Drucker-Scanner-Kombi bei Penny Schnelltest

Mit einem Drucker-Scanner-Kombi-Gerät vom Typ Brother DCP-110C für nicht mal 75 Euro wirbt der Discounter Penny in dieser Woche um Käufer. Von Mittwoch an ist das Gerät in vielen Penny-Filialen zu haben. Für test-Ingenieure ist das ein alter Bekannter. Schon im internationalen Gemeinschaftstest Anfang 2005 trat das Markengerät an. Und schnitt ziemlich mäßig ab. In den Vergleichstest in test 3/2005 schaffte es das Gerät nicht. Das Schwestergerät mit der Typbezeichnung DCP 115C schlug sich etwas besser und erschien in test 3/2006. test-Qualitätsurteil: „Befriedigend (2,9)“. test.de nennt Stärken und Schwächen des Geräts aus dem Penny-Angebot.

Lange Leitung

Hauptschwäche der beiden Brother-Geräte: Der Ausdruck eines Farbfotos im Format Din A4 bei Einstellung optimaler Qualität dauert eine geschlagene Viertelstunde. Auch die Druckqualität ist im Vergleich mäßig. Bemerkenswert vor allem: Im aktuellen Vergleichstest kam der Brother DCP-115C im Prüfpunkt Drucken nur auf „befriedigend (3,3)“. Der DCP-110C hatte sich ein Jahr zuvor im internationalen Gemeinschaftstest noch etwas schwächer präsentiert. Geräte mit guter Druckqualität gibts schon zu Preisen um 100 Euro (Canon Pixma MP150 und Epson Stylus DX4200).

Bedienung ohne Probleme

Stärke der beiden Brother-Multifunktionsgeräte ist der geringe Stromverbrauch. Da sind beide Geräte etwas besser als der Durchschnitt der Konkurrenten. Bei der Handhabung schneiden sie im Ganzen anständig ab, leisten sich aber eine Schwäche: Bilder können nicht direkt aus der Kamera heraus ausgedruckt werden und der Druck von Speicherkarte ist ziemlich umständlich. Es fehlt ein Display für die Vorschau. Wer nicht blind drucken will, muss sich zunächst mit dem Ausdruck einer Vorschau, Kamera oder Computer einen Überblick verschaffen.

Viel Tintenverbrauch bei Fotodruck

Bei den Tintenkosten schlug sich der Brother DCP-110C im Vergleich ganz anständig. Eine Seite schwarzer Text verbrauchte Tinte für rund 6 Cent und farbige Grafiken schlugen mit 11 Cent pro Din A4 Seite zu Buche. Ein Farbfoto im Din A4-Format kostet durchschnittlich schon 1,40 Euro, obwohl die Tanks mit Tinte der verschiedenen Farben ganz nach Bedarf jeweils separat gewechselt werden können. Schwacher Trost: Mancher Konkurrent druckt noch deutlich teurer. Die unrühmliche Spitze im aktuellen Vergleich markierte der HP 1510 mit 2,80 Euro pro Din A4-Farbfoto.

Fazit: Der Brother DCP-110C aus dem aktuellen Penny-Angebot kommt in Frage, wenn Perfektion bei der Druckqualität nicht wichtig ist und nicht allzuoft Fotos auszudrucken sind.

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