Drucker im Test

Passenden Drucker kaufen, Druck­kosten senken

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Drucker im Test - Finden Sie den perfekten Drucker
Tinte aus Flaschen. Gegen­über Druckern mit Tinte aus Patronen kann das die Druck­kosten deutlich senken. © Benjamin Pritzkuleit

Online-Tickets, Behörden­briefe, Urlaubs­fotos: Dafür braucht es einen Drucker. Doch worauf beim Kauf achten? Wie die Kosten senken? Wir beant­worten die häufigsten Fragen.

Drucker im Test Testergebnisse für 204 Drucker

Den passenden Drucker finden

Ich drucke nur selten – welche Art von Drucker sollte ich kaufen?

Für Gelegen­heits­drucker ist ein Laser meist die bessere Wahl. Denn anders als Tinten­drucker arbeiten Laser auch dann zuver­lässig, wenn sie monate­lang tatenlos herum­gestanden haben. Bei Tinten­druckern kann in dieser Zeit leicht der Druck­kopf eintrocknen. Für Wenig­drucker ist zudem ein Modell mit geschlossenem Papierfach besonders sinn­voll, da das Papier in einem offenen Fach bei längerer Nicht­benut­zung verstaubt.

Den Drucker mit mehreren Rechnern nutzen – worauf ist zu achten?

Wer von mehreren Notebooks oder dem PC aus drucken will, wählt am besten einen netz­werk­fähigen Drucker. Je nach Ausstattung lässt sich der per Lan-Kabel oder per WLan-Funk ins heimische Netz­werk integrieren und so von allen Rechnern im lokalen Netz ansprechen. Eine Alternative: Manche Netzwerkrouter bieten einen USB-Anschluss, an den sich beliebige Drucker anschließen und dann ebenfalls von mehreren PCs ansprechen lassen. So lässt sich ein einfaches Gerät ohne eigenen Netz­werk­anschluss in einen Netz­werk­drucker verwandeln.

Netzwerkdrucker mit Lan-Anschluss
Netzwerkdrucker mit WLan

Kann man auch von Smartphones und Tablets drucken?

Die meisten netz­werk­fähigen Drucker lassen sich nicht nur von Wind­ows- und Mac-Rechnern, sondern auch von Android- und iOS-Smartphones und -Tablets ansteuern. Das kann über verschiedene Wege laufen: Zum einen bieten die Druckeranbieter spezielle Druck-Apps, aus denen sich Druck­aufträge starten lassen. Zum anderen bieten die mobilen Betriebs­systeme offene Schnitt­stellen zum Drucken: Bei iOS heißt sie Airprint, bei Android gibt es Mopria und die Druck­dienst-Plug-Ins. Mit Netz­werk­druckern, die diese Stan­dards unterstützen, können Nutze­rinnen und Nutzer dann aus beliebigen Apps drucken, nicht nur über die anbieterspezi­fische Druck-App.

Drucker mit Airprint
Drucker mit Mopria

Welche anderen Ausstattungs­merkmale gilt es zu beachten?

Wer öfters beidseitig druckt, wählt ein Gerät, das den auto­matischen Duplex­druck beherrscht: Es kann Papier auf beiden Seiten bedrucken, ohne dass der Nutzer es von Hand wenden müsste.

Drucker mit Duplexdruck

Wer nicht nur drucken, sondern auch gedruckte oder gezeichnete Vorlagen in den Rechner einlesen oder fotokopieren will, nimmt einen Kombidrucker mit Scan- und Kopier­funk­tion.

Alle Multifunktionsdrucker

Wer braucht denn heute noch Fax?

Bei den Multi­funk­tions­druckern verkaufen sich diejenigen mit Fax-Funk­tion immer noch ähnlich gut wie jene ohne. Die gute alte Fernkopie ist eben immer noch beliebt für Papierkram wie Auftrags­bestätigungen oder Rechnungen.

