Drucker-Scanner-Kombi von Norma Schnelltest

Ein Drucker-Scanner-Kombigerät der Marke Brother für nur 79,99 Euro: Das ab Mittwoch gültige Norma-Angebot klingt nach Schnäppchen. Doch der Blick ins test-Heft 3/2006 zeigt: Der DCP-115C ist nur Durchschnitt. Über das Qualitätsurteil „Befriedigend (2,9)“ kam er nicht hinaus. Der Blick ins Internet zeigt zudem: Das gleiche Gerät ist bei zahlreichen Online-Anbietern noch günstiger zu haben. test.de nennt Stärken und Schwächen des Brother DCP-115C und gibt Tipps für den Einkauf.

Handhabung ohne Probleme

Wenig Mühe macht die Bedienung. Fürs Handbuch und die Bedienung der wichtigsten Funktionen gabs gute Noten. Schwächen leistete sich der Brother DCP 115-C beim Druck von Fotos direkt von Speicherkarte. Das ist wegen eines fehlenden Displays ziemlich umständlich. Direkt von der Kamera lassen sich Fotos gar nicht drucken. Gut noch am Brother: Der Stromverbrauch ist mustergültig gering, und er produziert wenig störende Geräusche. Seine größte Schwäche: Er braucht beim Fotodruck viel Geduld. Bei Einstellung optimaler Druck-Qualität dauert es eine geschlagene Viertelstunde, bis ein Din A4-Farbfoto fertig ist.

Extra-Kosten für Tinte

In allen anderen Disziplinen schneidet das Drucker-Scanner-Kombinationsgerät ziemlich durchschnittlich ab. Im Vergleichstest waren sieben Geräte besser. Mit guter Druckqualität warteten etwa der Epson Stylus DX4200 und der Canon Pixma MP150 auf, die bei den günstigsten Anbietern im Internet auch schon für Preise um 70 Euro (Epson) und um 60 Euro (Canon) zu haben sind. Dazu kommen allerdings noch Versandkasten. Bei Druckern stets zu beachten: Zum Preis fürs Gerät kommen noch die Kosten für Tinte. Beim Brother DCP115-C kostet eine Seite schwarz gedruckter Text durchschnittlich 4,5 Cent, eine Seite mit farbiger Grafik 12 und ein Farbfoto im Din A 4 -Format sogar 1,50 Euro. Das geht schnell ziemlich ins Geld. Allerdings: Die anderen Drucker-Scanner-Kombis im Vergleichstest druckten auch nicht viel billiger.

Preis im Vergleich

Ärgern wird sich, wer bei Norma einkauft und später im Internet einen Preisvergleich startet. Der Ergebnis: Der Filial-Discounter will für den Brother DCP-115C zehn Euro mehr als die günstigsten Anbieter im Internet. Aber Achtung: Dort kommen noch Versandkosten hinzu. Außerdem wollen viele Billig-Anbieter im Internet die Ware vor der Lieferung bezahlt haben. Das birgt Risiken. Wenn der Händler vor der Lieferung insolvent wird, kann das Geld weg sein, ohne dass der Drucker geliefert wird oder Aussicht auf eine Rückzahlung besteht. Seriöse und bekannte Online-Händler bieten meist auch den Kauf auf Rechnung an oder akzeptieren eine Einzugsermächtigung. Damit sind Käufer auf der sicheren Seite. Sie zahlen erst nach Erhalt der Ware oder haben sechs Wochen Zeit, um eine Abbuchung stornieren zu lassen. Klarer Pluspunkt beim Einkauf im Internet: Der Käufer kann seine Bestellung zwei Wochen lang widerrufen. Im Falle einer Insolvenz nützt das allerdings gar nichts.

Drucker-Scanner-Kombis: 13 Geräte im Vergleichstest

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