Druck­techniken im Vergleich

Tinten­druck und Laser­druck funk­tionieren grund­legend unterschiedlich – und haben entsprechend unterschiedliche Stärken und Schwächen.

Tinten­druck – Vorteile und Nachteile

So funk­tioniert es: Der Druck­kopf bewegt sich auf einer Schiene über das Papier, das seiner­seits zeilen­weise weitertrans­portiert wird. Dabei schleudert der Druck­kopf winzige Tintentröpf­chen auf das Papier. Je nach Beschaffenheit des Papiers verlaufen diese Tröpf­chen darauf mehr oder weniger stark. Deshalb hängt besonders die Schärfe des Druck­bildes stark vom verwendeten Papier ab.

Vorteile: Auf geeignetem Spezial­papier können gute Tinten­drucker hervorragende Fotodrucke liefern, die an Lebendig­keit und räumlicher Tiefe chemisch belichteten Foto­abzügen in nichts nach­stehen. Zudem können Tinten­strahl­drucker randlos und auf Spezialmedien wie Bügelfolien oder beschichtete CDs drucken.

Nachteile: Je nach Zusammenset­zung der Tinte sind die Drucke oft wasser- oder licht­empfindlicher als Laser­drucke. Außerdem kann der Druck­kopf bei Tinten­druckern austrocknen, wenn sie länger nicht benutzt werden. Um das Eintrocknen zu verhindern, spült der Drucker Tinte durch die Düsen des Druck­kopfes. So verbrauchen Tinten­drucker auch dann Tinte, wenn sie gar nichts drucken. Das ist besonders für Wenig­drucker ärgerlich.
Alle Tintendrucker im Test

Laser­druck – Vorteile und Nachteile

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Laser­drucker: Das Papier kommt mit 60 Grad heraus.

Laser­drucker werden innen heiß. Das Papier kommt mit 60 Grad heraus.

So funk­tioniert es: Eine Trommel wird ganz­flächig elektrisch geladen und dann durch Licht­strahlen gezielt dem Druck­bild entsprechend wieder entladen. Dann kommt der Toner auf die Trommel. Der ist ebenfalls elektrisch geladen und bleibt nur an den vorher vom Laser entladenen Flächen hängen. Von dort wird der Toner auf das Papier über­tragen und schließ­lich durch die Fixier­einheit bei Temperaturen von bis zu 200 Grad verbacken. Bei vielen Geräten über­nehmen Leucht­dioden (LED) den Part der Licht­quelle. Genau genommen könnte man daher zwischen Laser- und LED-Druckern unterscheiden. Doch das Arbeit­sprinzip ist dasselbe, für den Nutzer hat diese Unterscheidung keine größere Bedeutung. Der Produktfinder folgt daher dem allgemeinen Sprach­gebrauch und fasst beide Varianten unter dem Überbegriff „Laser­drucker“ zusammen.

Vorteile: Laser­drucker arbeiten in der Regel sehr schnell und drucken besonders Text schärfer und meist auch licht- und wasser­beständiger als Tinten­drucker. Das macht sie zu perfekten Arbeits­tieren im Büro. Auch haben Laser nicht das Problem eintrock­nender Druck­köpfe. Sie können sehr lange ungenutzt herum­stehen und dann sofort ohne Probleme losdrucken. So sind sie auch für Selten­drucker interes­sant.

Nachteile: Bei vergleich­barer Ausstattung sind Laser teurer und sper­riger als Tinten­drucker. Beim Fotodruck können sie noch nicht mit guten Tinten­druckern mithalten. Auch können sie nicht randlos drucken. Zudem stoßen Laser­drucker – wie viele andere Geräte auch – winzige Partikel aus. Manche befürchten, dass sie ein Gesund­heits­risiko darstellen könnten. Behörden wie die Bundes­anstalt für Arbeits­schutz und Arbeits­medizin, die Bundes­anstalt für Material­forschung und -prüfung sowie das Bundes­institut für Risiko­bewertung haben in diversen Unter­suchungen bisher aber keine Belege für eine Gesund­heits­gefahr durch Laser­drucker gefunden.
Alle Laserdrucker im Test

Glossar Druck­technik

OCR, WLan, Duplex? Wie viele tech­nische Themen wimmelt auch die Welt der Drucker von Kürzeln und Fremdwörtern. Das Glossar hilft weiter.

Airprint Technik für Mobilgeräte mit dem iOS-Betriebs­system von Apple. Nutzer von iPhone und iPad können auf Airprint-kompatiblen Netz­werk­druckern im lokalen Netz­werk drucken, ohne spezielle Druck-Apps oder Internet­dienste nutzen zu müssen. Drucker mit Airprint.

Auflösung Maß für die Detailtreue. Bei Druckern und Scannern wird die Auflösung meist in Bild­punkten pro Zoll angegeben, horizontal mal vertikal. Zum Beispiel: 720 x 360 dpi beim Tinten­strahl­drucker.