Multifunktionsdrucker mit Fax

Zudem haben Fax-Kombidrucker einen Vorteil, der sie auch für Fax-Muffel interes­sant machen kann: Sie bieten einen auto­matischen Vorlagen­einzug. Der ist praktisch, wenn man öfters mehr­seitige Vorlagen scannt oder kopiert. Bei Kombidruckern ohne Fax ist er eher die Ausnahme

Multifunktionsdrucker mit automatischen Vorlageneinzug

Druck­kosten senken

Wie kann ich Tinten- beziehungs­weise Toner­kosten sparen?

Schon bei der Suche nach dem passenden Drucker sollte man auf die Folge­kosten achten. Besonders wer sehr viel druckt, sollte ein Gerät mit geringen Kosten wählen, auch wenn es in der Anschaffung zunächst teurer ist. Wir prüfen und bewerten bei allen Druckern in der Testdatenbank die Kosten für Tinte beziehungs­weise Toner. Viele Drucker verfügen über einen sogenannten Entwurfs-Modus mit verringertem Tinten- oder Tonerverbrauch. Die Drucke sind dann weniger scharf und kontrastärmer. Damit kann man Drucke erstellen, die nur zum Korrekturlesen oder für den eigenen Gebrauch benötigt werden.

Eine weitere Einspar­möglich­keit: Güns­tige Fremdtinte statt der teuren Tinte der Druckeranbieter verwenden. Hier gibt es allerdings erhebliche Qualitäts­unterschiede, wie unsere Tests von Druckerpatronen zeigen. Das gilt auch für Toner­patronen der Laser­drucker.

Wie spare ich Papier­kosten?

Wer weniger Geld für Papier ausgeben oder die Umwelt schonen will, bedruckt Papier beidseitig. Das geht am besten mit einem Drucker, der den auto­matischen Duplex-Druck beherrscht.

Drucker mit Duplexdruck

Bei Laser­druckern kann man zudem getrost zu güns­tigem Papier greifen: Bei Ihnen wirkt sich die Papierqualität – anders als bei Tinten­druckern – kaum aufs Druck­bild aus. Wer mit Tinten­druckern gern auf schönem Fotopapier druckt, muss nicht unbe­dingt das relativ teure Papier der Druckeranbieter nutzen. Es kann sich lohnen, einmal güns­tigeres Fotopapier von Dritt­anbietern auszupro­bieren.

Kann ich meinen Drucker an einer ausschalt­baren Steck­dosen­leiste betreiben?

Bei einem Laser­drucker ist das kein Problem – aber meist auch nicht nötig, denn Laser­drucker haben in der Regel einen netz­trennenden Ausschalter. Anders Tinten­drucker: Die werden beim Ausschalten nur in einen stromsparenden Standby-Modus versetzt. Meist ist es keine gute Idee, so ein Gerät mit einer schaltenden Steck­dosen­leiste ganz vom Stromnetz zu trennen, um auch das biss­chen Standby-Strom noch zu sparen: Manche Drucker starten, wenn sie vom Netz getrennt und dann wieder einge­schaltet werden, einen Reinigungs­durch­gang für den Druck­kopf. Das kann durch erhöhten Tinten­verbrauch weit­aus mehr kosten als der vermiedene Standby-Strom­verbrauch.

Rund um Tinte und Toner

Ist in den Patronen, die dem Drucker beiliegen, weniger drin?

Ja, häufig schaffen die beiliegenden Patronen weniger Seiten als die Patronen, die man im Handel nach­kaufen kann. Bei Tonerkartuschen kann man das meist auf der Verpackung ablesen. Bei Tinten­patronen liegen in der Regel die kleineren statt der großen XXL-Patronen bei.

Verbraucht ein Drucker auch dann Tinte, wenn er nicht druckt?

Bei Tinten­druckern ist das in der Tat der Fall. Die spülen ihre Druck­köpfe gelegentlich mit Tinte durch, damit sie bei längerem Nicht­gebrauch nicht verstopfen. So entstehen auch Tinten­kosten, wenn gar nicht gedruckt wird. Diese Kosten sind allerdings je nach Modell extrem unterschiedlich. In einer Untersuchung zum Tintenverbrauch stellten wir bei verschiedenen Druckern, die sechs Wochen lang nicht druckten, Tinten­kosten zwischen 20 Cent und 10 Euro fest. Laser verbrauchen keinen Toner, wenn sie nur herum­stehen. Auch deshalb sind sie für Wenig­drucker oft die bessere Wahl.

