Dubai-Fonds Meldung

Es gibt Hotels in Dubai – aber bislang keines, das der Dubai-1000-Hotel-Fonds gebaut hat.

Staatsanwalt. Im Dezember 2005 schrieb Finanztest über Investitionen in Dubai-Immobilienfonds, dass allenfalls wagemutige Anleger investieren sollten (siehe Geschlossene Immobilienfonds). Ende 2008 erhielten 1 000 Wagemutige Post von der Staatsanwaltschaft Dortmund. Sie seien „mögliche Geschädigte“ des Dubai-1000-Hotel-Fonds von Fondsinitiator Georg Recker.

Verdacht. Recker soll Anlegergeld in die eigene Tasche gesteckt haben. Recker weist solche Vorwürfe zurück. Er will seinen Kunden ihr Geld bald zurückzahlen.

Verlust. Anwälte der KWAG aus Hamburg bezweifeln, dass Recker das kann. Laut einer von Recker vorgelegten Bilanz seien nur noch Kontenguthaben von 600 000 Euro vorhanden.

Vorgeschichte. Im Jahr 2005 hatten wir die Kosten von satten 22 Millionen Euro für den auf 143 Millionen Euro veranschlagten Fonds kritisiert. Auch wunderten wir uns, dass Recker bis November 2005 erst 15 Millionen Euro Anlegergeld eingesammelt hatte. Im Jahr 2007 fragten wir nach und erfuhren, dass in der Wüste Dubais eine Baugrube gähnte, wo bereits ein Viersternehotel mit 1 000 Zimmern stehen sollte. Anleger warteten vergeblich auf Renditen von 9 bis 12 Prozent pro Jahr (siehe Meldung Dubai 1000 Hotelfonds).

Ausrede. Damals beschwichtigte ­Recker: „Unser Bau ist weiter fortgeschritten als alle anderen Bauvorhaben in Downtown Dubailand.“ Selbst Einheimische „mit Kontakten“ bauten nicht schneller.

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