Drohnen im Test Test

Noch vor zehn Jahren waren spektakuläre Luft­aufnahmen mit großem Aufwand verbunden: Man brauchte Seilbrücken mit Kamerawagen, ausladende Kräne oder Hubschrauber mit Profipiloten. Heute sorgen kleine fern­gesteuerte Flugzeuge für atemberaubende Bilder aus der Vogel­perspektive: Drohnen. Zehn akku­betriebene Quadrocopter zu Preisen zwischen 125 und 1 940 Euro haben wir getestet. Beste Video­qualität samt bester Flug­eigenschaften kosten mindestens 1 100 Euro.

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TestDrohnen im Test22.11.2017
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Wenig Spaß mit Billig-Drohnen

Wie die Preise der Kamera-Drohnen sind auch unsere Test­ergeb­nisse weit gespreizt: Sie reichen von sehr gut bis mangelhaft. Fluggeräte für weniger als 1 000 Euro nutzen mäßige bis miserable Kameras, unter 240 Euro fliegen sie auch noch schlecht. Das liegt an dem fehlenden Navigations­system. Zwar sind die teureren Drohnen im Test im Großen und Ganzen auch die besseren, aber dem einen oder anderen güns­tigen Gerät gelingt es, sich vor die teurere Konkurrenz zu schieben.

Das Video zum Drohnentest

Propeller als Möhren­schneider, gestochen scharfe Luft­aufnahmen oder matschige Bilder, stabile Flüge oder ungewollte Abstürze: Der Drohnentest im Video.

Multicopter mit Navi fliegen stabiler

Sieben von zehn der Drohnen im Test sind mit einem Empfänger zur Satel­liten-Naviga­tion für GPS ausgestattet, eine empfängt zusätzlich auch das russische Pendant Glonass. Der Receiver unterstützt die Piloten bei der Steuerung. Schon beim ersten Flug im Test zeigte sich: Mit den Drohnen ohne Navi ist kein Staat zu machen. Sie erkennen nicht, wenn sie ins Driften kommen – selbst bei Wind­stille. Folge: Der Pilot muss ständig nach­steuern. Anders die Navi-Drohnen. Die besten stehen nach dem Start wie fest­genagelt in der Luft. Aber auch die anderen Modelle halten recht stabil die Position.

Das bietet unser Drohnen-Test

Test­ergeb­nisse. Unsere Tabelle zeigt Qualitäts­urteile, Preise und Ausstattung für 10 Quadrocopter waren im Test -Drohnen mit und ohne GPS-Navigation. Zwei schneiden sehr gut ab, zwei mangelhaft. Bewertet haben wir das Fliegen, die Kamera, Hand­habung, Sicherheit und Halt­barkeit sowie das Daten­sende­verhalten der App. Hier finden Sie für sich die beste Drohne.

Tipps und recht­liche Hintergründe. Unsere Experten erklären, welche Regeln für Drohnen gelten, wie Sie ein Drohnenpilot werden und was Sie sonst noch über das Drohnen-Fliegen wissen müssen.

Heft-Artikel. Sie erhalten Zugriff auf das PDF zur Unter­suchung aus test 12/2017.

Quadrocopter, Pentacopter, Hexa­copter

Drohnen sind fern­gesteuerte Multicopter mit vier (Quadrocopter), fünf (Pentacopter), sechs (Hexa­copter) oder mehr Propellern. Seit es Drohnen gibt, können auch Amateure hoch­wertige Aufnahmen aus der Luft machen. Unsere Grafik zeigt die wichtigsten Teile der geflügelten Kameras.

Drohnen im Test Test

Kein Piloten­schein erforderlich

Alle geprüften Flugzeuge wiegen weniger als zwei Kilogramm. Für den Betrieb schwererer Modelle ist ein Führer­schein – Amts­deutsch: Kennt­nisnach­weis – erforderlich. Solche Modelle werden von professionellen Kameraleuten und versierten Amateuren bevor­zugt. Unsere Auswahl gilt eher Foto- und Video­amateuren, die sich eine Drohne kaufen und damit spektakuläre Aufnahmen machen wollen, ohne vor dem ersten Flug noch die Schul­bank zu drücken. Dennoch gibt es Rechte und Pflichten, die jeder Drohnenpilot einzuhalten hat (Special Drohnen: Das müssen Hobbypiloten wissen).

Kunst­flug bis zum Absturz

Die Drohnen­anbieter haben ihren Produkten ein paar Kunst­stück­chen beigebracht: Flugfiguren. Sie sollen die Video­aufnahmen aufpeppen (siehe So werden Sie Drohnenpilot). Die wohl wichtigste Flugfigur ist das Landen. Modelle ohne Navi stürzen eher ab, als dass sie landen. Drohnen mit GPS landen alle mehr oder weniger sanft. Geht der Akku während eines Ausflugs zur Neige, kommen manche Drohnen selbst­tätig auf dem kürzesten Weg zur Fern­steuerung zurück. Ein Fluggerät ohne Navi muss der Pilot immer selbst nach Hause steuern oder gegebenenfalls landen. Sonst stürzt es ab.

Nur die teuren Drohnen liefern gute Bilder

Was nutzen die kunst­vollsten Flüge, wenn die Qualität der Fotos und Videos nicht stimmt? Nur die teuren Quadrocopter im Test liefern Bilder in hoher Auflösung und bester Qualität, auf jeden Fall besser als die besten Handy-Kameras. Die billigeren Quadrocopter mit Kamera im Vergleich geben Fotos mit unnatürlichen Farben wieder. Manche Aufnahmen sind verrauscht oder verzeichnet, extrem unscharf, blass und farblos. Eine Drohne mit Kamera hat immer das Lande­gestell im Bild. „So eine schlechte Bild­qualität findet man bei Smartphones nicht mehr“, kommentierte einer unserer Prüf­ingenieure.

Scharfe Propeller kriegen auch Karotten klein

Ein nicht unerhebliches Risiko besteht ganz klar: das Verletzungs­risiko durch die frei drehenden Propeller. Da es sich bei den Drohnen nicht um Spielzeug, sondern um Frei­zeitgeräte für Erwachsene handelt, floss dieses Risiko nicht in unsere Bewertung ein. Auch der mon­tierte, mitge­lieferte oder als Sonder­zubehör erhältliche Rotor­schutz ist letzt­lich nicht sicher. Unser Test zeigt: Mit den Propellern der Quadrocopter im Test lassen sich Karotten klein­schnippeln. Ein menschlicher Finger würde zumindest tiefe Fleisch­wunden davon­tragen. Wer Sinn für diese tech­nischen Apparate hat, sollte also vorsichtig sein, muss sich den Spaß aber nicht entgehen lassen. Drohnen zu fliegen, ist aufre­gend. Die Aufnahmen der guten Modelle beein­drucken.

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