Muss ich wirk­lich die Patronen wechseln, wenn der Drucker „leer“ meldet?

Das hängt vom Drucker ab: Bei vielen Modellen ist es möglich, eine solche Warnung einfach wegzukli­cken und danach noch weiter zu drucken. Bei ihnen kann man mit den alten Patronen noch weiter drucken, bis tatsäch­lich Bild­fehler erkenn­bar sind. Bei Laser­druckern kann es dann noch helfen, die Kartusche heraus­zunehmen, vorsichtig zu schütteln und wieder einzusetzen. Oft lassen sich so noch etliche fehler­freie Seiten heraus­quetschen. Andere Geräte verweigern dagegen einfach das Drucken, sobald sie der Meinung sind, die Patronen seien leer.

Verliert mein Drucker die Garantie, wenn ich Fremdtinte nutze?

Es geistern immer wieder Berichte durchs Netz, dass Händler oder Druckeranbieter Gewähr­leistung oder Garan­tieleistungen verweigerten, weil der Nutzer Fremdtinte genutzt hat. Richtig ist: Die Wahl der Tinte beein­trächtigt weder Garantie noch Gewähr­leistung (siehe auch unsere Meldung Drucken mit Billigtinte: Ohne Gewähr?). Nur wenn ein Drucker tatsäch­lich durch Fremdtinte beschädigt wird, muss der Druckeranbieter nicht für den Schaden aufkommen. Dann haftet statt­dessen der Tinten­anbieter. In einzelnen Fällen haften auch die Händler, die Billig-Drucker­patronen für Marken­drucker verkaufen – wie unsere Meldung Wenn billige Fremdtinte den Drucker beschädigt zeigt.

Meine Ausdrucke sind oft verschmiert, woran kann das liegen?

Besonders bei Tinten­druckern hat die Wahl des Papiers einen enormen Einfluss auf die Druck­qualität. Wenn das Papier nicht saug­fähig genug ist, kann der Druck verschmieren. Schwereres Tinten­druck-Papier ermöglicht in der Regel bessere Drucke. Für den Fotodruck ist spezielles Fotopapier am besten. Die Druckeranbieter empfehlen in ihren Anleitungen meist passende Papiere. Es kann sich aber auch lohnen, mit güns­tigeren Fotopapieren von Dritt­anbietern zu experimentieren. Wichtig: Der Drucker muss „wissen“, auf welchem Papier­typ er druckt. Im Druck­dialog am PC darum immer die korrekte Papier­art angeben.

Drucker im Test Testergebnisse für 204 Drucker

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Profilbild Stiftung_Warentest am 18.10.2022 um 14:40 Uhr
Canon Maxify: Scan auf NAS auch ohne SMBv1

@wh1717: Vielen Dank für die Rückmeldung. Natürlich probieren wir in unserem Test möglichst viele Funktionen abzudecken. Trotzdem kann uns in Einzelfällen mal etwas spezielles durchrutschen. In diesem Fall, können wir Sie aber insofern beruhigen, dass wir die von Ihnen beschriebene Einschränkung mit einem GX6050 (der kleine „Bruder“) und einer Synology NAS nicht nachstellen konnten. Wir konnten auch bei deaktiviertem SMBv1 einen Ordner auf dem NAS als Zielordner für den Drucker einrichten. Aktualisieren Sie gegebenenfalls die Firmware und die Software auf dem Windows Rechner. Außerdem nutzen Sie bei der Einrichtung des Ordners nicht die „Durchsuchen“ Funktion, sondern geben den Ordner direkt im Textfeld an z.B. „\\192.168.10.XY\MeineScans“ o.ä..
Die anderen von Ihnen beschriebenen Einschränkungen und negativen Punkte sind für den durchschnittlichen Heimanwender (Windows Rechner) entweder verhältnismäßig speziell oder nur sehr selten durchzuführen und haben daher bei uns im Test nur eine untergeordnete Wichtigkeit.

