Der Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken hat Ende April die Düsseldorfer Hypothekenbank übernommen. Privatanleger kennen die auf Staatsfinanzierung spezialisierte Bank als Herausgeberin von Pfandbriefen. Anleger müssen sich keine Sorgen machen, dass die Papiere nicht zurückgezahlt werden könnten.

Mit der Aktion sind die Banken einer möglichen Pleite zuvorgekommen, auch wenn Sprecher der Düsseldorfer Hypothekenbank bestreiten, dass ihr Haus klamm sei. Die Geschäfte liefen normal weiter. Geplant ist, einen Käufer für die Bank zu finden.

Auch die Pleite der Weserbank vor wenigen Wochen war ein Grund für die Rettung. Die Aktion sollte weitere Unruhe vermeiden und den Pfandbriefmarkt vor Störungen bewahren.

Zur Düsseldorfer Hypothekenbank gehört das Stuttgarter Bankhaus Bauer. Es hat das Privatkundengeschäft der Düsseldorfer Hyp geführt, das nun auch beim Einlagensicherungsfonds angesiedelt ist. Die Sicherungsgrenze der Bank liegt bei 110 Millionen Euro pro Kunde.

Pfandbriefe zählen zu den sichersten Geldanlagen überhaupt. Die Deckungsmasse von Pfandbriefen muss bei drohender Insolvenz getrennt von der übrigen Insolvenzmasse von einem externen Sonderverwalter verwaltet werden.

Tipp: Ab dieser Finanztest-Ausgabe (Print) veröffentlichen wir monatlich eine Übersicht über die größten und liquidesten deutschen Pfandbriefe.

Dieser Artikel ist hilfreich. 529 Nutzer finden das hilfreich.