sich damit in den Verkehr stürzen. Professionell geschult werden Pedelec-Neulinge in Trainings, die zum Beispiel der ADFC und mancher­orts auch die Polizei anbieten.

Helm muss sein. Wenn es um die Ausrüstung geht, die zum Pedelec gehört, sind sich Unfall­forscher und Fahr­radex­perten einig: Ein Helm muss sein. Denn im Schnitt sind Pedelec-Fahrer älter als Radler, die ohne Motor­unterstüt­zung unterwegs sind. Damit sind sie im Falle eines Sturzes auch deutlich anfäl­liger für schwere Kopf­verletzungen. Im Fahrradhelm-Test der Stiftung Warentest holen sieben Modelle das Test­urteil Gut.

Tipps für unterwegs

Zulässiges Gesamt­gewicht berück­sichtigen. Pedelecs dürfen nur eine bestimmte Gewichts­last tragen. Wie hoch die ist, geben die Anbieter vor. Das zulässige Gesamt­gewicht setzt sich zusammen aus dem Gewicht des Fahr­rads samt Akku plus Fahrer und Gepäck. Es gibt Pedelcs, bei denen liegt das Gesamt­gewicht nur bei rund 120 Kilo. Wiegt der Fahrer 90 Kilo, und das Fahr­rad 25 Kilo, bleiben gerade mal noch 5 Kilo fürs Gepäck. Insbesondere, wenn Sie das Rad für längere Touren oder gar für Radreisen nutzen wollen, ist das zu wenig. Grund­sätzlich empfiehlt es sich aus Sicher­heits­gründen, den von den Anbietern angegebenen Grenz­wert einzuhalten.

Am Berg recht­zeitig schalten. Hügel sind die Spezialität der Pedelecs, es hilft ja der Motor. Je nachdem für welchen Pedelec-Typ Sie sich entscheiden, gibt es aber Unterschiede: Fast allen Tiefein­steiger-Pedelecs aus unserem E-Bike-Test 2016 machte das Zurück­schalten am Berg Probleme. Ihre Naben­schaltungen arbeiten nicht unter Last. Beim Fahr­rad ohne Motor genügt ein Sekundenbruch­teil ohne Last auf den Pedalen – und der kleinere Gang ist drin. Beim Pedelec schiebt der Elektromotor zu lange nach. Das Rad kann sogar stehen bleiben. Dann heißt es Anfahren am Berg – je nach Steigung und Gesamt­gewicht nicht einfach. Also: Voraus­schauend fahren und recht­zeitig vor der Steigung den kleinen Gang einlegen. Die Trekking-Pedelecs aus unserem Test 2018 sind alle­samt mit Ketten­schaltungen ausgestattet, die auch unter Last den Gang problemlos wechselten.

Reich­weite im Blick haben. Wie weit Sie der Akku bringt, hängt vor allem von der gewählten Unterstüt­zungs­stufe des Motors, dem Stre­cken­profil und der Eigen­leistung des Fahrers ab. Einfluss haben Sie insbesondere auf die gewählte Unterstüt­zungs­stufe: Für einen schweiß­freien, flotten Ritt zur Arbeit ist eine hohe Unterstüt­zungs­stufe sinn­voll. Wollen Sie auf Tour jedoch richtig Kilo­meter machen, ist es effizienter nur eine leichte Unterstüt­zungs­stufe zu wählen – dann haben Sie länger Freude an der Motor­unterstüt­zung. Müssen Sie es mit Gegen­wind oder einem Anstieg aufnehmen, können Sie immer noch hoch­schalten. Ganz ohne Akku­verbrauch legen Pedelecs übrigens Stre­cken im Rollen oder bei Geschwindig­keiten ab etwa Tempo 25 zurück.

Anschließen, nicht nur abschließen. Die Trekking-Pedelecs aus dem Test 2018 kosten 2 000 bis 2 900 Euro. Einige bieten ein Rahmenschloss, mit dem sich das Rad allerdings nur abschließen lässt. Hartnä­ckige Diebe könnten es also dennoch wegschieben oder tragen. Aufbruchs­sichere Fahr­radschlösser verhindern, dass die wert­vollen Zweiräder ungewollt den Besitzer wechseln. In unserem Test von 20 Fahrradsicherungen sind nur 5 Modelle wirk­lich gut.

Tipp: Viele Fragen rund ums Thema E-Bike beant­worten unsere Experten in den FAQ E-Bikes sowie im Buch E-Bikes & Pedelecs, das auf 176 Seiten Kauf­beratung sowie Informationen zu Technik, Wartung und Reparatur bietet. Für 19,90 Euro ist es im Online-Shop der Stiftung Warentest zu haben.

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TestE-Bikes im Test07.06.2018
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