wh1717 am 08.10.2022 um 08:29 Uhr
Canon Maxify Drucker (NAS Speicher nur SMBv1)

Hallo liebe Test Redaktion,
ich habe mir - auch wegen dem postiven Test - den Maxify GX7050 gekauft. In der Tat ein preiswerter Drucker aber mit schwerwiegenden Mängeln:
- Scannen/Faxempfang auf ein Netzlaufwerk geht nur, wenn SMBv1 aktiv ist, was ein elementares Sicherheitsproblem auch im Heimnetz darstellt. Dies muss einem Tester auffallen. Nicht getestet oder doch SMBv1 aktiviert?
- verschiedene Funktionen kann man NUR direkt am Drucker einstellen, z.B. die Zeitzone. Die GUI für die Konfiguration hat viele Dinge nicht und ist einfach aus der Zeit gefallen. Man benötigt also noch extra Tools, die es NUR für Windows (kein Mac/Linux) gibt:
*das Scanverzeichnis muss mit der Toolbox definiert und auf den Drucker geladen werden, erst danach steht dieses zu Auswahl zur Verfügung
*Kurzwahlen müssen mit einem eigenen Programm definiert werden
Das USB Slot auf dem Scans/Faxe gespeichert werden können, kann NICHT ausgelesen werden, man muss also den Stick abziehen und am Rechner anstecken

MHeise am 26.08.2022 um 10:44 Uhr
Preise sind weiterhin hoch

Ein Hinweis fehlt mir. Die Preise sind auf Grund der eingeschränkten Lieferfähigkeite weiterhin hoch. Normalerweise bekommt man im Internet eine starken Abschlag. Als ich für eine Bekannte einen Drucker gesucht habe, waren die meisten Preise oberhalb (!) der UVP.
Aktuell ein Bsp. Schwarweiß-Mulitfunktionsdrucker - kostete mal 145 EUR - jetzt der günstigste Preis 223 (normalerweise aktuell bei 240 EUR).
Viele Drucker sind einfach gar nicht lieferbar. Unbedingt auf die Lieferzeiten und die zuverlässigkeit des Shops achten!

halsbandschnaepper am 25.08.2022 um 17:22 Uhr
RE: Umwelteigenschaften gut ohne Duplexdruck?

Naja Duplex ist nur so gut für die Umwelt wie es auch genutzt wird. Die meisten nutzen Duplex halt nicht. Wer viel druckt wird schon darauf achten, wer wenig druckt nutzt manuellen Duplex. Einfach erst die ungeraden Seiten drucken, zurück in den Drucker legen und die geraden Seiten drucken. Geht mit jedem Drucker.

Profilbild Stiftung_Warentest am 25.08.2022 um 17:16 Uhr
Duplexdruck, Beispiel-Bilder

@Maximilian1015: Das doppelseitige Drucken ist eine Funktion, die manchen sehr wichtig ist, anderen aber auch nicht. Daher führen wir es als Ausstattungsmerkmal auf. Das Vorhandensein von (automatischem) beidseitigem Druck fließt aber trotzdem auch in die Note für die Vielseitigkeit ein.
Eine Vermittlung von Testdrucken im Heft oder Online ist technisch nicht ohne weiteres machbar, weil der Einfluss des Scanners zur Digitalisierung einerseits und der Monitore zur Darstellung bzw. des Heftdrucks andererseits sehr groß ist und die Ergebnisse verfälschen kann. Um unseren Lesern trotzdem einen Einblick zu geben, veröffentlichen wir besonders drastische Beispiele ab und zu in unseren Artikeln (zuletzt 04/2022) und erklären besonders häufige Probleme. Zusammengefasst erwarten wir natürlich, dass das Ergebnis so nah wie möglich an dem Original ist und unschöne Artefakte oder gar Veränderungen ausbleiben.