Drucker im Test

Laser- oder Tinten­strahl­drucker?

Die tech­nischen Unterschiede zwischen den beiden Druck­techniken führen zu verschiedenen Stärken und Schwächen.

Drucker im Test Testergebnisse für 167 Drucker

Inhalt

Laser­drucker versus Tinten­strahl­drucker: Vorteile und Nachteile

Ein Laser­drucker bringt Texte und Bilder anders auf Papier als ein Tinten­strahl­drucker. Beide Techniken haben Vor- und Nachteile. Wer sie kennt, kann seinen Drucker nach den persönlichen Bedürf­nissen auswählen.

So funk­tioniert der Laser­druck

Eine Trommel wird ganz­flächig elektrisch geladen und dann durch Licht­strahlen gezielt dem Druck­bild entsprechend wieder entladen. Dann kommt der Toner auf die Trommel. Der ist ebenfalls elektrisch geladen und bleibt nur an den vorher vom Laser entladenen Flächen hängen. Von dort wird der Toner auf das Papier über­tragen und schließ­lich durch die Fixier­einheit bei Temperaturen von bis zu 200 Grad Celsius verbacken.

Drucker im Test - Der beste Drucker für Sie
Laser­drucker werden innen heiß. Das Papier kommt mit fast 60 Grad Celsius heraus. © Stiftung Warentest

Bei vielen Geräten über­nehmen Leucht­dioden (LED) den Part der Licht­quelle. Genau genommen könnte man daher zwischen Laser- und LED-Druckern unterscheiden. Doch das Arbeit­sprinzip ist dasselbe, für den Nutzer hat diese Unterscheidung keine größere Bedeutung. Der Produktfinder folgt daher dem allgemeinen Sprach­gebrauch und fasst beide Varianten unter dem Überbegriff „Laser­drucker“ zusammen.

Die Vorteile von Laser­druckern

Laser­drucker arbeiten in der Regel sehr schnell und drucken besonders Text schärfer und meist auch licht- und wasser­beständiger als Tinten­drucker. Das macht sie zu perfekten Arbeits­tieren im Büro. Auch haben Laser nicht das Problem eintrock­nender Druck­köpfe. Sie können sehr lange ungenutzt herum­stehen und dann sofort ohne Probleme losdrucken. So sind sie auch für Selten­drucker interes­sant.

Die Nachteile von Laser­druckern

Beim Fotodruck können Laser­drucker noch nicht mit guten Tinten­druckern mithalten. Häufig stören Fehler das Druck­bild (siehe Beispielfoto). Auch können sie nicht randlos drucken wie die meisten Tinten­strahler. Bei vergleich­barer Ausstattung sind Laser­drucker über­dies teurer und sper­riger als Tinten­drucker.

Drucker im Test - Der beste Drucker für Sie
Fotokopien per Laser­druck. Oft trüben Farb­fehler, Über­strahlen oder störende Streifen das Bild – hier beim Modell HP M183fw. © Stiftung Warentest

Zudem stoßen Laser­drucker – wie viele andere Geräte auch – winzige Partikel aus. Manche befürchten, dass sie ein Gesund­heits­risiko darstellen könnten. Belege für eine Gesund­heits­gefahr durch Laser­drucker fanden Behörden wie die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung sowie das Bundesinstitut für Risikobewertung in diversen Unter­suchungen bisher aber keine.

Alle Laserdrucker im Test

So funk­tioniert der Tinten­strahl­druck

Der Druck­kopf bewegt sich auf einer Schiene über das Papier, das seiner­seits zeilen­weise weitertrans­portiert wird. Dabei schleudert der Druck­kopf winzige Tintentröpf­chen auf das Papier. Je nach Beschaffenheit des Papiers verlaufen diese Tröpf­chen darauf mehr oder weniger stark. Deshalb hängt besonders die Schärfe des Druck­bildes stark vom verwendeten Papier ab.

Die Vorteile von Tinten­strahl­druckern

Auf geeignetem Spezial­papier können gute Tinten­drucker hervorragende Fotodrucke liefern, die an Lebendig­keit und räumlicher Tiefe chemisch belichteten Foto­abzügen in nichts nach­stehen. Zudem können die meisten Tinten­strahl­drucker randlos und auf Spezialmedien wie Bügelfolien oder beschichtete CDs drucken.

Drucker im Test Testergebnisse für 167 Drucker

Die Nachteile von Tinten­strahl­druckern

Je nach Zusammenset­zung der Tinte sind die Drucke oft wasser- oder licht­empfindlicher als Laser­drucke. Außerdem kann der Druck­kopf bei Tinten­druckern austrocknen, wenn sie länger nicht benutzt werden. Um das Eintrocknen zu verhindern, spült der Drucker Tinte durch die Düsen des Druck­kopfes. So verbrauchen Tinten­drucker auch dann Tinte, wenn sie gar nichts drucken. Das ist besonders für Wenig­drucker ärgerlich.

