Durchlauf­er­hitzer im Test Test

Die schwierigste Aufgabe eines Durchlauf­er­hitzers ist es, Warmduscher so gut wie möglich vor einem Kälteschock zu bewahren. Der droht, wenn jemand einen zweiten Hahn aufdreht und das Gerät schlag­artig mehr Wasser auf dieselbe Temperatur bringen muss. Keines im Test beherrscht das perfekt. Aber mehrere moderne Modelle schlagen sich hier immerhin wacker. Eine zweite Schwäche elektrisch betriebener Durchlauf­er­hitzer ist ihr enormer Strom­verbrauch. Moderne, elektronisch gesteuerte Geräte sind immerhin so viel genüg­samer, dass es sich in drei Jahren rechnen kann, traditionelle Vorgänger gegen sie auszutauschen.

Im Test: Elf Elektro-Durchlauf­er­hitzer mit 21 Kilowatt Leistung, davon acht elektronische, sowie exemplarisch zwei voll­elektronische und ein hydrau­lischer.

Der Einstieg in den Testbe­richt

„Der Familien- oder Beziehungs­frieden wird in so manchem deutschen Haushalt durch einen empörten Schrei am Morgen gestört: „Ahhhh – ist das kalt! Mach sofort das Wasser aus! Ich dusche!“ Der Übel­täter in der Küche will gerade den Abwasch vom Vorabend erledigen. Es folgt eine kleinlaute Entschuldigung in Richtung Bad – oder feixendes Lachen, verbunden mit dem Spruch: „Das härtet ab!“

Derart kalt erwischt zu werden, kommt in den besten Familien vor. Wird durch Öffnen eines zweiten Hahnes Warm­wasser gezapft, sinkt oft die Wasser­temperatur unter der Dusche – ein Manko vor allem hydrau­lischer Durchlauf­er­hitzer. Ein weiterer Nachteil strom­betriebener Geräte, wie sie jeder dritte Haushalt nutzt: Sie verursachen sehr hohe Kosten.

Dennoch: So viel güns­tiger andere Geräte, etwa Gast­hermen, auch arbeiten mögen – in Häusern ohne Gasanschluss oder Solar­anlage auf dem Dach können Durchlauf­er­hitzer sinn­voll sein. Weil sie meist nahe an der Zapf­stelle hängen, kommt nach dem Aufdrehen schnell warmes Wasser aus dem Hahn – das bedeutet mehr Komfort. Wegen nied­riger Anschaffungs­kosten können sie sich sogar rechnen. Das gilt aber nur, wenn der Wasser­verbrauch sehr nied­rig ist – etwa in Ferien­wohnungen oder Garten­häuschen, die nicht jeden Tag genutzt werden.(...)“

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