Wer von einem Händler eine böse Mahnung bekommt, nun endlich zu zahlen, sonst gebe es eine Strafanzeige wegen Betrugs, kann nicht gleich Schmerzensgeld verlangen – auch nicht wenn sich der Händler irrt und die Rechnung schon bezahlt wurde. Das Amtsgericht München sah zwar eine schwere Kränkung, aber keine Beleidigung. Die Drohung mit Strafanzeige sei keine Nötigung, da der Händler erkennbar – wenn auch irrig – davon ausging, der Kunde wolle ihn um sein Geld bringen (Az. 133 C 10070/10).

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