CCD-Sensor (Charged-Coupled Device): Optische Sensor­technik, die in Digitalkameras (Flächensensor), aber auch in besseren Scannern (Zeilensensor) einge­setzt wird. CCD-Scanner haben gegen­über der güns­tigeren CIS-Technik den Vorteil, dass sie einen größeren Schärfe­bereich haben.

CIS-Sensor (Contact Image Sensor): Optische Sensor­technik, die vor allem in Faxgeräten und in preisgüns­tigeren Scannern verbaut wird. CIS-Sensoren sind billiger als CCD-Sensoren, haben aber nur einen sehr kleinen Schärfe­bereich. So erfassen sie nur solche Vorlagen scharf, die völlig flach auf der Glasscheibe des Scanners aufliegen.

CMY / CMYK Abkür­zung für die im Drucker verwendeten Farben. Cyan (blaugrün), Magenta (helles Purpur), Yellow (gelb) und Key = Black (Schwarz). Das Kürzel Key wird verwendet, um Verwechs­lungen mit B wie Blue (blau) auszuschließen.

Druck­kopf Bei Tinten­strahl­druckern enthält der Druck­kopf die feinen Düsen. Diese bringen die Tinte aufs Papier. Ist er wechsel­bar, kann der Nutzer ihn heraus­nehmen und reinigen, wenn die Düsen verstopft sind, und bei Bedarf gegen einen neuen austauschen. Besonders bei kombinierten Farb­tanks für mehrere Farben ist der Druck­kopf oft in die Tinten­patrone integriert. Ein Vorteil: Der Druck­kopf wird so mit jeder neuen Patrone erneuert.

Drucker im Test Test

Farbig oder schwarz: Ein i-Punkt unter dem Mikroskop. Links im einseitigen Druck wird bei diesem Canon-Drucker nur schwarze Tinte verwendet. Beim doppelseitigen Duplex­druck kommt auch Farbtinte dazu, was den Ausdruck verteuert.

Duplex­druck Beidseitiger Druck. Drucker mit integrierter Duplex­einheit können Papier für den beidseitigen Druck auto­matisch wenden.

Lan (Local Area Network): Lokales Computernetz­werk. Lan-fähige Drucker haben einen Anschluss für Netz­werk­kabel, über das sie mit einem Netz­werk-Router verbunden werden können.

Mopria Technik für Mobilgeräte mit dem Android-Betriebs­system von Google. Nutzer von Mobilgeräte mit Android können auf kompatiblen Netz­werk­druckern im lokalen Funk­netz­werk drucken, ohne spezielle Druck-Apps oder Internet­dienste nutzen zu müssen. Drucker mit Mopria

OCR (Optical Character Recognition): Text­erkennungs­software. Hintergrund: Egal ob Text oder Bild – ein Scanner erfasst seine Vorlagen zunächst als reine Rastergrafik. Ein OCR-Programm kann die einge­scannte Grafik analysieren und eventuelle Text­anteile in Text­dateien umwandeln, die der Nutzer dann in einem Text­ver­arbeitungs­programm weiterver­arbeiten kann. Bei manchen Multi­funk­tions­geräten mit Scannern ist eine entsprechende Software dabei.

Pict­bridge Stan­dard für die direkte Steuerung des Druckers von der Digitalkamera- Ermöglicht den direkten Druck von Fotos von der Digitalkamera, mit allen nötigen Einstel­lungen.

Pixel Eng­lisches Kunst­wort aus „Picture Element“ – einer der vielen Bild­punkte, aus denen eine digitale Rastergrafik zusammengesetzt ist.

Post­script Drucker­sprache, mit der kompatible Drucker angesteuert werden können, ohne dass auf dem jeweiligen Rechner ein druckerspezi­fischer Treiber installiert werden muss. Nützlich zum Beispiel für Computer mit Linux-Betriebs­system.

Punkt­dichte Beschreibt die Detailtreue von Ausdrucken oder Scans. Wird meist in Pixel pro Zoll (dpi, dots per inch) angegeben.

Treiber Ist ein Programm, dass auf dem Computer installiert ist. Es sorgt dafür, dass der Computer ein ange­schlossenes Gerät erkennt. Die meisten Drucker bieten Treiber für die Betriebs­systeme Wind­ows und Mac OS. Wer mit dem Linux-Betriebs­system arbeitet, sollte sich vor dem Druckerkauf erkundigen, ob es für die jeweilige Linux­version den passenden Treiber gibt.

USB (Universal Serial Bus): Anschluss, über den Peripheriegeräte wie Drucker, Scanner oder externer Speicher an einen Computer ange­schlossen werden. Es gibt verschiedene Geschwindig­keits­stan­dards bei USB-Anschlüssen. Für Drucker und Scanner reicht USB 2.0.

WLan (Wireless Lan) Lokales Funk­netz­werk. WLan-Drucker können eine drahtlose Netz­werk­verbin­dung zu einem WLan-Router aufbauen.

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