Dubiose Zins­anlagen

Check­liste: Unseriöse Fest­zins­angebote erkennen

Inhalt
  1. Überblick
  2. Check­liste: Unseriöse Fest­zins­angebote erkennen
  3. Artikel als PDF (3 Seiten)

Je mehr der folgenden Merkmale auf ein Angebot zutreffen, desto wahr­scheinlicher ist es, dass sie riskant oder betrügerisch sind.

Zinsen. Der Anbieter bietet Zinsen für Fest­geld­angebote an, die aktuell am Markt nicht erziel­bar sind.

Impressum. Ein Impressum mit Namen, Anschrift, Telefon, E-Mail-Adresse und Handels­register­nummer des Anbieters ist auf der Platt­form nicht zu finden.

Fake. Die angegebene Handels­register­nummer existiert nicht. Oder es ist eine Firma einge­tragen, die Geschäfte betreibt, die nichts mit dem Angebot auf der Platt­form zu tun haben.

Anbieter. Über das Unternehmen ist kaum etwas bekannt oder es wurde öfter umbe­nannt.

Information. Es gibt weder ausführ­liche Unterlagen noch einen Prospekt.

Vertrags­partner. Es ist unklar, wer genau Vertrags­partner ist.

Ausland. Der Anbieter wirbt für ein lukratives Zins­angebot auf einer deutschen Internetseite (Endung „.de“), sitzt aber im Ausland. Dort ist er im Betrugs­fall nur schwer zu belangen.

Vertrieb. Es rufen ständig Vermittler an, die zur Eile drängen, weil das Topzins­angebot nur für kurze Zeit gilt.

Aufsicht. Das Unternehmen wirbt damit, dass es von der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin) kontrolliert wird. Eine solche Werbung mit der Aufsicht ist verboten.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 05.11.2020 um 14:40 Uhr
Zins24

@RenateHH: Uns sind keine Diskussionsforen von Geschädigten bekannt. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt aber gegen mehrere Betreiber von Internetplattformen, die dubiose Festzinsangebote machen. Geschädigte sollten sich dort melden und ihre Unterlagen zur Verfügung stellen. Die Adresse lautet: Staatsanwaltschaft Dresden, Postfach 160206, 01288 Dresden, poststelle@stadd.justiz.sachsen.de (PH)

RenateHH am 05.11.2020 um 12:54 Uhr
Zins24

Hallo,
wir sind bei Zins24 reingefallen.
Wir fragen uns jetzt natürlich, wie es weiter gehen kann. Einen Anwalt zu beauftragen kostet noch mehr Geld mit miesen Aussichten jemals etwas zurückzubekommen.
Gibt es ein Forum oder ein Diskusionsforum für Geschädigte?
Wir haben nichts gefunden im Netz. Das kann doch nicht sein. Schließlich sind wir nicht die Einzigen und die Masche fand ja, wie hier schon beschrieben, auch z.B. bei sparpiloten statt.
Ein Tip oder Kontakt zu anderen Geschädigten würde uns helfen.
Gruß.

Profilbild Stiftung_Warentest am 12.10.2020 um 12:08 Uhr
Re: Aimondo

@pegasus78: Je nach den Bedingungen einer Schuldverschreibung haben im Einzelfall sowohl der Emittent als auch der Gläubiger das Recht, die Anlage vorzeitig zu kündigen. Die Bedingungen stehen im Basis- oder Wertpapierinformationsblatt. (PH)

Pegasus78 am 07.09.2020 um 19:42 Uhr
Re: Aimondo

Habe bereits in diese zweite Anleihe von Aimondo investiert. Diese sollte dann verbrieft werden, was bisher allerdings nicht geschehen ist.
Komme ich da vor Ablauf der zweijährigen Laufzeit noch irgendwie raus?

Profilbild Stiftung_Warentest am 07.09.2020 um 11:25 Uhr
Aimondo

@Ratlose: Die Auszahlung an die Anleger der 1. Anleihe macht aus der 2. Festzinsanleihe der Aimondo keine sichere Anlage. Für Zinsanleger, die ihr Geld in (sehr) sichere Sparprodukte stecken möchten, sind alle Zinsangebote von Unternehmen zu riskant, weil es dort keinen Schutz bei der Insolvenz des Unternehmens gibt.
Stecken Sie nur Geld in ein einzelnes Unternehmen, auf das Sie bei einer Pleite verzichten könnten. (maa)