Druckertinte Test

Güns­tige Drucker, teure Tinte – so das Geschäfts­modell der Drucker­anbieter. Viele Verbraucher nutzen daher güns­tige Produkte von Drittanbietern. Doch wie groß ist die Ersparnis, wie die Druck­qualität der Fremdtinte? test hat Tinten­patronen für vier aktuelle Drucker von Brother, Canon, Epson und HP getestet. Außerdem im Test: Tonerkartuschen für Laserdrucker. Ergebnis: Kunden können ordentlich sparen, die Qualität kommt mitunter den Originalen nahe.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Druckerpatronen.

Pelikan spart am wenigsten

Wie viel welche Fremdtinte spart, lässt sich an den Patronenpreisen allein nicht ablesen. Denn unterschiedliche Drucker­patronen enthalten unterschiedlich viel Tinte. Um die Ersparnis zu ermitteln, haben die Tester die Patronen zunächst leer gedruckt. So haben sie erfahren, wie viele Seiten mit einer Patrone gedruckt werden können. Anhand der Patronenpreise lässt sich dann der Seiten­preis ermitteln – und damit die Ersparnis. Am geringsten fällt sie im aktuellen Tintentest bei den Pelikan-Patronen für Canon aus: Sie beträgt nur 30 Prozent. Die Canon-Tinte von Peach spart dagegen 80 Prozent – und druckt zudem in besserer Qualität. Auch beim HP-Drucker druckt Peach am güns­tigsten und am besten.

Keiner druckt wie das Original

Im vorigen Test von Druckertinten schafften einige Fremd­patronen sogar bessere Ausdrucke als die Original­patronen der Druckeranbieter. Im aktuellen Test ist das anders: Diesmal erreicht keine der Fremdtinten die Druck­qualität der Originale. Doch die AgfaPhoto-Tinte für Brother, die Armor- und KMP-Tinte für Epson und die Peach-Tinte für HP kommen ihr immerhin recht nahe. Etliche andere zeigen dagegen Schwächen im Druck­bild oder Probleme bei der Wisch-, Wasser- oder Licht­beständig­keit.

Patronen mit Chips und Batterien

Canon, Epson und HP statten ihre Drucker­patronen mit elektronischen Chips aus. Offiziell dienen sie der Füll­stands­kontrolle. Doch machen sie auch den Nach­bau schwerer. Im Fall der neuesten Epson-Patronen brauchen die nachgebauten Chips offen­bar eine eigene Spannungs­versorgung: In sämtlichen Fremd­patronen für Epson fanden die Tester kleine Batterien. Problematisch: Jet Tec weist seine Nutzer über­haupt nicht auf die Batterie und ihre sachgemäße Entsorgung hin, KMP informiert nur auf dem Beipack­zettel, nicht auf der Verpackung. Dass es auch ohne Chip geht, zeigen die Drucker von Brother: Ihre Patronen haben ein kleines Sicht­fenster. Damit kann der Drucker über einen optischen Sensor den Füll­stand kontrollieren – ganz ohne Chip.

Erst­mals auch Toner geprüft

Erst­mals auch im Test: Tonerkartuschen für zwei Laserdrucker. Auch hier erreicht keines der Alternativ­produkte die Qualität der Originale. Der Pelikan-Toner für Samsung schafft immerhin sehr gute Text­drucke. Bei Grafiken und Fotos über­zeugt er weniger. Außerdem bietet auch beim Toner Pelikan die geringste Ersparnis: Bei Farb­drucken auf dem HP-Laser sind es nur 20 Prozent. Am meisten spart der Toner von Digital Revolution für Samsung-Drucker – doch liegt er qualitativ merk­lich hinter dem Originaltoner von Samsung. Bemerkens­wert: Sämtliche Fremdtoner für HP zeigen Probleme bei der Wisch­beständig­keit. Der schwarze Toner lässt sich auch nach Wochen noch mit dem Finger verwischen.

Drucker im Test

Die Stiftung Warentest testet natürlich auch Drucker und veröffent­licht die Ergeb­nisse im großen Produktfinder Drucker. Er bietet Test­ergeb­nisse und Ausstattungs­listen für insgesamt 142  Drucker und Drucker-Scanner-Kombis, dazu Test­kommentare, tages­aktuelle Preise für jedes Modell, Preis­entwick­lung und Fotos. Alle Daten gibt es „live am Bild­schirm“ und zum Download als PDF.

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