Dunstab­zugs­hauben im Test: Die besten gegen Fett und Geruch

Recycelte Luft. Das Motor­gebläse saugt den Kochdunst an, leitet ihn durch Fett- und Geruchs­filter. Danach strömt die Luft zurück in die Küche.

Nach dem Kochen riecht die Wohnung oft wie eine Frittenbude. Angetrock­neter Fett­dunst ist zudem ein Nähr­boden für Bakterien. Dunstab­zugs­hauben sollen Fett und Gerüche auffangen. Im Dunstab­zughauben-Test der Stiftung Warentest sind 18 Modelle, von der einfachen Unterbauhaube (56 Euro) über Kaminhauben mit horizontalem Schirm von Miele und Siemens bis hin zur Kopf­freihaube von Berbel (2 640 Euro). Manche Hauben bringen frische Luft – andere beleuchten nur das Koch­feld. Die Noten reichen von Gut bis Mangelhaft.

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TestDunstab­zugs­hauben im Test24.02.2021
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Umluft passt in jede Küche

Alle geprüften Abzugs­hauben funk­tionieren sowohl im Abluft- als auch im Umluft­betrieb. Geprüft haben die Tester nur Umluft: Ein Gebläse saugt den Kochwrasen an, führt ihn durch Fett- und Geruchs­filter und pustet die gereinigte Luft in den Raum zurück. Auf diese Weise lassen sich die Hauben in jeder Küche betreiben. Umbauten sind nicht erforderlich.

Abluft braucht Umbauten

Im Abluft­betrieb dagegen leitet das Gebläse den Dunst ins Freie. Vom Mief der Frittenbude bleibt so gut wie nichts übrig. Dafür braucht die Dunstab­zugs­haube einen runden, etwa 15 Zenti­meter großen Durch­bruch durch die Außenwand oder Zugang zu einem Schorn­stein. Weder für Mieter noch für viele Eigentümer sind solche Bauarbeiten eine Option. Zudem muss der Schorn­steinfeger in Wohnungen mit Kamin oder Ofen prüfen, ob genug frische Luft nach­strömt.

Dunstab­zugs­hauben im Test

  • Test­ergeb­nisse. Die Tabelle zeigt Bewertungen der Stiftung Warentest für 18 Wandhauben im Umluft­betrieb, darunter vier Unterbauhauben, acht Schräghauben und sechs Kaminhauben. Die Ergeb­nisse sind filter­bar nach den Kriterien Funk­tion, Geräusch, Hand­habung, Strom­verbrauch, Sicherheit und Verarbeitung. Im Test über­zeugen nur sechs Hauben, fünf davon mit guter Filter­wirkung.
  • Kauf­beratung. Wir sagen, welche Dunstab­zugs­haube am besten gegen Fett und Gerüche ankommt, was Plasmafilter bringen, und welche Hauben wegen mangelhafter Wirk­samkeit durch­fallen.
  • Tipps und Hintergrund. Wir erklären die verschiedenen Hauben­typen und sagen, wie Dunstab­zugs­hauben im Umluft- und Abluft­betrieb funk­tionieren – und was von Abzügen zu halten ist, die sich ins Koch­feld versenken lassen
  • Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus 3/2021.

Dünne und dicke Fett­filter

Durch­sichtig. Im Fett­filter von Elica (oben) bleibt kaum Öl hängen. Der Filter von Miele (unten) ist viel dichter.

Im Labor tropften die Tester Öl und Wasser in einen heißen Topf und maßen anschließend, wie viel davon im Fett­filter landete. Die besten Dunstab­zugs­hauben mit engmaschigen, viellagigen Filtern sammelten bis zu 90 Prozent. Hauben mit dünneren und kleineren Filter kamen teil­weise nicht einmal auf 40 Prozent.

Im Test entfernten Dunstab­zugs­hauben kaum Gerüche

Durch­lässig. Der Geruchs­filter von Respekta enthält nur wenige Krümel Aktivkohle. Kein Wunder, dass er den Mief kaum beseitigt.

Gerüche entfernen die Hauben mittels Aktivkohlefiltern, die Geruchs­moleküle binden. Das klappte im Test oft noch schlechter als die Fett­beseitigung. Auf höchster Stufe sind 11 der 18 Hauben in diesem Punkt mangelhaft. Manche entfernten fast keinen Mief. Ihre Filter enthalten nur wenige Krümel Aktivkohle – kein Wunder, dass sich dort kaum Geruchs­moleküle ablagern.

Umluft und Abluft

In einem früheren Test von Dunstab­zugs­hauben prüfte die Stiftung Warentest sowohl den Abluft- als auch den Umluft­betrieb. Mit Abluft funk­tionierten die Geräte in jedem Fall besser als mit Umluft, Gerüche beseitigten sie alle sehr gut. Daraus lässt sich für diesen Test ableiten: Im Abluft­betrieb sollten die Hauben mindestens die gleichen Noten bekommen wie im geprüften Umluft­betrieb, zumindest Gerüche beseitigen sie aber wahr­scheinlich besser.

Eine entfernt den ganzen Mief

Ganz anders arbeitet der mit vier Kilogramm Aktivkohle gefüllte Geruchs­filter der zweit­besten Dunstab­zugs­haube im Test. Bereits nach 30 Minuten waren nur noch wenige Geruchs­moleküle in der Luft mess­bar. Das ist fast so effektiv wie ein Abluft­betrieb, der die Kochdüfte ins Freie leitet. Küppers­busch bietet übrigens für seine Haube einen nach­rüst­baren Plasmafilter gegen Gerüche an. Was er bringt, erfahren Sie nach Frei­schaltung des Tests.

Regel­mäßige Kosten für neue Filter

Irgend­wann ist selbst der größte Aktivkohle­vorrat gesättigt und nimmt keinen Mief mehr auf. Umluft­hauben brauchen daher regel­mäßig neue Geruchs­filter. Ein Nach­füll­pack Aktivkohle für die zweit­beste Abzugs­haube im Test kostet 71 Euro. Je nach Nutzung reicht das für zwei bis drei Jahre. Viele Umluft­hauben brauchen früher einen Filter­wechsel. Miele etwa nach sechs Monaten, der Filter kostet 83 Euro. Amica will schon nach zwei Monaten einen neuen für 35 Euro. Das sind 210 Euro im Jahr – viel Geld für Filter, die selbst neu nur um 40 Prozent des Geruchs einfingen.

Regenerier­bare Geruchs­filter von Ikea

Die Aktivkohlefilter der Dunstab­zugs­hauben von Ikea lassen sich im Back­ofen regenerieren – je nach Nutzung empfiehlt der Anbieter diese Prozedur alle drei bis vier Monate. Nach zwei Jahren sind neue Filter fällig. Sie kosten 19 beziehungs­weise 29 Euro.

Abzugs­hauben verbreiten Lärm in der Küche

Trotz ihrer schwachen Leistung machen manche Umluft­hauben ziemlichen Lärm. Ihr Motor muss mehr leisten als im Abluft­betrieb, um die Luft durch den zusätzlichen Geruchs­filter zu leiten. Hinzu kommt das Geräusch beim Ausblasen der Luft. Die Unterbauhaube von Ikea schafft es in höchster Lüfter­stufe auf 77 Dezibel. Ein ähnliches Getöse machen Küppers­busch und Elica. Sie sind lauter als eine Wasch­maschine im Schleudergang. Der Testsieger reinigt mit 61 Dezibel deutlich leiser die Luft. Das menschliche Ohr nimmt 10 Dezibel Unterschied etwa als Verdopp­lung der Laut­stärke wahr.

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