Bei der Versorgung von bettlägerigen Patienten, bei denen es zu Druckgeschwüren kommt, werden viele Fehler gemacht. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat die Praxis bewertet: Auf keinen Fall sollten Felle, Gummiringe, Wasserkissen, kleinzellige Auflagen, Watteverbände sowie Fersen-, Hacken- und Ellenbogenschoner aus Fell eingesetzt werden. Geeigneter sind meist großzellige Unterlagen. Hautpflege, Massagen und diverse durchblutungsfördernde Salben sind kaum wirksam oder schädlich. Regelmäßige Pflegevisiten sind erforderlich, ebenso ein Bewegungsplan. Die Vorbeugung muss einsetzen, bevor erste Anzeichen von Hautschäden sichtbar werden. Tritt ein Druckgeschwür auf, muss die Pflegeeinrichtung nachweisen, dass sie nach dem Standard gehandelt hat. Eine „Aktion gegen Gewalt in der Pflege“ (AGP) startet unterdessen die Kampagne „Wir retten unsere Haut“: Druckge­schwüre sollen bald der Vergangenheit angehören, die Hälfte ließe sich schon durch gezielte Aufklärung von Ärzten vermeiden.

Infos:

KDA
Tel. 02 21/93 18 47–19 oder – 28

Professor Rolf Hirsch von „Handeln statt Misshandeln“ (HsM)
Tel. 02 28/63 63 22

Ina Stein vom Sozialverband Deutschland (SoVD)
Tel. 0 89/12 61 27 99.

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