Alle Tintendrucker im Test

Drucker im Test Testergebnisse für 167 Drucker

Mehr zum Thema

  • Canon Pixma GM4050 Schwarz­weiß­drucker mit Farb­option

    - Canon vermarktet den Pixma GM4050 als Schwarz­weiß­gerät, aber er kann auch farbig drucken. Was die optionale Farb­funk­tion taugt, zeigt der Schnell­test der Stiftung...

  • Sofort­bild­kameras und Fotodru­cker im Test Oft haperts an der Bild­qualität

    - Einst Kult, dann fast verschwunden und jetzt wieder da: Sofort­bild­kameras erleben derzeit ein Revival. Aber wie gut ist die Bild­qualität wirk­lich? Die Stiftung...

  • 3D-Drucker Gute Druck­qualität schon für unter 300 Euro

    - Sie drucken Figürchen, Spielzeug, Schmuck oder Ersatz­teile aus Kunststoff – 3D-Drucker erobern allmählich Privathaushalte. Geräte für den Haus­gebrauch arbeiten meist...

388 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 25.05.2022 um 11:14 Uhr
eingebaute Obsoleszenz?

@Peter089: Im Test prüfen wir, ob der Resttintenbehälter wechselbar ist. Das Ergebnis fließt in die Note der "Umwelteigenschaften" ein, und wir geben es in der Tabelle bei den Ausstattungsmerkmalen an. Der Canon Pixma G650 zum Beispiel erlaubt es dem Benutzer, selbst den Resttintenbehälter (oft auch Wartungskassette genannt) zu wechseln. In unseren FAQ hier im Test geben wir übrigens den Tipp, den Drucker nicht vollständig vom Netz zu nehmen (z.B. mit der Steckdosenleiste), denn manche Drucker starten, wenn sie vom Netz getrennt und dann wieder einge­schaltet werden, einen Reinigungs­durch­gang für den Druck­kopf. Das kann durch erhöhten Tinten­verbrauch weit­aus mehr kosten als der vermiedene Standby-Strom­verbrauch. Und die Tinte landet jedes Mal im Resttintenbehälter.

Peter089 am 25.05.2022 um 10:36 Uhr
"Gute" Umwelteig. trotz eingebauter Obsoleszenz?

Wenn ich auf Shopping-Seiten die Benutzerkommentare zu den getesteten Druckern (z. B. Epson EcoTank 2850, Canon Pixma G650) lese, dann finde ich Hinweise, dass die Drucker irgendwann mit der Meldung "Der Tintenauffangbehälter ist voll" den Betrieb einfach einstellen, obwohl kein Defekt vorliegt. Beim Epson EcoTank 2850 verweigert dann auch der Scanner den Betrieb, obwohl beim Scannen die Druckfunktion gar nicht verwendet wird. Für mich ist das eingebaute Obsoleszenz und in der heutigen Zeit inakzeptabel: es ist letztlich einfach ein Zähler eingebaut, und das Gerät schaltet sich dann einfach ab. In einem Benutzerkommentar beschreibt eine Benutzerin, dass ihr das sogar schon während der ersten 6 Monate des Betriebs des Druckers passierte.
Ich frage mich, wie solche Geräte bei den Umwelteigenschaften in Ihrem Test ein "Gut" bekommen können. So lang die Tinten-Auffangbehälter nicht durch Benutzer austauschbar oder entleerbar sind, sind diese Drucker doch nichts als Wegwerfartikel.

NachStiftungKäufer am 07.04.2022 um 22:03 Uhr
Gerettet!

Ganz plötzlich ging heute mein Drucker kaputt, und da hat mich einmal mehr Ihr Test - ich besitze die Digitalflatrate für Test und Finanztest - gerettet. Ich habe jetzt den zweitbesten Drucker im Test erworben und setze auf gute Qualität und darauf, dass meine Treue zu Canon sich weiterhin als berechtigt erweist!

halsbandschnaepper am 05.04.2022 um 13:34 Uhr
randlose Fotos...

Naja wenn man viele Fotos druckt mag das wichtig sein. Sonst schneidet man den Rand bei Bedarf weg. Wirklich sinnvoll ist das Drucken von Fotos eh nicht, die lassen sich günstig und gut in der Drogerie etc. drucken...

joergbpunkt am 30.03.2022 um 14:48 Uhr
"Sehr guter Fotodruck" obwohl nur mit Rand

@Stiftung_Warentest: Ihre Argumentation ist nachvollziehbar, dennoch halte ich die Kriterien, so wie sie von Ihnen gewählt worden sind, für unglücklich.
Denn wenn ich ohne genauere Recherche in den Testergebnissen den Filter "Sehr guter Fotodruck" auswählen und von den Ergebnissen dann den Testsieger bestellen würde, wäre ich doch ziemlich überrascht, einen Drucker zu erhalten, der Fotos nur mit Rand druckt.
Selbst bei genauerer Überprüfung der angegebenen Produktmerkmale zum Drucker ist bei Ihnen nur "Randloser A4-Druck" = Nein enthalten, was immer noch bedeuten könnte, dass der Drucker normale Foto-Formate randlos bedrucken kann.
Ich bin jedenfalls froh, dass ich vor einem Kauf noch andere Zeitschriften wie bspw. die c't geprüft habe, wo dieser Nachteil für Ihren Testsieger klarer benannt wird.