Gewährleistung und Garantie: Was ist was?

Gewährleistung: Nach dem Gesetz muss ein Verkäufer einem privaten Käufer gegenüber zwei Jahre lang gewährleisten, dass der Kaufgegenstand zum Kaufzeitpunkt frei von Sachmängeln war. Tritt ein Mangel innerhalb der ersten sechs Monate auf, so wird zugunsten des Käufers angenommen, dass der Mangel von Anfang an bestand und damit ein Gewährleistungsfall vorliegt („Beweislastumkehr“). Danach muss der Käufer dies beweisen – was schwierig werden kann. Im Gewährleistungsfall muss der Verkäufer den Kaufgegenstand kostenlos reparieren oder gegen ein mängelfreies Gerät umtauschen.

Garantie: Im Unterschied zur gesetzlichen Gewährleistung des Verkäufers sind Garantien freiwillige vertragliche Zusagen – zuweilen vom Händler, meist vom Hersteller. Sie können vom Garantiegeber an bestimmte Bedingungen geknüpft werden. Auch solche Garantiebestimmungen unterliegen aber gesetzlichen Normen – zum Beispiel dem AGB-Recht und dem Wettbewerbsrecht. Anders als bei der Gewährleistung liegt bei Garantiefällen die Beweislast für die gesamte Garantiezeit beim Garantiegeber.

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