Drucker Test

Wer Fotos drucken und wenig Geld ausgeben will, kauft einen Tintenstrahler. Laser dagegen sind schnell und liefern ein gestochen scharfes Textbild. Bisher waren sie teuer. Doch das ist passé: Farblaser gibt es heute schon für unter 200 Euro. Im Test: Acht Tintenstrahler und fünf Farblaser. test.de nennt die besten Modelle.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Drucker

Vorteil Laser: Tempo und Textbild

Hohes Tempo und hohe Qualität – gleich zwei Pluspunkte, die für Laserdrucker sprechen. Eine Textseite drucken sie im Schnitt doppelt so schnell wie Tintenstrahler. Der Epson AcuLaser C2800N etwa braucht nur drei Sekunden für einen Textausdruck. Der ist so scharf wie bei keinem Tintenstrahldrucker. Perfekt fürs Büro. Der Epson AcuLaser kostet rund 505 Euro, der billigste Farblaserdrucker im Test nur noch 189 Euro. Vor wenigen Jahren war so ein Preis noch undenkbar. Jetzt lohnt sich der Laserdrucker auch für private Käufer.

Nachteil Laser: Laut und schwer

Audio
Audio abspielenLautstärke einstellen

Nachteil der Laserdrucker: Sie sind nicht eben geräuscharm. Laser drucken nicht nur lauter als die meisten Tintenstrahler, sondern nerven auch im Standbybetrieb noch mit Lüfterlärm. Außerdem sind sie groß und schwer. Der Epson AcuLaser wiegt mit 24 Kilogramm rund dreimal so viel wie der schwerste Tintenstrahler im Test.

Vorteil Tinte: Gute Fotos

Beim Fotodruck schlägt die Stunde der Tintenstrahler. Denn erst, wenn ein guter Tintenstrahler auf Fotopapier druckt, kommt Fotofeeling auf. Laserdrucker stoßen hier schnell an ihre Grenzen. Die besten Fotos liefert der HP Officejet für 143 Euro. Er ist allerdings auch der teuerste Tintenstrahler mit Ersatzpatronen im Test.

Lexmark druckt besonders teuer

In der Anschaffung deutlich günstiger ist der Lexmark Z2320. Preis: nur 40 Euro. Dafür langt der Hersteller bei den Tintenkosten kräftig hin. Ein Foto im DIN-A-4-Format kostet 5,80 Euro. Das toppt alles – Lexmark liefert die teuersten Drucke, die die Stiftung Warentest je in einem Test hatte. Verantwortlich für den hohen Preis: eine spezielle Fotopatrone, die Lexmark für den Fotodruck empfiehlt. Die ist unnötig, druckt die mitgelieferte Farbpatrone doch fast genauso gut. Und mit 3,80 Euro pro Farbfoto ist sie auch viel billiger.

Tintenstrahler ohne Patronen

Besonderheit im Test: der Epson EC-01. Er kommt ohne Tintenpatronen aus. Im Drucker sitzen vier feste Tanks. Sind die leer, nimmt der Händler den Drucker zurück. Und erstattet 50 Euro Pfand. Am Ende hat der Käufer also nur 300 Euro für das Gerät bezahlt.

Epson druckt und druckt und druckt

Für den Preis gibt es jede Menge Druckseiten. Epson gibt an, der EC-01 liefere bis zu 8 000 ISO-Farbseiten. Das ist sogar tief gestapelt: Im Test schaffte der Drucker mehr als 10 200 Seiten. Umgerechnet auf den Kaufpreis sind das nur 3 Cent pro Farbseite. Damit lohnt sich die Anschaffung für alle, die regelmäßig drucken. Auch Schulen und Bibliotheken könnten von dem Gerät profitieren: Weil die Tintentanks fest installiert sind, machen sie Langfingern das Leben schwer.

Selber rechnen vor dem Kauf

Für andere Drucker gilt: Wer wissen will, wie teuer sein Drucker wirklich druckt, muss rechnen: Preis für Ersatzpatrone oder Tonerkartusche geteilt durch Druckseiten – et voilà: Seitenpreis. Den geben die Hersteller aber nicht an. Auch die mit einem Ersatztank erzielte Seitenzahl muss der Kunde suchen. Anbieter verstecken sie gern irgendwo auf ihren Internetseiten. Besonders nutzerfreundlich ist das nicht.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1518 Nutzer finden das hilfreich.